Foto Memory selber basteln

Foto Memory selber basteln

Ein tolle Möglichkeit, die Kinder zu beschenken, oder die Urlaubs- oder Lieblingsfotos kreativ in Szene zu setzen, ist ein selbst gebasteltes Foto Memory. Das Gedächtnis-Spiel mit den Bildpaaren ist seit Jahren der Klassiker unter den Kinderspielen und sollte in keiner Wohnung mit Kindern fehlen. Aber auch Erwachsene dürften Spaß und vor allem Gefallen an der Bastelidee finden.
Hier finden Sie eine einfache Anleitung zum Selbstbasteln.
Das Spiel Memory, übrigens eine eingetragene Marke von Ravensburger, blickt bereits auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1959 ließ der Schweizer Militärattaché William Hurter das von ihm weiterentwickelte Legekartenspiel beim heutigen Ravensburger Verlag verlegen. Davor gab es bereits viele weitere ähnliche Spiele wie das „Zwillingsspiel“. Noch heute wachsen viele Kinder mit dem Spiel auf, das so simpel wie nützlich ist. Als Gedächtnistraining lernen die Kinder die effektive visuelle und verknüpfte Erinnerung. Mit einigen Handgriffen und ein wenig Kreativität lässt sich das Spiel ganz einfach mit eigenen Fotos nachbasteln und schon bekommt das Spiel einen ganz persönlichen Touch.
Die meisten Memory-Spiele enthalten auf den Spielkarten zumeist grundlegende Symbole in Farben, die sich jeweils voneinander abheben. Wenn das Spiel für ein Kind gedacht ist, das mit den Spielkarten Gedächtnisübungen lernen soll, dann sollte sich die eigene Fotoauswahl zumindest an den gängigen Spielkarten orientieren. Bekannte Motive wie Autos, Häuser, Menschen oder bestimmte Personen aus dem Umfeld des Kindes, aber auch symbolische Motive wie Gegenstände aus dem Alltag werden von Kindern schneller erkannt und können besser zugeordnet werden.
Falls das Geschenk eine kreative Aufbereitung eines Fotogeschenks sein soll und die spielerische Verwendung nicht im Vordergrund steht, soll natürlich die persönliche Note besser durchkommen. Die schönsten Bilder der Hochzeit, aus dem Urlaub oder aus den gemeinsamen Jahren mit dem Partner sind eine gute Wahl. Ein kleiner Tipp: Suchen Sie jeweils zwei verschiedene Fotos der gleichen Situation aus, die später auch im Memory klar erkennbar zusammengehören, aber sich dennoch voneinander unterscheiden. So wirkt das Memory noch ein wenig lebendiger!

Die Materialliste:

Fotos
Stärkeres Papier oder Pappe
Schere
MDF-Quadrate (6 x 6 cm groß)
Flüssigkleber oder Leim
Schraubzwinge
Ggf. Foto-Transfer-Potch
Ggf. Lack
Ggf. Laserdrucker

Die schnelle Variante

Zuallererst werden die Fotos benötigt, die später die Karten zieren. Da jedes Foto später zwei Mal verwendet wird, ist die Anzahl nicht erheblich. Das originale Spiel enthält 32 Pärchen, die Hälfte tut es für den Anfang aber allemal. Diese müssen natürlich in derselben Größe ausgedruckt werden, die auch die Holzvorlagen haben. Abmessungen von etwa 6 x 6 cm sind gut geeignet für die Bastelei. Die Fotos sollten idealerweise auf stärkeres Papier oder sogar Pappe gedruckt werden, damit sie zum einen länger halten und zum anderen nicht vom Klebevorgang durchweichen.
Anschließend werden die fein ausgeschnittenen Fotos mit handelsüblichem Flüssigkleber oder Holzleim auf die MDF-Quadrate geklebt. Die MDF-Quadrate sind quadratische Holzplatten, die sowohl im Baumarkt als auch in den meisten Fachgeschäften und im Bastelbedarf zu finden sind. Damit sich später keine Luftbläschen zwischen dem Holz und dem Papier bilden, sollten die Fotos vorsichtig glattgestrichen werden. Damit die Fotos während des Trocknens auch so glatt bleiben, können die MDF-Quadrate vorsichtig übereinandergestapelt und mit einer Schraubzwinge sowie Unterlagen wie zum Beispiel einem Buch fixiert werden.
Wichtig ist, dass alle Schritte optimal verlaufen, da die einzelnen Exemplare sich selbstverständlich nicht voneinander unterscheiden sollen, wenn sie umgedreht vor einem liegen.

Die kreative Variante

Wem die Variante aus Holz und aufgeklebten Fotos zu langweilig ist, der kann mit Foto-Transfer-Potch, Lack und einem Laserdrucker, die Fotos direkt auf die Holzplatten übertragen. Der Laserdrucker ist dabei unverzichtbar, denn sonst überträgt sich die Farbe des Fotos nicht auf das Holz.
Die MDF-Quadrate werden bei dieser Variante großzügig mit Foto-Transfer-Potch bestrichen und anschließend wird das zurechtgeschnittene Foto mit der bedruckten Seite voran auf das Holz gelegt und mit einem schweren Gegenstand fixiert. Auch bei dieser Variante ist es von Nutzen, die Fotos mit einem glatten Gegenstand wie der stumpfen Seite eines Messers noch einmal zu glätten, um Falten oder Luftbläschen zu verhindern. Über Nacht überträgt der Potch die Farbe des Fotos auf das Holz. Das Papier und der Kleber können am nächsten Tag entfernt werden und anschließend mit Holzlack bestrichen werden. So hält der Holzdruck länger und ist sicher vor Feuchtigkeit. Den Foto-Potch sowie den Holzlack gibt es im Bastelbedarf oder sogar im Baumarkt zu kaufen.
Bei diesem Vorgang ist zu beachten, dass die Motive so ausgewählt werden sollten, dass diese spiegelverkehrt immer noch funktionieren, da die Fotos kopfüber auf das Holz übertragen werden. Schriftzüge oder bestimmte Symbole scheiden also für diese Zwecke aus. Portraits oder Landschaftsaufnahmen sind hingegen ideal. Ebenfalls ist es bei der Auswahl der Fotos wichtig, dass diese kontrastreich und stark gesättigt sind, damit diese auf dem Holz noch vollkommen zu erkennen sind. Schwarz-Weiß Fotos eignen sich besonders gut für diesen Zweck.

Die Rückseite

Wer die Rückseite des Memories ebenfalls gestalten möchte, kann die gleichen Vorgänge der jeweiligen Varianten auch dafür durchführen. Allerdings muss jede Rückseite möglichst identisch aussehen, damit das Spiel funktioniert. Ein Standardmotiv, das jede Rückseite ziert, ist also unvermeidlich.
Natürlich können die Rückseiten auch anderweitig verziert werden, etwa mit Geschenkpapier bzw. -pappe oder mit Stoff. Die Holzseite ist insofern gut geeignet für Kinder, als dass sie sich nicht schnell abnutzt und damit auch lange im Gebrauch von Kinderhänden hält. Die Variante mit Foto-Potch ist also ratsam, wenn die Langlebigkeit der Spielkarten Priorität genießt.
In beiden Fällen ist das selbstgebastelte Foto Memory ein wunderbares Geschenk für die Familie, Freunde oder gute Bekannte. Ob nun für Kinder oder Erwachsene, die eigenen Fotos zu verschenken ist immer eine schöne Art, persönliche Grüße oder Glückwünsche zu übermitteln und Jemandem eine Freude zu machen.

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