Fotoschule – Magazin für Druck und Design http://www.pixopolis.de/magazin Tipps und Anleitungen für gelungene Druckprodukte Wed, 30 Aug 2017 20:13:47 +0000 de-DE hourly 1 Photoshop Basics: Doppelbelichtungen http://www.pixopolis.de/magazin/fotoschule/photoshop-basics-doppelbelichtungen/ Wed, 12 Jul 2017 14:08:31 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=644 Noch zu Zeiten der analogen Fotografie waren Doppel- oder Mehrfachbelichtungen gern gesehene Spielereien. Die Technik war relativ simpel und versprach kreative und mysteriös angehauchte Ergebnisse. Dazu wurde mit einer Kamera und einem analogen Film zwei- oder mehrmals fotografiert ohne den Film weiter zu transportieren. So bestand das eigentliche Foto letztendlich aus zwei verschiedenen Ebenen, die […]

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Noch zu Zeiten der analogen Fotografie waren Doppel- oder Mehrfachbelichtungen gern gesehene Spielereien. Die Technik war relativ simpel und versprach kreative und mysteriös angehauchte Ergebnisse. Dazu wurde mit einer Kamera und einem analogen Film zwei- oder mehrmals fotografiert ohne den Film weiter zu transportieren. So bestand das eigentliche Foto letztendlich aus zwei verschiedenen Ebenen, die jeweils zur Hälfte transparent sichtbar sind. Nach dem Siegeszug der digitalen Fotografie wurde es erst einmal ruhiger um die Doppelbelichtungen. Erst in den letzten Jahren sind die Doppelbelichtungen wieder mehr ins Rampenlicht gelangt – auch dank Photoshop. Denn dank des Bildbearbeitungsprogramms wurden die Schritte einerseits vereinfacht und das Ergebnis gleichzeitig perfektioniert.

Für die Doppelbelichtung in Photoshop gibt es aufgrund der Fülle an Optionen in diesem Programm auch viele Wege, die zum Ziel führen. Für dieses Tutorial wählen wir einen sehr einfachen und gut nachzuvollziehenden Weg zur Doppelbelichtung in nur fünf Schritten. Dafür sind außer erste Grundlagen keine weiterführenden Kenntnisse in dem Programm notwendig.

Fotografieren

Für eine Doppel- oder Mehrfachbelichtung braucht es natürlich auch zwei oder mehrere Fotos. Zwei Bilder eignen sich ideal, da zwei unterschiedliche Helligkeitsstufen übereinander am besten wirken. Ein beliebtes Motiv für die Doppelbelichtung ist zum Beispiel eine Portrait-Aufnahme eines Menschen in Kombination mit einer Landschaftsaufnahme oder einer urbanen Skyline. Beides zusammen ergibt ein spannendes und frisches Bild, das Lust auf mehr macht.
Die Portrait-Aufnahme sollte idealerweise vor einem einfarbigen oder sogar weißen Hintergrund geschossen werden. Dadurch ist es nachher leichter, das Motiv exakt freizustellen. Bei der Aufnahme der Landschaft oder der Skyline sollte zudem viel Wert auf kontrastreiche Strukturen gelegt werden, damit diese besser im finalen Bild zu sehen sind. Die einzelnen Motive, die Formate oder die Farbgebung kann selbstverständlich nach Belieben angepasst werden und eignet sich ohnehin ideal zum Ausprobieren.

Freistellen

Am PC oder Laptop geht es dann an die Feinarbeit. Das Portrait muss möglichst exakt freigestellt werden mittels einer Bildbearbeitungssoftware. Empfehlenswert ist ohne Frage der Branchenprimus Photoshop, aber auch Freeware wie Gimp oder vorinstallierte Bearbeitungsprogramme liefern in einigen Fällen die nötigen Werkzeuge. Das erste Werkzeug zum groben Freistellen kann das „Zauberstab-Werkzeug“ sein, das bereits automatisch den Hintergrund vom Motiv zu trennen versucht. Die Feinarbeit sollte allerdings lieber mit dem Zeichenstift-Werkzeug verrichtet werden, das auch die Haare vom Hintergrund trennen kann. Mit dem bereits aktivierten „Radius-verbessern-Werkzeug“ können dann die Haare genau freigestellt werden.

Masken erstellen

Das zweite Foto kann nun ebenfalls in Photoshop gezogen und auf die entsprechende Größe angepasst. Damit es aber nur auf dem freigestellten Gesicht sichtbar ist, muss von eben dieser Ebene eine Schnittmaske erstellt werden. Dafür muss die Ebene mit dem Portrait zuerst dupliziert werden. Dann werden die Ebenen mit der Alt-Taste (Windows) oder der Wahltaste (Mac) mit einem Mausklick zwischen die Trennlinie verbunden. Nun sollte bereits die gewünschte Kontur mit dem zweiten Foto im Hintergrund zu sehen sein.

Transparenz herstellen

Beide Fotos liegen übereinander und logischerweise ist nur die obere Ebene vollständig innerhalb der Schnittmaske sichtbar. Beide Ebenen müssen nun mittels der Deckkraft im Ebenenmodus so angepasst werden, dass der gewünschte Kontrast besteht. Je nach grundlegender Helligkeit der Motive müssen die Zahlen jedes Mal individuell abgestimmt werden, so dass kein allgemeingültiger Rat gegebene werden kann.

Feinjustieren

Hilfreich ist es, beide Fotos in unterschiedlichen Helligkeitsstufen übereinander zu legen. Die Helligkeit des Gesichts sollte also eher etwas heruntergefahren werden, während die Landschaftsaufnahme ruhig etwas aufgehellt werden kann. So ist garantiert, dass beide Fotos gleich gut zur Geltung kommen und nicht eines visuell überwiegt. Der Verzicht auf Farbe hilft bei den ersten Bildern ungemein, da der Kontrast so deutlicher ist. Als nächste Farbwahl sind Sepia-Töne zu empfehlen, bevor es für die Profis an stärker gesättigte Varianten geht.

Doppelbelichtungen eignen sich ideal für Einsteiger aber in etwas anspruchsvollerer Form genauso für ambitionierte Fotografen. Die Möglichkeit, zwei oder mehrere Fotos miteinander zu verbinden und so ein mysteriöses und spannendes Gesamtwerk zu schaffen, sorgt immer wieder für begeisterte Blicke. Nachdem die grundlegenden Mechanismen verstanden und erfolgreich umgesetzt wurden, kann nach Belieben experimentiert werden – ob mit der Anzahl der Bildebenen, der Farbgebung oder den abgebildeten Motiven. Doppelbelichtungen bergen noch viel Raum zum Erkunden und sind darüber hinaus eine optimale Gelegenheit, die eigenen Photoshop-Fähigkeiten zu verbessern.

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Der Unterschied zwischen Pixel- und Vektorgrafiken http://www.pixopolis.de/magazin/fotoschule/der-unterschied-zwischen-pixel-und-vektorgrafiken/ Wed, 05 Jul 2017 14:40:10 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=587 Die Digitalisierung hat auch vor Druckereien nicht halt gemacht. Nicht nur der Digitaldruck steht für die neuen Entwicklungen in der Branche, auch die Wünsche und Ansprüche der Kunden oder der Vertrieb der Druckereien hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Die Folge ist, dass nicht mehr hauptsächlich nur Unternehmen mit Aufträgen an Druckereien herantreten, […]

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Die Digitalisierung hat auch vor Druckereien nicht halt gemacht. Nicht nur der Digitaldruck steht für die neuen Entwicklungen in der Branche, auch die Wünsche und Ansprüche der Kunden oder der Vertrieb der Druckereien hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Die Folge ist, dass nicht mehr hauptsächlich nur Unternehmen mit Aufträgen an Druckereien herantreten, sondern auch immer mehr Privatpersonen. Vielen Laien sind aber bei der Erstellung von druckreifen Dateien die grundlegenden Begrifflichkeiten nicht bekannt. Wichtig ist zum Beispiel der Unterschied zwischen pixelbasierten und vektorbasierten Grafiken…

Privatpersonen oder Selbstständige können aus Kosten- oder Zeitgründen selbstverständlich nicht immer zu Grafikern oder anderen Experten greifen, wenn ein Flyer, ein Logo oder ein anderes Design erstellt werden muss. Also bringt sich der ambitionierte angehende Gestalter die Arbeit selbst bei. Das ist zwar eine wunderbare Beschäftigung, die am Ende in der Regel auch die verdienten Früchte trägt – gerade aber ohne externe Hilfestellung wird die Autodidaktik doch irgendwann schwer fallen. Das beginnt bereits beim Designprozess und endet bei der Erstellung eines druckreifen Dokuments. Bereits vor Beginn der Designarbeit sollte schon einmal Klarheit über grundsätzliche Begriffe des Prozesses herrschen. Dazu gehören eben auch die Pixel- und Vektorgrafiken.

Pixelgrafik

Die Pixelgrafik wird auch Raster- oder Bitmap-Grafik genannt und beschreibt eine Grafik, die aus einzelnen Bildpunkten eines Farbwertes besteht, die sich zweidimensional in Höhe und Breite erstreckt. Die Ausmaße beschreiben wiederum die sogenannte Auflösung der Grafik. Fotos oder Grafiken mit komplexen Farbverläufen sind daher im Normalfall pixelbasiert. Allerdings haben Pixelgrafiken einen entscheidenden Nachteil, den jeder kennt. Wenn diese Fotos oder Grafiken vergrößert oder skaliert werden, leidet die Bildqualität entscheidend, da durch das Raster ein sogenannter Treppeneffekt entsteht, durch den die Grafiken dann deutlich unscharf wirken. Bei vielen pixelbasierten Dateiformaten wird zudem eine starke Kompression eingesetzt, die ebenfalls zu Qualitätseinbußen führt.

Vektorgrafik

Die Vektorgrafik besteht nicht aus einzelnen Bildpunkten, sondern aus geometrisch definierten Grundelementen. Die jeweiligen Vektoren sind zum Beispiel aus Linien, Kurven, Kreisen oder anderen Formen zusammengesetzt, die gemeinsam komplexe Grafiken ergeben können. Diese Grundelemente werden auch Primitive genannt und erstrecken sich ebenfalls über den zweidimensionalen Raum der Bildauflösung. Da die Vektorgrafiken nicht aus festgelegten Bildpunkten bestehen, sondern aus einer Art Bildbeschreibung, die die Objekte exakt definiert, können diese Objekte auch bei einer Vergrößerung des Bildes scharf dargestellt werden. Die stufenlose Skalierbarkeit ist der entscheidende Vorteil bei vektorbasierten Grafiken. Zudem benötigen Vektorgrafiken deutlich weniger Speicherplatz als Pixelgrafiken.

Anwendungsbereiche der Grafiken

Während – wie bereits erwähnt – komplexe Farbverläufe optimal mit pixelbasierten Grafiken dargestellt werden können, eignen sich Vektorgrafiken eher für geometrische Formen oder Schriften. Bei vielen Designprozessen wird also mit Vektorgrafiken gearbeitet, da diese deutlich flexibler und wandelbarer sind als oft fest definierte Pixelgrafiken. Für die Arbeit mit Vektorgrafiken ist spezielle Software vonnöten, bekannte Vertreter sind zum Beispiel Adobe Illustrator oder Corel Draw. Mit diesen Programmen können die geometrischen Formen oder der Text der Grafiken jederzeit verändert werden, wohingegen pixelbasierte Dateien nicht mehr modifizierbar sind. So ist es nicht verwunderlich, dass professionelle Designer oder Grafiker häufig mit Vektorgrafiken arbeiten.

Privatpersonen arbeiten hingegen häufiger mit pixelbasierten Grafiken. Durch die Digitalisierung finden aber auch immer mehr Laien Gefallen an den flexiblen Dateiformaten. In einigen Fällen sind in einen Designprozess sogar beide Dateitypen involviert, wenn etwa die Skizzen per Hand gefertigt, als Pixelgrafiken eingescannt und anschließend in Vektorgrafiken umgewandelt werden.

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Bildrauschen reduzieren http://www.pixopolis.de/magazin/fotoschule/bildrauschen-reduzieren/ Mon, 26 Jun 2017 14:33:12 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=488 Wer kennt es nicht? Nach dem Sonnenuntergang im Garten oder mit der Familie im Restaurant, die Atmosphäre ist ausgelassen, die Mitmenschen lächeln und bieten beste Posen für tolle Fotos. Nur bei wenig Licht streikt so manche Kamera, die nicht mit einem internen Blitz ausgestattet ist. Auch wer auf Blitzlicht verzichten möchte, schlägt sich bei schwierigen […]

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Wer kennt es nicht? Nach dem Sonnenuntergang im Garten oder mit der Familie im Restaurant, die Atmosphäre ist ausgelassen, die Mitmenschen lächeln und bieten beste Posen für tolle Fotos. Nur bei wenig Licht streikt so manche Kamera, die nicht mit einem internen Blitz ausgestattet ist. Auch wer auf Blitzlicht verzichten möchte, schlägt sich bei schwierigen Lichtverhältnissen oft mit Bildrauschen rum. Die störenden Artefakte, eben das Rauschen der dunklen Bereiche, ist in der Tat ärgerlich, lässt sich aber mit ein paar Tricks und Kniffen je nach Fall sehr stark reduzieren.

Aber was ist eigentlich Bildrauschen?

Die störenden Artefakte, die besonders gerne auf dunklen Flächen des Bildes erscheinen, fallen dadurch auf, dass sie in ihrer Helligkeit erheblich von dem eigentlichen Bildinhalt abweichen. Diese Störungen sehen aus wie eine Körnung oder wie ein Rauschen des Bildes, daher der Name. Früher, zu analogen Zeiten, hatte der Film eine vorgegebene Lichtempfindlichkeit. Bei wenig Licht musste also ein besonders lichtempfindlicher Film eingelegt werden. Die Lichtempfindlichkeit wurde bis 1987 in ASA-Werten und danach in ISO-Werten gemessen. Die ISO-Werte, also die Lichtempfindlichkeit, haben sowohl bei analogen Filmen als auch bei digitalen Kameras direkt mit dem Bildrauschen zu tun. Generell gilt: Je höher die ISO-Zahl, desto höher fällt das Bildrauschen aus.
Die Ursache des Bildrauschens liegt bei digitalen Kameras in den Sensoren, genauer gesagt in den einzelnen Zellen des Sensors. Durch den Trend, immer mehr Megapixel auf einen gleichbleibend großen Sensor unterzubringen, bekommt jeder Sensorpunkt weniger Licht, weshalb die empfangenen Signale verstärkt werden müssen. Dadurch wiederum kommt es zu einer Erwärmung, also einer erhöhten Arbeitstemperatur, die für die störenden Artefakte verantwortlich ist.
Daher gilt auch beim Kauf einer Kamera auf die Größe des Sensors und die Anzahl der Megapixel zu achten. Die Qualität der Signalverarbeitung ist entscheidend bei der Störanfälligkeit.

Wie kann Bildrauschen vermieden werden?

Einerseits kann natürlich versucht werden, die Kamera so schonend wie möglich zu bedienen, um den Chip nicht unnötig aufzuheizen. Die Arbeit mit dem Display und dem elektronischen Sucher lässt die Arbeitstemperatur steigen, doch irgendwie muss die Kamera schließlich bedient werden.
Kommen wir also zu dem wichtigsten Tipp: Der ISO-Wert sollte möglichst klein gehalten werden, um so wenig Störfehler wie möglich zuzulassen. Das ist aber nun mal leichter gesagt als getan, denn wenn wir wieder auf die schwierigen Lichtverhältnisse zu sprechen kommen, ist eine erhöhte ISO-Zahl kaum zu vermeiden.
Die ISO-Werte beginnen zumeist bei 100 und steigen teilweise bis zu mehreren hunderttausend. Bis 3.200 ist die Störanfälligkeit bei den meisten modernen Kameras kaum auffällig, einige zeigen sogar bei Werten bis zu über 10.000 kaum Detailverlust. Doch um gar nicht erst auf solche hohen Werte angewiesen zu sein, gibt es alternative Tricks, um die Lichtmenge, die auf die Sensoren fällt, so hoch wie möglich zu halten.
Durch die Verwendung eines lichtstarken Objektivs mit offener Blende beispielsweise wird die einfallende Lichtmenge erhöht, so dass der ISO-Wert kleiner eingestellt werden kann als bei geschlossener Blende.
Weiterhin kann durch die Verschlusszeit die Lichtmenge beeinflusst werden. Je länger die Zeit eingestellt wird, desto länger strömt Licht durch die Öffnung der Blende auf den Sensor. Der Nachteil bei einer langen Verschlusszeit ist, dass irgendwann – für gewöhnlich bei einer Zeit unter 1/10 Sekunde – die Bewegungen der Hand zu Verwacklungen der Bilder führen. Aufnahmen aus der Hand werden somit schwierig und nervenaufreibend, denn dauerhaft stillhalten kann auch der beste Fotograf nicht. Die Verwendung eines Stativs ist deutlich zu empfehlen, denn so führen längere  Verschlusszeiten trotzdem zu gestochen scharfen Bildern. Allerdings nur dann, wenn sich das Motiv auch nicht stark bewegt. Bei Fotos von der Familie oder Freunden helfen auch lange Verschlusszeiten nicht, denn verwischte Gesichter sind auf jeden Fall noch schlimmer als rauschende Bildflächen.
Die letzte Möglichkeit, das rauschende Bild zu retten, sind Nachbearbeitungsprogramme. Der Großteil entsprechender Software auf dem Markt hat spezielle Tools, die genau das Rauschen reduzieren und das oft mit erstaunlich guten Ergebnissen. So lassen sich kleinere Störflächen normalerweise sehr präzise und zuverlässig entfernen, ohne dass sich die Arbeitsschritte auf die gelungenen Bildflächen übertragen. Dafür sind Fotos im RAW-Format deutlich besser geeignet als JPEG-Fotos, da die unkomprimierten Dateien über mehr Spielraum für die Bearbeitung verfügen. Wer kann, sollte seine Kamera also so einstellen, dass sie im RAW-Format aufnimmt. Selbstverständlich hat aber auch die beste Software ihre Grenzen, denn bei starkem Bildrauschen kann die Rauschreduzierung die normalen Bildbereiche irgendwann nicht mehr verschonen und entstellt dann auch schnell die lächelnden Gesichter.
Spätestens dann sollte man sich mit den Artefakten anfreunden. Wenn sich das Rauschen also partout nicht vermeiden lässt, kann immer noch die Absicht als Ausrede herhalten. Immerhin wird das Bildrauschen teilweise auch als stilistisches Mittel genutzt. Wenig Licht kann also auch zu Kreativität führen.

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Das richtige Equipment (Blitz, Rucksack, Reinigung) http://www.pixopolis.de/magazin/fotoschule/das-richtige-equipment-blitz-rucksack-reinigung/ Mon, 20 Mar 2017 16:04:54 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=538 Weiter geht’s mit der Schnellberatung für das passende Equipment zur Fotokamera. Im ersten Teil wurden bereits die SD-Karte, der Ersatz-Akku und das Stativ vorgestellt. Die Frage, welches Zubehör etwas taugt und wie viel sollte in die Ausstattung investiert werden, beschäftigt uns auch dieses Mal. Im zweiten Teil werfen wir einen Blick auf den externen Blitz, […]

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Weiter geht’s mit der Schnellberatung für das passende Equipment zur Fotokamera. Im ersten Teil wurden bereits die SD-Karte, der Ersatz-Akku und das Stativ vorgestellt. Die Frage, welches Zubehör etwas taugt und wie viel sollte in die Ausstattung investiert werden, beschäftigt uns auch dieses Mal. Im zweiten Teil werfen wir einen Blick auf den externen Blitz, den Fotorucksack sowie das Reinigungsmaterial. Auch bei diesen Kategorien ist die Bandbreite des Angebots enorm, sodass zwischen wenig Geld für unbrauchbare Gegenstände bis hin zu Luxus-Investitionen alles möglich ist. Letztendlich geht es aber um die eigenen Ansprüche und um das entsprechend beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei der Ausweitung des Equipments.

Der externe Blitz

Die meisten digitalen Fotokameras verfügen heutzutage über einen internen Blitz. Wenn die Lichtverhältnisse ungünstig sind, klappt dieser im Automatikmodus wie von Geisterhand aus und beleuchtet in Sekundenbruchteilen das Motiv. Die Blitzleistung ist für gewöhnlich auch völlig ausreichend für solche Zwecke. Auf Parties, im Urlaub oder bei ähnlichen Gelegenheiten geht es vordergründig um Schnappschüsse und weniger um perfekt ausgeleuchtete Aufnahmen. Will man zum Beispiel das Licht von der Seite, von unten oder von hinten setzen, reicht der interne Blitz selbstverständlich nicht mehr aus. Ein externer Blitz ist dann die ideale Lösung.
Besonders für Einsteiger der Blitzfotografie empfehlen sich bei dem Wunsch nach mehr Licht sogenannte Aufsteckblitze. Die modernen Versionen sind dank der Automatiksteuerung durch die Linse (TTL-Technik) sehr einfach zu bedienen. Der Aufsteckblitz wird dafür in den Blitzschuh geschoben und ist dort über elektronische Kontakte mit der Kamera verbunden.
Allerdings können die Aufsteckblitze in der Regel auch als externe Lichtquellen genutzt werden. Entweder geschieht dies über einen sogenannten Transmitter, der statt dem Aufsteckblitz in den Blitzschuh gesteckt wird, und dem externen Blitz mitteilt, wann und in welcher Intensität dieser blitzen soll. Oder aber der interne Blitz oder ein Aufsteckblitz fungieren als Hauptblitz (Master), während ein weiterer externer Blitz als Sklave (Slave) fungiert. Dieser erkennt über einen Sensor automatisch, ob ein Master in der Nähe ist und synchronisiert entsprechend die Blitzeinstellungen. Diese Materie ist aber schon etwas anspruchsvoller und daher eher für fortgeschrittene Fotografen ratsam.
Neben dem herkömmlichen Aufsteckblitz gibt es aber noch weitere externe Varianten. Da wäre beispielsweise der Ringblitz. Dieser kommt insbesondere bei der Makro-Fotografie zum Einsatz, denn er wird direkt um das Objektiv herum angebracht und über ein Kabel mit dem Blitzschuh verbunden. So wirft das Objektiv keinen Schatten im Blitzlicht, was eben speziell im Makro-Bereich auffällt.
Weiterhin gibt es den sogenannten Stabblitz. Dieser ähnelt in der Funktion zwar dem Aufsteckblitz, doch allein äußerlich und von der Leistungsfähigkeit her unterscheidet er sich doch davon. Der Stabblitz ist im Prinzip ein Aufsteckblitz, der etwas weiter von der Kamera entfernt blitzt. Über die Entfernung ist er mit der Kamera über einen Metallstab verbunden, daher der Name. Der Stabblitz ist wesentlich leistungsfähiger als der Aufsteckblitz und weist auch niedrigere Ladezeiten auf. Dafür nimmt er zusätzlich Batterien oder Akkus in Anspruch.
Welche Leistungsmerkmale muss aber ein Blitz haben, damit er etwas taugt? Die prägnante Zahl bei den Blitzen ist die Leitzahl und sie bestimmt oft auch den Preis. Sie errechnet sich aus dem Produkt von Blendenwert und dem Abstand zum Motiv, bei dem eine korrekte Belichtung erfolgt. Ein Blitz mit einer Leitzahl von 40 kann etwa bei ISO 100 bei Blende 4 auf eine Distanz von 10 Metern das Bild ausleuchten. Bei der Verwendung von lichtstarken Objektiven, reichen also auch schon kleinere Leitzahlen.
Zu empfehlen sind auch dreh- und neigbare Blitzköpfe, die also nicht immer nur starr nach vorne blitzen, sondern zum Beispiel auch Richtung Decke gerichtet werden können. Die Decke reflektiert nämlich das Licht und macht es weicher. So werden starke Schatten bei Personen oder anderen Motiven vermieden.
Die Kosten für einen externen Blitz fangen bereits bei etwa 60 Euro an und sind nach oben hin offen. Die meisten Kameraanbieter haben auch eigene Blitze im Sortiment, die mit dem Kamerasystem kompatibel sind. Das ist herstellerübergreifend nicht immer so und auch die Produkte viele Fremdanbieter sind nicht immer für jede Kamera geeignet. Ob der gewünschte Blitz auch wirklich zu der eigenen Kamera passt, sollte im Zweifel noch einmal im Fotofachgeschäft erfragt werden. Dort können viele Blitze auch ausprobiert werden, sodass ein Gefühl für Handlichkeit und Blitzintensität entsteht.

Der Fotorucksack

Wer viel Equipment für seine Fotoeinsätze mit sich herumschleppen muss, transportiert dies normalerweise im Fotorucksack. Spezielle Fotorucksäcke- und taschen haben den Vorteil, dass die Gegenstände dort ideal zugeschnittene Fächer haben und nicht wild herumfliegen und dadurch kaputtgehen könnten. Allerdings haben die meisten Taschen auch ihren Preis – gut und gerne über hundert Euro verlangen namenhafte Hersteller für ihre Vorzeigeprodukte. Ist es das Geld wert oder tut es auch eine günstigere Variante oder zur Not eine Handtasche?
Essentiell ist – neben dem Design – erst einmal die Raumaufteilung. Wie viel Liter fasst der Rucksack oder die Tasche, wie viele verschiedene Fächer stehen zur Verfügung und sind diese individuell verstellbar? Idealerweise lässt sich der Raum durch individuell verstellbare Trennpolster selbst aufteilen. Zudem sollte sich der Rucksack nicht nur von oben öffnen lassen, sondern bestenfalls von hinten, sodass alle Fächer offen liegen und nicht großartig herumgekramt werden muss. Die meisten Rucksäcke und Taschen, die als Fotozubehör deklariert sind, sollten auf jeden Fall über diese Merkmale verfügen. Doch was nützt all das, wenn das Material nicht hält. Stabiles und sicheres Innen- und Außenmaterial sind also Voraussetzung. Zudem muss das Material wasserabweisend- und undurchlässig sein, um auch bei schlechtem Wetter die Ausstattung zu schützen. Einige Rucksäcke haben außerdem als kleines Extra eine Diebstahlsicherung in Form eines Zahlenschlosses. Das schützt zwar vor dem Diebstahl nicht, macht es dem Bösewicht aber schwieriger an den Inhalt zu gelangen.
Letzten Endes sollte der Rucksack oder die Tasche aber besonders eines können: Bequem sein! Dafür ist es ratsam im Kaufhaus oder im Fachgeschäft einige Modelle zu probieren, um sich vom idealen Tragekomfort zu überzeugen.
In Kaufhäusern und im Internet können bereits Schnäppchen ab etwa 40 Euro gejagt werden. Sicher investiertes Geld versprechen aber Markenprodukte von Lowepro, Crumpler, Cullmann, etc.

Das Reinigungsmaterial

Zu guter Letzt fehlt noch eines: Zubehör zur Reinigung. Spätestens, wenn die Kamera ein paar Outdoor-Shootings oder Urlaubsreisen hinter sich hat, haben sich Staubkörner auf dem Objektiv oder Fingerabdrücke auf dem Display gesammelt. Zur Not hilft in solchen Fällen auch ein Taschentuch, doch Spucke und Ärmel sind absolut verboten. Trotzdem ertappen sich auch Profi-Fotografen immer wieder bei dem instinktiven Säuberungsgriff. Wer allerdings geeignetes Reinigungsmaterial dabei hat, läuft gar nicht erst Gefahr, seine Kamera falsch zu behandeln.
Während sich für die Reinigung von Objektiv und Display schon Blasebalg, Reinigungsspray und Mikrofaser-Reinigungstuch eignen, ist die ganze Sache beim empfindlichen Sensor oder dem Spiegel schon komplexer. Im Notfall sollte die Reinigung des Kamera-Inneren einem Fachmann überlassen werden, doch für geübte Hände reichen auch hier Blasebalg und notfalls ein Staubpinsel.
Reinigungssets – bestehend aus diesen Einzelteilen – gibt es sehr preiswert im Internet oder im Fachhandel zu kaufen und sind bei häufigem Gebrauch des Fotoapparats unbedingt eine Anschaffung wert.
Wenn Staub allerdings ins Objektiv gerät, was besonders häufig bei Zoom-Linsen auftritt, hilft keines der genannten Produkte. Für solche Situationen gibt es Druckluftspray, das auch in die hintersten Winkel des Objektiv-Gehäuses gelangt. Niemals sollte das Druckluft- aber mit flüssigem Spray verwechselt werden, da sonst das komplette Objektiv zerstört werden kann. Im Notfall also immer an den Fachmann wenden und ein paar Euro für eine professionelle Reinigung bezahlen als gleich eine neue Kamera oder ein neues Objektiv.

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Tipps & Tricks für Portraitaufnahmen http://www.pixopolis.de/magazin/fotoschule/tipps-tricks-fuer-portraitaufnahmen/ Fri, 10 Mar 2017 16:54:05 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=661 Neben Landschaften und Sehenswürdigkeiten aller Arten sind Portraits das wohl beliebteste Motiv in der Fotografie. Vom absoluten Beginner zum erfahrensten Profi – der Drang, die Gesichter anderer Menschen einzufangen und ansprechend in Szene zu setzen, eint die Fotogemeinde bereits seit ihren Ursprüngen. Allerdings ist das Portrait eine hohe Kunst. Mit den folgenden Hinweisen sollten die […]

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Neben Landschaften und Sehenswürdigkeiten aller Arten sind Portraits das wohl beliebteste Motiv in der Fotografie. Vom absoluten Beginner zum erfahrensten Profi – der Drang, die Gesichter anderer Menschen einzufangen und ansprechend in Szene zu setzen, eint die Fotogemeinde bereits seit ihren Ursprüngen. Allerdings ist das Portrait eine hohe Kunst. Mit den folgenden Hinweisen sollten die Aufnahmen jedoch besser aus der Hand gehen.

Seit jeher begeistern menschliche Gesichter in der Fotografie die Betrachter – und das aus den unterschiedlichsten Gründen. Die unzähligen Facetten der Menschlichkeit spiegeln sich in ebenso vielen unterschiedlichen Herangehensweisen an die Portraitaufnahme wider, so dass auf den ersten Blick kaum der Eindruck entsteht, dass es in diesem Feld Regeln oder Grundsätze gibt. Allerdings gibt es sehr wohl einige Hinweise, die es zu beachten gilt, wenn ein optimales Portrait gelingen soll.

Die Auswahl des Motivs

Natürlich steht jedem Fotografen die Wahl seiner Motive und Modelle selbst zu. Oft sind es Menschen, die dem Fotografen in einem Moment oder über einen längeren Zeitraum wirkungsvoll im Gedächtnis geblieben sind. Das müssen nicht unbedingt Menschen sein, die dem gängigen Schönheitsideal entsprechen. Viel wichtiger ist das Charisma, das diese Menschen ausstrahlen, und das Fotografen so gerne versuchen, einzufangen. Vertrauen Sie bei der Auswahl Ihrer Motive also auf ihr Bauchgefühl.
Nach den Äußerlichkeiten spielt außerdem die Behaglichkeit des Models vor der Kamera eine große Rolle. Selbst bei den bezauberndsten Menschen können die Fotos misslingen, weil die Scham oder die Nervosität vor der Kamera die Natürlichkeit verschwinden lassen. Suchen Sie gerade zu Beginn Personen aus, die sich bereitwillig und ohne viel Überzeugungsarbeit vor die Kamera stellen und die Natürlichkeit auch unter diesen unnatürlichen Umständen wahren können. In der Tat hilft es oft, Familienmitglieder oder Freunde vor die Linse zu holen, da die Vertrautheit oft bei dem Shooting hilft – gerade dann, wenn die Emotionen authentisch wirken sollen.

Die Ausstattung

Neben dem passenden Motiv braucht es zudem die passende Ausstattung. In Zeiten, in denen selbst Smartphones hochauflösende Fotos in erstaunlicher Qualität machen, ist die Frage des Equipments immer weniger wichtig für die semiprofessionelle Fotografie. Wer allerdings qualitativ möglichst hochwertige Ergebnisse erzielen möchte, der sollte auch auf eine entsprechende Ausstattung zurückgreifen. Die Merkmale, die für gelungene Portraits besonders wichtig sind, können Handys oder günstige Digitalkameras nur bedingt liefern. Für die gestochene Schärfe neben einer hohen Auflösung auch eine herausragende Bildqualität wichtig. Weiterhin ist es ein beliebtes Mittel in der Portraitfotografie, das Motiv durch einen unscharfen Hintergrund herauszustellen. Um diese Unschärfe zu erreichen, empfiehlt sich einerseits ein großer Sensor in der Kamera oder eine große Brennweite mit gleichzeitig kleiner Blendenzahl. Die Standardbrennweite eines Portraitobjektivs liegt bei 50 mm. Je größer die Brennweite desto unschärfer wird auch der Hintergrund. Spezielle Portraitlinsen liegen teilweise bei bis zu 100 mm. Diese Objektive unterscheiden sich von den normalen Standardzooms mit ebenfalls hohen Brennweiten vor allem dadurch, dass sie mit kleinen Blendenzahlen trotzdem sehr lichtstark sind und damit ebenfalls für eine starke Unschärfe sorgen können.

Die Beleuchtung

Weiterhin zu empfehlen sind ein Stativ zur Fixierung der Kamera und Lichtquellen zur Ausleuchtung des Sets. Wer zuhause fotografiert, hat natürlich den Vorteil, die Beleuchtung selbst setzen zu können, um das ideale Szenario selbst zu erschaffen. Für optimale Lichtbedingungen im Homestudio sollte darauf geachtet werden, dass alle Lichtquellen die gleiche Farbtemperatur haben. Wer das nötige Kleingeld in der Tasche hat, greift in dem Fall direkt zu Studioleuchten. Im anderen Fall tun es auch die gleichen Glühbirnen für die verwendeten Lampen. Für unterwegs eignet sich zur Erhellung des Gesichts ein externer Blitz, der idealerweise auch entfesselt blitzen kann. In dem Fall kann dieser auch aus anderen Positionen das Motiv beleuchten und der Schatten im Gesicht kann je nach Belieben variiert werden.
Nicht nur umweltverträglicher, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes natürlicher ist das Sonnenlicht. Ihr Licht ist unnachahmlich und lockt auch die erfahrensten Profis immer wieder aus ihren Studios nach draußen. Die tiefstehende Sonne in der sogenannten „Goldenen Stunde“ kurz vor dem Sonnenuntergang ist für Fotografen die schönste Lichtquelle. Auch die rötliche untergehende Abendsonne oder das Gegenlicht, wenn das Model vor dem einstrahlenden Sonnenlicht fotografiert wird, sind stilistische Elemente, die nicht im Studio nachzuahmen sind. Die optimale Beleuchtung hängt also in erster Linie von dem Stil und vom Geschmack des Fotografen ab.

Die Bildgestaltung

Wenn nun aber das Model vor der Kamera steht und der Fotograf durch den Sucher schaut, kommen schnell die ersten Probleme auf. Wie sieht die Bildgestaltung für eine gelungene Portraitaufnahme aus? Natürlich gibt es auf solch eine allgemeine Frage keine allgemeingültige Antwort, doch einige Ratschläge und Hinweise zu Fehlern, die es zu vermeiden gilt, sehr wohl.
Hochformat oder Querformat? Diese Frage treibt die Fotografen auch heute noch um. Zwar ist das Querformat das gängigere der beiden und, da es angenehmer für die Sicht des menschlichen Auges ist, auch nie eine verkehrte Wahl. Da der menschliche Körper und auch das Gesicht samt Hals eher in die Höhe als in die Breite ragen, empfiehlt sich das Hochformat bereits automatisch. Die Positionierung des Motivs geschieht von alleine – anders als beim Querformat. Hier lenkt der Platz an beiden Seiten oft so sehr ab, dass das Portrait schnell langweilig wirkt. Eine beliebte Lösung für dieses Problem ist die Positionierung des Motivs bei etwa einem Drittel der Länge des Bildausschnitts. Durch die Drittel-Regel wirkt das Bild nicht mehr so stark zentriert, sondern etwas aufgelockerter. Gerade dann, wenn der Hintergrund nicht eintönig ist und ebenso zum Bild gehören soll wie das Gesicht des Models, ist die dezentrale Positionierung eine gute Möglichkeit, um beide Ebenen gleichmäßig zu betonen. Bei Aufnahmen am Strand oder in weitläufigen Landschaften stellt sich dazu allerdings oft noch ein horizontales Problem. Denn die Horizontlinie unterteilt das Bild automatisch und so sehr sichtbar, dass die Positionierung des Horizonts ebenso wichtig ist wie beim Model selbst. Dadurch, dass Fotograf und Model sich in der Größe zumeist nicht sehr stark voneinander unterscheiden, passiert es, dass die Linie durch den Kopf des Models verläuft, was ästhetisch eher zu vermeiden ist. Fotografiert die Kamera etwas weiter von oben, steigt auch die Horizontlinie im Bildausschnitt, von weiter unten weicht auch die Linie weiter nach unten im Bildausschnitt. Bei der Positionierung des Horizonts sollte allerdings immer darauf geachtet werden, dass die Linie parallel zum oberen und unteren Bildrand verläuft.
Falls neben dem Gesicht des Models noch weitere Elemente in die Aufnahme integriert werden sollen, müssen alle Elemente so arrangiert werden, dass der Betrachter durch die richtige Positionierung auf den ersten Blick auf das wichtigste Objekt geleitet wird. Dies gehört allerdings in der Tat zur hohen Kunst der Fotografie und erfordert mitunter jahrelange Erfahrung.

Die Aufnahme(n)

Dass Portraitaufnahmen keine Schnappschüsse sind, sollte jedem Laien spätestens beim ersten eigenen Versuch auffallen. Die Bildgestaltung, der Gesichtsausdruck und zudem noch grundlegende Einstellungen an der Kamera müssen allesamt optimal passen. So kann es passieren, dass bis zur perfekten Aufnahme gerne einmal hunderte Fotos entstehen. Schalten Sie also die Serienaufnahmefunktion der Kamera ein, um nicht nur Zeit zu sparen, sondern auch, um eine große Auswahl von einer Szene zu haben. Wer jedoch mit einem Blitz arbeitet, muss warten, bis dieser wieder aufgeladen ist und kann nicht die volle Geschwindigkeit der Serienaufnahme nutzen.
Wer bei den kamerainternen Einstellungen Zeit sparen möchte, setzt idealerweise auf den Modus der Zeitautomatik (auf der Wählscheibe meistens mit A oder S gekennzeichnet), der die feste Einstellung der Blendenzahl bei automatischer Korrektur der Belichtungszeit und der ISO-Empfindlichkeit erlaubt. So bleibt das Bild bei einer gleichbleibenden Lichtstärke stets optimal belichtet.
Falls die Aufnahme später noch intensiv bearbeitet werden soll, ist die interne Speicherung als RAW-Datei die beste Wahl. Das RAW-Format bietet bei den Korrekturschritten den größten Spielraum, beansprucht allerdings mehr Speicherplatz als die JPEG-Datei.

Die Bildbearbeitung

Nachdem die perfekte Aufnahme im Kasten ist und auf den PC oder ein anderes Gerät gespeichert ist, kommt es zur Kür. In der Nachbearbeitung kann dem Foto der letzte Schliff verpasst oder vollständig aufgemotzt werden. Für eine leichte Korrektur, die das Bild jedoch spürbar aufwertet empfehlen wir die folgenden Arbeitsschritte.
Am Anfang steht die Entscheidung nach der Farbauswahl. Soll das Bild in Schwarz und Weiß gehalten sein, sollen bunte Farben überwiegen und ist eine insgesamt kühlere Farbtemperatur gewünscht. Diese Einstellungen geschehen über die Modi „Farbtemperatur“ und „Farbton“, die in allen Bildbearbeitungsprogrammen vorhanden sind. Erst danach kann über die Helligkeit und den Kontrast die optimale Belichtung bearbeitet werden. In Programmen wie Adobe Lightroom ist es möglich, einzelne Bereiche zu erhellen oder abzudunkeln. Ein schöner Effekt ist die Reduktion der Helligkeit um das Motiv herum, wodurch dieses automatisch besser zur Geltung kommt. Weiterhin kann durch Cropping der gewünschte Bildausschnitt angeglichen werden. Außerdem können so auch die Augen aufgehellt werden, um diese besser hervorzuheben.
Bei der Feinjustierung können zusätzlich noch eventuelle rote Augen korrigiert werden durch die gleichnamige Funktion der meisten Programme. Wer einen Schritt weitergehen möchte, arbeitet manuell mit der „Bereichsreparatur“ und kann damit nicht nur rote Augen, sondern auch Hautunreinheiten usw. entfernen.
Bei Bedarf kann außerdem die Schärfe oder Die Klarheit/Struktur erhöht werden, um das Motiv noch einmal stärker zu betonen.
Abschließend kann das ursprüngliche RAW-File als JPEG-Datei exportiert werden.

Für das perfekte Portraitfoto gehen mit intensiver Vorbereitung und Nachbearbeitung gerne einmal mehrere Stunden dahin. Das muss jedem Laien bewusst sein, denn die Portraitfotografie bedeutet keineswegs nur zufällig gelungene Schnappschüsse, sondern gut durchdachte und optimal durchgeführte Aufnahmen unter professionellen Bedingungen.

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Bewerbungsfotos selber machen http://www.pixopolis.de/magazin/fotoschule/bewerbungsfotos-selber-machen/ Fri, 03 Mar 2017 16:50:44 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=648 Wer mit seinen Bewerbungen beim potenziellen Arbeitgeber einen guten Eindruck hinterlassen möchte, der muss auf jedes noch so kleine Detail achten. Ein wohl formuliertes Anschreiben, ein sauberes Äußeres der Bewerbungsmappe, keine Rechtschreibfehler oder Fehler in der Ansprache. Doch viele Bewerber vergessen dabei oft die Wirkung des eigenen Bewerbungsfotos. Dafür wird leider viel zu häufig auf […]

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Wer mit seinen Bewerbungen beim potenziellen Arbeitgeber einen guten Eindruck hinterlassen möchte, der muss auf jedes noch so kleine Detail achten. Ein wohl formuliertes Anschreiben, ein sauberes Äußeres der Bewerbungsmappe, keine Rechtschreibfehler oder Fehler in der Ansprache. Doch viele Bewerber vergessen dabei oft die Wirkung des eigenen Bewerbungsfotos. Dafür wird leider viel zu häufig auf das Konfirmationsfoto, ein altes Passfoto für den Personalausweiß oder sogar auf Urlaubsfotos zurückgegriffen. Eine Bewerbung sollte allerdings ein professionelles Foto aufweisen, das die Seriosität des Bewerbers unterstreicht. In den folgenden Zeilen erklären wir, wie ein ansprechendes Bewerbungsfoto auch ohne professionelles Fotostudio möglich ist.
Zwar sind Fotos der Bewerber in der Bewerbungsmappe keine Pflicht und in einigen Fällen auch nicht unbedingt ratsam. In der Regel ist ein Bewerbungsfoto eine gute Möglichkeit, um dem Arbeitgeber ein Bild von der Person und der Professionalität des Bewerbers zu ermöglichen. Offiziell darf selbstverständlich nicht nach dem Äußeren entschieden werden, allerdings macht ein professionelles und ansprechendes Bewerbungsfoto weitaus mehr Eindruck als ein Amateur-Foto. Ein Bewerbungsfoto im Fotostudio anfertigen zu lassen, ist der logische Schritt und durchaus sinnvoll. Immerhin ist hier ein optimales Ergebnis garantiert. Jedoch stören sich viele Bewerber an den Kosten dieser Dienstleistung, weshalb oft auf das eigene Foto-Archiv oder die eigene Kamera zurückgegriffen wird. Wenn schon selber machen, dann aber richtig… Deshalb kommen hier sechs Tipps für das perfekte Bewerbungsfoto.

Die Kleidung

Bei der Wahl der Kleidung gilt generell, sich der Garderobe des potenziellen Arbeitgebers anzupassen. Ist die Bewerbung an eine Bank oder eine ähnliche Einrichtung gerichtet, sollte es schon ein schicker und passender Anzug beim Bewerber respektive ein Sakko über einer schlichten Bluse bei Bewerberinnen sein, in dem man sich präsentiert. Eine Agentur, eine Schreinerei oder generell Arbeitgeber, die weniger strikte Vorschriften hinsichtlich der Garderobe haben, geben sich normalerweise auch mit einem Hemd oder dezenteren Oberteilen zufrieden. Im Zweifel sollte lieber die schickere Variante gewählt werden. Selbstverständlich muss aber auch darauf geachtet werden, dass die Kleidung optimal passt. Zu kleine oder zu weite Kleidung wirkt nicht sehr professionell, ebenso wenig wie Kaffeeflecken oder Löcher.

Die Frisur

Natürlich sollten sich Bewerber auf den Fotos so zeigen, wie sie in Wirklichkeit auch sind. Wer eine Irokesenfrisur trägt, sollte das auch auf dem Bewerbungsfoto tun. Dennoch gilt auch hier: Ein guter Eindruck gewinnt! Es ist immer ersichtlich, wenn ein Bewerber sich etwas herausgeputzt hat, egal ob Seitenscheitel, Hochsteckfrisur oder eben die Irokese, Arbeitgeber honorieren die Mühen, insofern diese auch gelungen sind. Die Klassiker sind allerdings der dezente Seitenscheitel beim Mann sowie der Mittelscheitel bei der Frau. Eine Frage, die sich die Frau zwar nicht stellen muss, die aber viele männliche Bewerber beschäftigt: Bart – ja oder nein? Die Antwort ist natürlich wieder branchenabhängig, allerdings ist gegen eine wohlfrisierte Gesichtsbehaarung von den meisten Arbeitgebern nichts einzuwenden. Der Drei-Tage-Bart sollte für das Foto dann aber doch weichen.

Die Kamera

Ein Bewerbungsfoto muss nicht zwingend mit der High-End-DSLR geschossen werden. Es reicht oft auch eine gewöhnliche Digitalkamera oder eine Einsteiger-DSLR. Wichtig ist, dass die Auflösung so groß ist, dass das Foto auf der ausgedruckten Bewerbung oder dem PDF-Format nicht verpixelt ist. Ein Handyfoto sollte es immerhin nicht sein, das Sie dem Arbeitgeber präsentieren. Besitzer einer DSLR oder DSLM mit Wechseloptik können bei der Auswahl des Objektivs zu einer Standardbrennweite von 50mm greifen, mit der schlichtweg nichts falsch gemacht werden kann. Das Bild wirkt nicht zu weitwinklig, aber auch nicht gestaucht. Die Schärfentiefe sollte ebenfalls eher schlicht gehalten werden, auch wenn die Lichtstärke der Optik möglicherweise zu Unschärfe-Spielereien verleitet. Unbedingt sollte darauf geachtet werden, dass der Fokus auf den Augen liegt und nicht etwa in Richtung Hintergrund abdriftet. Hilfreich ist es, die Kamera auf einem Stativ zu befestigen und den Fokus – wenn möglich mit einer Fokuslupe – manuell zu setzen, da der Autofokus nicht zu 100 Prozent zuverlässig arbeitet. Für möglichst wackelfreie Bilder sollte die Belichtungszeit nicht zu lang eingestellt werden. 1/50 Sek sollte es mindestens sein, damit die normalen Körperbewegungen nicht zu unscharfen Konturen führen.

Die Ausleuchtung

Wirklich professionell wirken Portraitaufnahmen oft erst dann, wenn der Einsatz von externen Lichtquellen gelungen ist. Zwei bis drei Leuchten, idealerweise mit Softboxen können links und rechts der Kamera platziert werden, um das Model optimal in Szene zu setzen. Je nachdem, wo sich die Schokoladenseite befindet, sollte das Führungslicht stehen. Eine Fototapete oder ein Fotohintergrund eignen optimal als Hintergrund für die Bilder, da das Licht nicht so stark reflektiert wird. Wer zwar nicht über Leuchten verfügt, aber über einen Aufhellblitz an der Kamera, kann auch diesen nutzen. Auch der Blitz sollte unbedingt mit einem Diffusor oder ähnlichem abgeschwächt bzw. weicher gemacht werden. Ansonsten glänzt das Gesicht in dem Licht und sieht gar nicht professionell aus. Zur Not reicht jedoch auch das Tageslicht als Lichtquelle. Allerdings sollte das Model dann nicht direkt vor einer Wand platziert werden, da sonst starke Schatten zu erwarten sind.

Die Position

Frontal oder seitlich? Diese Frage spaltet die Nation. Unsere Antwort ist überraschend simpel: Je nachdem, wie Sie sich am besten gefallen, sollten Sie auch vor der Kamera stehen. Viel wichtiger ist die allgemeine Körperhaltung, die Selbstbewusstsein und Gradlinigkeit zeigen sollte. Daher ist eine aufrechte Haltung mit ausgestreckter Brust von Vorteil. Die Arme sollten seitlich am Körper gehalten werden und auf keinen Fall vor der Brust verschränkt werden. Um ein Doppelkinn zu vermeiden, sollte der Schluckvorgang simuliert werden, da dadurch die Haut unter dem Kinn angezogen wird. Wie letztendlich die perfekte Position aussieht, sollte idealerweise auch direkt vor Ort ausprobiert werden.

Die Nachbearbeitung

Der erste Schritt bei der Nachbearbeitung ist oft die Retusche. Hier können kleinere Hautunreinheiten entfernt, Augenränder aufgehellt oder rote Augen korrigiert werden. Ratsam ist es allerdings, die Farbanpassungen vor der Retusche durchzuführen. Die Farben sollten möglichst neutral gehalten werden. Im Zweifel sollten die Blautöne etwas überwiegen. Die Sättigung sollte keinesfalls stark erhöht werden, wie gerne bei Urlaubsfotos, ebenso sollte der Kontrast nicht verändert werden. Die Helligkeit kann hingegen etwas erhöht werden, da viele Drucker tendenziell die Fotos dunkler drucken. Wer das Gesicht nur bedingt ausleuchten konnte, kann sich auch damit helfen, die Schatten aufzuhellen. Wenn Sie mit dem Hintergrund unzufrieden sind, können Sie das Motiv in Photoshop auch freistellen und vor einen beliebigen Hintergrund platzieren.
Mit diesen Tipps sollte das selbstgeschossene Bewerbungsfoto an die der Profis heranreichen. Im Optimalfall steht ausreichend Equipment zur Verfügung, um ein professionelles Ergebnis zu garantieren. Aber auch ohne teure Kamera oder teure Leuchten kann ein ansprechendes Foto erreicht werden. Wen das Ergebnis dennoch nicht zufrieden stellt, sollte letztendlich doch zum Fotostudio greifen. Immerhin geht es hier um einen möglichen Job, da sind auch ein paar Euro, die in den Fotografen investiert werden, schnell vergessen, wenn es mit der Bewerbung klappt.

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Tipps für Silhouetten-Fotos http://www.pixopolis.de/magazin/fotoschule/tipps-fuer-silhouetten-fotos/ Mon, 20 Feb 2017 16:41:39 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=639 Dunkle Konturen vor einem hellen Hintergrund – so einfach sind Silhouetten-Fotos in der Theorie. Diese Einfachheit begeistert schon seit jeher als fotografisches Stilmittel und hat diesen Reiz bis heute nicht verloren. Die Silhouette eines Baumes vor der untergehenden Sonne oder eine Profilaufnahme eines Gesichts vor einer beliebigen Lichtquelle – die Motivauswahl ist üppig. Allerdings ist […]

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Dunkle Konturen vor einem hellen Hintergrund – so einfach sind Silhouetten-Fotos in der Theorie. Diese Einfachheit begeistert schon seit jeher als fotografisches Stilmittel und hat diesen Reiz bis heute nicht verloren. Die Silhouette eines Baumes vor der untergehenden Sonne oder eine Profilaufnahme eines Gesichts vor einer beliebigen Lichtquelle – die Motivauswahl ist üppig. Allerdings ist für ein astreines Ergebnis auch eine optimale Durchführung vorausgesetzt. Mit unseren Tipps gehen die Silhouetten-Fotos künftig ganz leicht von der Hand.

Eine Silhouette entsteht dann, wenn das möglichst horizontal einfallende Licht ein Objekt im Vordergrund rückwärts beleuchtet und so nur dessen Umrisse zu sehen sind. Die Schattenseite des Objekts bleibt durch das Gegenlicht dunkel. Das ist allerdings nur dann möglich, wenn keine weitere Lichtquelle von einer anderen Richtung das Objekt erhellt. Damit diese Voraussetzungen auch in der Praxis aufgehen, helfen die folgenden Tipps.

Sonne oder Kunstlicht?

Die auf- oder untergehende Sonne ist eine ideale Lichtquelle für Silhouetten-Fotos, da das leicht schräg einfallende Licht die Objekte zwischen Sonne und Kamera automatisch umreißt. Eine Person vor dem Sonnenuntergang am Strand ist natürlich das Urlaubsmotiv schlechthin, allerdings eignen sich bei schwindendem Sonnenlicht auch urbane Orte für die Silhouetten-Fotografie. Wird die Sonne als Lichtquelle genutzt, stellt sich oft auch die Herausforderung, das Motiv so zu platzieren, dass es über der Horizontlinie im Bild liegt. Eine Anhöhe ist oft von Vorteil, ansonsten sollte versucht werden, von unten fotografiert werden.
Mit einer künstlichen Lichtquelle – etwa eine LED-Leuchte oder ein externer und entfesselter Blitz – ist die Abhängigkeit von Ort und Zeit selbstverständlich nicht so groß. Das Shooting kann jederzeit auch in den eigenen vier Wänden stattfinden und muss nicht exklusiv auf Location, Wetter und Zeit abgestimmt werden. Ein abgedunkelter Raum eignet sich hervorragend für diesen Zweck. Bei der Fotografie mit einer künstlichen Lichtquelle muss allerdings darauf geachtet werden, dass diese stark genug ist, um für ausreichend Hintergrundlicht zu sorgen.

Die Motivauswahl

Für ein schönes Foto braucht es natürlich immer ein ansprechendes Motiv. Bei der Fotografie von Silhouetten ist die Motivsuche allerdings nicht gewöhnlich, denn hier nützt auch das schönste Gesicht nichts, wenn die Umrisse nicht klarmachen, dass es sich bei dem Motiv um einen Menschen handelt. Es eignen sich grundsätzlich nur solche Motive, deren Konturen erkennen lassen können, worum es sich handelt. Das Motiv sollte also so simpel wie möglich sein. Ein Mensch, ein Gebäude oder ein Baum lassen sich im Zweifel immer wiedererkennen. Da auf dem späteren Foto lediglich Konturen zu sehen sind, ist die Form und die Position im Bild wichtiger denn je. Das Auge wird weniger von Nebensächlichkeiten abgelenkt als auf farbreichen und detailreicheren Fotos. Eine Palme am Strand, eine ansprechende Pose eines Menschen oder eine urbane Skyline bieten solche faszinierenden Formen und Linien, die das Bild einmalig machen.

Die Kameraeinstellungen

Die Einstellungen der Kamera hängen zu sehr von der jeweiligen Szene ab, als dass allgemeingültige Aussagen in diesen Fall getroffen werden könnten. Fakt ist, dass die Belichtung und die Blende so gewählt werden müssen, dass der Kontrast ausreichend zur Geltung kommt. Prinzipiell wird das Hauptmotiv also immer unterbelichtet, da dieses dunkler sein soll als üblich. Gibt es mehrere Ebenen im Bild – Hauptmotiv, Nebenmotiv, Horizont – sollte zudem eine möglichst hohe Blendenzahl gewählt werden, um eine hohe Schärfe über die gesamte Tiefe des Bildes hinweg zu garantieren. Bei schnellen Bewegungen – etwa bei Menschen, Autos oder ähnlichem – sollte zudem eine kurze Verschlusszeit eingestellt werden. Wichtig ist, dass diese Parameter manuell eingestellt werden, da der Automatikmodus immer eine optimale Belichtung des Bildes anstrebt und Silhouetten so nur Zufallsprodukte wären. Problematisch kann auch der automatische Fokus werden, wenn direkt ins Sonnenlicht fotografiert wird. Hier hilft es ebenfalls, dem eigenen Auge zu vertrauen und den Fokus manuell zu setzen.

Die Farbgebung

Ein großes Farbfeuerwerk kann natürlich nicht abgebrannt werden, wenn ein Großteil des Bildes aus Dunkelheit besteht. Um den Kontrast zu erhöhen, eignet sich die Reduzierung auf Schwarz-Weiß. Das Auge wird in dem Fall nicht von Farbtönen abgelenkt, sondern nur von den Konturen als Mittelpunkt des Fotos. Künstliche Lichtquellen sollten aufgrund des kühlen Lichts generell als Vorlage für Schwarz-Weiß-Fotografie dienen. Bei einem Sonnenuntergang können jedoch die warmen Farben des Himmels betont werden. Rote und gelbe Farbtöne können in der Nachbearbeitung etwas erhöht werden. Zudem kann auch die Sättigung etwas verstärkt werden. Es empfiehlt sich daher, im Vorfeld im RAW-Format zu fotografieren, da diese mehr Spielraum für die Nachbearbeitung geben.

Für Fortgeschrittene

Wem die Sonnenuntergänge schnell zu langweilig werden, kann auch bei der Silhouetten-Fotografie selbst kreativ werden. Ein Anreiz wäre beispielsweise die Verwendung einer zweiten Lichtquelle. Hier können spannende (Halb-)Silhouetten geschaffen werden, die der Kreativität keine Grenzen setzen. Beide Leuchten können rechts und links etwa im 45° Grad Winkel hinter dem Motiv platziert werden und sorgen so für noch mehr Dynamik. Eine andere Möglichkeit, die Silhouetten interessanter zu gestalten ist es, das einfallende Licht nicht als Gegenlicht zu nutzen, sondern von der Seite. In einem abgedunkelten Raum entsteht auch so eine halbseitige Silhouette, die besonders Menschen gut zu Gesicht steht. Das Gesicht ist so nämlich zur Hälfte ausgeleuchtet und zur anderen Hälfte komplett dunkel. Je nachdem, wie die Lichtquelle mit dem Motiv platziert wird, sind spannende Ergebnisse zu erwarten.
Auch Fortgeschrittene können nach stundenlanger Arbeit noch neue Perspektiven für die Silhouetten-Fotografie finden, was sie so interessant für Fotografen macht. Die Einfachheit der Bildgestaltung erlaubt es jedoch nicht nur elitären Kreisen, ansprechende Ergebnisse zu erzielen, sondern auch dem Einsteiger. Dennoch ist ein wenig Übung erforderlich, um die Komposition des Bildes oder die Kameraeinstellungen so zu wählen, dass das Ergebnis den Vorstellungen entspricht oder diese sogar übertrifft. Bereits in einem abgedunkelten Raum mit einer Lichtquelle können Fotos mit Silhouetten geschossen werden, so dass mit minimalsten Mitteln geübt und ausprobiert werden kann.

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Einführung in die Unterwasserfotografie http://www.pixopolis.de/magazin/fotoschule/einfuehrung-in-die-unterwasserfotografie/ Fri, 17 Feb 2017 16:40:54 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=637 Fantastisch anmutende Pflanzen, Tiere und Landschaften gibt es nicht nur auf fernen Kontinenten oder gar in fiktiven Galaxien, sondern auch oft in unmittelbarer Nähe. Im Meer oder im Badesee gibt es Einblicke in eine Flora und Fauna, die wir höchstens aus Dokumentationen oder Magazinen kennen und die mit der uns gewohnten Natur nicht viel gemeinsam […]

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Fantastisch anmutende Pflanzen, Tiere und Landschaften gibt es nicht nur auf fernen Kontinenten oder gar in fiktiven Galaxien, sondern auch oft in unmittelbarer Nähe. Im Meer oder im Badesee gibt es Einblicke in eine Flora und Fauna, die wir höchstens aus Dokumentationen oder Magazinen kennen und die mit der uns gewohnten Natur nicht viel gemeinsam haben. Immer mehr Hobbytaucher können mit moderner Technik auch kostengünstig ihre Expeditionen unter Wasser festhalten. Damit die Fotos am Ende auch die Erlebnisse angemessen widerspiegeln, helfen folgende Tipps.

Die Unterwasserwelt hat einen ganz besonderen Reiz, dem die meisten Menschen kaum widerstehen können. Dokumentationen über die Pflanzen und Tiere im Ozean erfreuen sich konstanter Beliebtheit und gerade die wärmeren Regionen der Erde sind beliebte Ziele für Tauchtourismus. Die seichten, klaren und vor allem lebendigen Gewässer locken Touristen aus aller Welt in die tropischen und subtropischen Gebiete. Als Einsteiger dient allerdings auch der lokale Baggersee im Sommer als ideale Gelegenheit, die Tauchgänge und die Unterwasserfotografie zu üben. Immerhin sind die Bewegung und der sichere Umgang mit der Tauchausrüstung so gut zu beherrschen, dass die Kamera keine gefährliche Ablenkung darstellt. Bevor die Kamera mit auf die Tauchgänge genommen wird, muss eine gewisse Erfahrung vorausgesetzt werden können.

Die Location

Zwar reicht für die ersten Übungsaufnahmen auch der eigene Swimming Pool oder das öffentliche Schwimmbad, allerdings kommt in den sterilen Becken schnell Langeweile auf. Im Baggersee oder in anderen möglichst klaren Gewässern kann der nächste Schritt unternommen werden, indem mit voller Ausrüstung getaucht wird. Auch die Gewöhnung an die Kamera, die logischerweise die Bewegungen unter Wasser behindert, muss geübt sein. Erst dann kann es in tiefere Gewässer oder ins offene Meer gehen. Hier sind natürlich die warmen Gewässer besonders reizvoll, da das Wasser automatisch klarer, angenehm warm und auch mit exotischem Leben gefüllt ist. Tauchexkursionen werden in den meisten tropischen Küstenorten angeboten, besonders Südostasien ist für den Tauchertourismus bekannt.

Die Tauchausrüstung

Wer sich bis hierher noch wenig mit der gesamten Materie des Tauchens beschäftigt hat, aber dennoch von Expeditionen zu gesunken Wracks in exotischen Ländern träumt, der sollte zumindest einen Überblick über die notwendige Ausrüstung für solche Ausflüge haben. Immerhin reichen nicht für jeden Tauchgang eine Taucherbrille und eine Badehose. Sobald die Tauchgänge länger andauern und in tiefere Gefilde führen sollen, sind eine Sauerstoffflasche, Taucherflossen und ein Neoprenanzug kaum mehr umgänglich. Das Nutzen dieser Gerätschaften erfordert darüber hinaus einen Tauchschein. Für diese essentiellen Voraussetzungen muss schon vergleichsweise viel Geld aufgewendet werden, so dass die Kamera samt Zubehör nicht mehr die einzige mögliche Investition wäre.

Die Kamera

Wer also auf eine kleine Reise zum See oder auf eine große Reise in fremde Ozeane geht, sollte sich schon im Vorfeld für die optimale Ausstattung entscheiden. Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, unter Wasser zu fotografieren. Die einfachste Variante wäre dabei auf wasserdichte Digitalkameras oder sogar Smartphones zurückzugreifen. Einige dieser Geräte erlauben Tauchgänge bis in Tiefen von mehreren Metern. Eine andere Möglichkeit ist die Abdichtung der Kamera durch spezielle Unterwassergehäuse, wie es auch bei Action Cams gängig. Diese Gehäuse sind auf einzelne Kameramodelle abgestimmt und haben dadurch den Vorteil, dass die Kameras optimal abgedichtet sind. Allerdings lässt das Gehäuse oft kaum mehr als das Betätigen des Auslösers zu, so dass schon ein guter Automatikmodus vorausgesetzt wird, um auch ansprechende Fotos schießen zu können. Die professionelle Lösung besteht derweil aus speziell für die Unterwasserumgebung angefertigten Kameras, die allerdings gerne und schnell vierstellige Summen kosten. Dafür bieten solche Kameras alle nötigen Funktionen und eine Dichte, die perfekte Unterwasserfotos ermöglicht.
Je nachdem, wie professionell die Unterwasserfotografie betrieben werden soll und wie hoch das Budget für die Anschaffung ausfällt, unterscheiden sich auch die Ergebnisse je nach eingesetzter Kamera. Die Auflösung von Smartphones oder günstigen Digitalkameras oder Action Cams ist gerade unter Wasser oft wenig überzeugend. Für Urlaubsschnappschüsse reichen diese Geräte zwar definitiv aus, wer sich jedoch höchste Qualität von den Fotos verspricht, sollte dann doch zu einer speziellen Unterwasserkamera oder zumindest zur DSLR oder Digitalkamera samt Unterwassergehäuse greifen.

Das Zubehör

Um die Unterwasserlandschaften so richtig in Szene zu setzen, gerade in dunklen Abschnitten, muss auf die Hilfe eines Unterwasserblitzes zurückgreifen. Dieser funktioniert wie das oberirdische Pendant und erhellt die Szenerie als externe Lichtquelle. Unterwasserfotografen schwören dabei oft auf Ringblitze oder andere entfesselte Varianten, um ganze Bereiche oder einzelne Objektive mehrdimensional zu beleuchten. In trüben Gewässern, in großer Tiefe oder bei Nacht sind permanente LED-Unterwasserleuchten oder LED-Videoleuchten unausweichlich. Problematisch werden diese Lichtquellen allerdings dann, wenn im Wasser viele Schwebeteilchen vorhanden sind, was besonders in unseren Breitengraden der Fall ist. Diese Teilchen reflektieren nämlich das einfallende Licht und verhindern eine gute Sicht. Hier helfen sogenannte Diffusoren, die als Filter vor den Blitz oder vor die Videoleuchte angebracht wird und das Licht abschwächen.
Wer auch unter Wasser Gebrauch von einer Kamera mit Wechseloptik machen kann, sollte entsprechend auf Festbrennweiten mit hoher Lichtstärke setzen. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Kamera inklusive des Objektivs auch in das Unterwassergehäuse passt. Gerade Makro-Objektive eignen sich zwar wunderbar für Aufnahmen von Lebewesen oder Pflanzen, sind in ihrer Form aber tendenziell eher größer als ein Standardobjektiv und damit oft zu groß für die gewöhnlichen Gehäuse. Da der manuelle Zoom bei den meisten Gehäusen ebenfalls nicht funktioniert, sind solche Kameras empfehlenswert, die über einen digitalen Zoom verfügen.

Die Einstellungen

Hier unterscheiden sich zwei essentielle Einstellungen je nach der Wahl des Motivs. Sollen einzelne Objektive wie Tiere oder Pflanzen abgebildet werden und durch einen unscharfen Hintergrund betont werden, setzt es eine weit geöffnete Blende voraus. Sollen Panorama- oder Landschaftsaufnahmen unter Wasser getätigt werden, kann die Blendenzahl schon gerne einmal f/12 oder höher betragen. Die Verschlusszeit sollte durch die stetige Bewegung jedoch nicht jenseits von 1/50 Sekunden liegen, da es sonst schnell zu Verwischungen kommen kann. Gerade, wenn das Motiv lebendig ist und sich schnell bewegt, kann die Verschlusszeit auch gerne 1/200 Sekunden betragen. Die Differenz zwischen beiden Parametern sollte über die ISO ausgeglichen werden, wobei auch hier nicht mehr als 800 empfohlen werden, um rauschfreie Ergebnisse zu garantieren.
Beim Fotografieren von Objekten sollte darauf geachtet werden, dass diese möglichst auf gleicher Höhe abgelichtet werden oder von einem minimal tieferen Standpunkt. Hilfreich ist bei Tieren oder Pflanzen auch immer eine detailreiche Umgebung für den Maßstab.

Wer über das nötige Equipment verfügt, dem steht mit diesen Hinweisen nichts mehr im Wege. Das nächste Schwimmbad oder der nächste Badesee sollten für die ersten Testshots dienen, bevor es hinaus auf hohe See geht. Erst wenn die Ausrüstung perfekt beherrscht wird, können überhaupt gute Fotos entstehen. Im schlimmsten Fall sinkt sonst die Kamera bei einer falschen Bewegung auf den Grund des Meeres. Der Grund des Schwimmbeckens ist da schon viel leichter zu erreichen. Immerhin haben so auch die Fotografen und Filmer, die nun für renommierte Magazine und Fernsehanstalten arbeiten, angefangen. Dokumentationen oder Reportagen können übrigens auch ideal als Inspiration für die zukünftigen Ausflüge dienen.

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Photoshop Basics – Freistellmethoden für Anfänger http://www.pixopolis.de/magazin/fotoschule/photoshop-basics-freistellmethoden-fuer-anfaenger/ Mon, 13 Feb 2017 16:38:11 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=602 Bei einem Blick auf die Werbeanzeigen in Magazinen oder auf Werbetafeln an den Hochhäusern in der Stadt kann man es schnell schon mal mit einem Anflug von erbittertem Neid zu tun kriegen. Die Models haben so tolle Figuren, so volles Haar, weiße Zähne und befinden sich nicht selten an sonnigen Traumständen. Wer allerdings einmal Zeuge […]

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Bei einem Blick auf die Werbeanzeigen in Magazinen oder auf Werbetafeln an den Hochhäusern in der Stadt kann man es schnell schon mal mit einem Anflug von erbittertem Neid zu tun kriegen. Die Models haben so tolle Figuren, so volles Haar, weiße Zähne und befinden sich nicht selten an sonnigen Traumständen. Wer allerdings einmal Zeuge eines solchen Foto-Shootings wurde, weiß, solche Anzeigen sind mehr Schein als Sein. Das Zauberwort heißt Photoshop. Mit ein paar Mausklicks wird der Bauch dünner, werden die Muskeln größer, die Zähne weißer und der Greenscreen wird zum Strand. In dem ersten Tutorial der Photoshop Basics befassen wir uns mit Letzterem, also dem Freistellen eines Objekts und die Platzierung vor einen Hintergrund.

Eines der wohl am häufigsten benutzten Photoshop Anwendungen ist das Freistellen. Zu Recht, denn es ist ein nützliches Werkzeug, um störende oder unpassende Objekte zu entfernen oder auszutauschen. Als gängiges Mittel der Bildbearbeitung für beispielsweise Werbeplakate, Fotos oder auch Logos, gehört es zum Einmaleins des Designs und sollte in das Repertoire eines jeden guten (Hobby)-Designers gehören. Hierbei bietet Photoshop verschiedene Methoden an, die für unterschiedliche Bildeigenschaften geeigneter sind als andere. Die entsprechenden Werkzeuge sind in der Werkzeugleiste, die meistens links der Arbeitsfläche angesiedelt ist, enthalten. Zuerst öffnen wir nacheinander die Dateien, die kombiniert werden sollen. Anschließend beginnt der Prozess der Freistellung, für den verschiedene Werkzeuge zur Verfügung stehen.

Schnellauswahl-Werkzeug

Wie der Name schon vermuten lässt, eignet sich Das Schnellauswahl-Werkzeug für ein rasches, nicht zwingend präzises Freistellen. Es wählt Bildbereiche mit gleichen oder ähnlichen Farbwerten aus. Vorteilhaft sind hier also Bilder mit hohem Kontrast oder flächigen Darstellungen, weniger Bilder mit ähnlichen Farbwerten. Die Auswahl entsteht, indem manuell ein Bereich mit der Maus ausgewählt und vom Programm dann durch Farbauswertung erweitert wird. Mit gleichzeitigem gedrückt halten der linken Maus- und der Alt- Taste, lässt sich die Auswahl eines bestimmten Bereiches wieder aufheben.

Zauberstab-Werkzeug

Der Zauberstab eignet sich ebenfalls eher für kontrastreiche Bilder. Es wertet ebenfalls Farbwerte der näheren Umgebung einer bestimmten Stelle des Bildes aus. Mit Hilfe des Zauberstab – Werkzeuges wird im Gegensatz zu seinem Vorgänger, automatisiert ein Bereich ausgewählt, in dem einfach auf eine Stelle des Bildes geklickt wird.

Bei den ersten beiden Instrumenten lohnt es sich auf jeden Fall, die Photoshop-Funktion „Kante verbessern“ zu nutzen. Hierbei können ungenaue Stellen abgerundet werden. Diese Funktion versteckt sich unter dem Reiter „Auswahl“ > „Auswahl verändern“.

Zeichenstift-Werkzeug

Um detailreiche, komplexe Objekte freizustellen, ist das Zeichenstift-Werkzeug gut geeignet. Hierbei werden die Umrisse manuell mit einem Zeichenstift punktartig umrandet und am Ende zu einem geschlossenen Objekt durch nochmaliges klicken auf den Startpunkt geschlossen. Bei Rundungen ist zu empfehlen, die Ankerpunkte einzeln anzufassen und in eine beliebige (runde) Form zu bringen, was ein wenig Übung bedarf, aber dennoch ein hilfreicher Trick ist.
Freiform-Zeichenstift-Werkzeug
Da manuelle Punktierung sehr aufwendig ist, kann für etwas weniger detailreiche Formen die Erweiterung des Zeichenstift-Werkzeugs genutzt werden. Mit dem Freiform-Zeichenstift-Werkzeug lassen sich die Objekte wie mit einem Stift einfach umrunden. Diese Form des Freistellens lässt sich vor allem für das Zeichnen an einem Grafiktablett empfehlen.

Lasso-Werkzeug

Das Lasso-Werkzeug wird ebenfalls Freihand bedient und ist deswegen für Grafiktablett-Nutzer zu empfehlen. Das Lasso-Werkzeug wird beim Loslassen der Maustaste automatisch geschlossen, indem zwischen Startpunkt und aktueller Position der Maus eine gerade Linie gezogen wird.
Polygon-Lasso-Werkzeug
Das Polygon-Lasso ist vor allem dann nützlich, wenn mehrere Kanten vorhanden sind, da sie nach dem ersten Klick bis zum jeweiligen nächsten Punkt gerade Linien ziehen.
Magnetisches-Polygon-Lasso-Werkzeug
Dieses abgewandte Lasso-Werkzeug legt sich automatisch wie ein Magnet an Kanten und ist somit besonders für eckige Flächen geeignet. Mit einem Doppelklick kann die Auswahl geschlossen werden.

Diese vier Arten von Auswahlwerkzeugen gelten als die Standardanwendungen für Freistellungen bei Photoshop. Um ein Gefühl für den Einsatz und Umgang mit den Werkzeugen zu bekommen lohnt es sich, ein wenig herum zu probieren und verschiedene Arten auszutesten, da mit der richtigen Methode viel Zeit gespart werden kann. Mit ein wenig Übung lassen sich die Werkzeuge wie von alleine anwenden.

Nach dem Freistellen muss das betreffende Objekt nur noch mit dem Verschieben-Werkzeug in das zweite Dokument in der Leiste geschoben werden. Dort kann es mit selbigem Werkzeug entsprechend positioniert werden und anschließend noch von der Größe her angepasst. Um die Gesamtkomposition noch zu verfeinern, können zusätzlich Schatten, Farbwerte oder weitere Filter angewandt werden. Es reicht nämlich nicht, seinen Körper an den Strand zu montieren, beide Bilder müssen auch aneinander angepasst werden, um am Ende eine täuschend echte Montage zu haben.

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Alte Schätze – Analoge Objektive für die DSLR http://www.pixopolis.de/magazin/fotoschule/analoge-objektive-fuer-die-dslr/ Thu, 09 Feb 2017 16:34:29 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=567 Konica Minolta, Exakta, Cosinon oder Porst – diese Namen mögen dem einen oder anderen Besitzer einer DSLR oder DSLM heutzutage nicht mehr viel sagen, doch zu Zeiten der analogen Fotografie waren sie jedem Fotografen ein Begriff. Während all diese und noch viele weitere Hersteller von Kameras, Objektiven und Zubehör mittlerweile nicht mehr produzieren, werden die […]

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Konica Minolta, Exakta, Cosinon oder Porst – diese Namen mögen dem einen oder anderen Besitzer einer DSLR oder DSLM heutzutage nicht mehr viel sagen, doch zu Zeiten der analogen Fotografie waren sie jedem Fotografen ein Begriff. Während all diese und noch viele weitere Hersteller von Kameras, Objektiven und Zubehör mittlerweile nicht mehr produzieren, werden die alten Geräte noch immer genutzt – Relikte, die heute alte Schätze für Fotografen und Sammler sind.

Analoge Kameras aus dem alten Jahrhundert haben gewiss ihren Reiz für Besitzer einer DSLR oder DSLM oder hippe Teenager mit Faible für die Vergangenheit – der eigentliche Star des letzten Jahrhunderts sind aber ohne Zweifel die Objektive – beliebt bei Profi-Fotografen und Sammlern gleichermaßen. In Internetbörsen, auf dem Flohmarkt oder bei Antiquitätenhändlern gehen die Gläser für wenig bis bemerkenswert viel Geld über den Tresen, so dass noch immer von einem Hype um die alten Linsen gesprochen werden muss. Warum erfreuen sich alte analoge Objektive aber noch immer einer solchen Beliebtheit?

Gemeine Gewohnheit

Viele analoge Objektive sind oft so alt oder sogar älter als die Besitzer selbst, oft also einige Jahrzehnte alt, und die Objektive sind oft ebenso lang im Besitz geblieben. Einige der neueren Kamerasysteme wie Sony oder Panasonic waren damals noch gar nicht auf dem Kameramarkt aktiv. Neben Canon und Nikon gab es eben andere Hersteller, die heute teilweise schon wieder in der Versenkung verschwunden sind. Besitzer einer Canon- oder Nikon-Kamera haben natürlich auch vor diesen Jahrzehnten bereits gute Objektive besessen und trotz aller technischen Fortschritte bleibt gutes Glas gutes Glas. Besonders Canon hat über die Jahre mehrere Generationen an Objektiven hervorgebracht – mit unterschiedlichen Anschlüssen und unterschiedlichen Vorzügen. Doch die guten älteren Objektive waren auch später immer noch gut und konnten leicht über Adapter an den neueren Kameramodellen verwendet werden, was bis heute gängige Praxis ist. Wer sich einmal an ein gutes Objektiv gewöhnt hat, tauscht es nicht alle paar Jahre für ein moderneres Modell ein, heißt es in diesem Zusammenhang oft.

Günstiges Glas

Ein großer Vorteil der alten analogen Objektive gegenüber ihren digitalen Verwandten ist eindeutig der Preis. Viele lichtstarke Standardobjektive mit der beliebten 50 mm Brennweite gibt es für einige wenige dutzend Euros zu kaufen. Digitale Produkte, die ähnlich lichtstark sind, kosten schnell mehrere hundert Euro. Für Einsteiger lohnt sich also oft der Kauf auf dem Flohmarkt oder bei einer Kamerabörse, denn die Qualität vieler alter Objektive war und ist immer noch hervorragend. Allerdings befinden sich zwischen den Schätzen auch immer Ramsch, der schon damals mindere Qualität hatte und dementsprechend auch heute nicht viel wert ist. Diese Qualitätsunterschiede zu erkennen, erfordert eine gute Nase, Erfahrung oder Zeit für die Suche in Internetforen, die sich mit den alten Objektiven befassen. Generell gilt: Kratzer im Glas, Schimmel oder Staub im Inneren oder defekte Fokusringe sind klare Argumente gegen den Kauf. Äußerliche Makel wie Dellen, Kratzer oder Rostspuren stören bei der Verwendung nicht oder sind leicht zu reparieren.

Starker Charakter

Ein wichtiger Grund für viele Sammler und Fotografen, zum alten Glas zu greifen, ist der markante Charakter vieler alter Objektive. Oft wird dabei angeführt, dass heutige digitale Objektive alle ähnlich abbilden. Weiches Bokeh und weiche Kanten ohne viel individuelle Prägung – sehr gut zwar, doch wenig hervorstechend eben. Unter älteren Objektiven gibt es eine größere Bandbreite an Eigenschaften – von traumhaft weich, über interessant kantig bis hin zu abscheulich verzerrt. Dennoch bieten einige dieser Objektive eine willkommene Abwechslung zu den vielen und unverwechselbaren modernen Objektiven. So erklärt es sich auch, dass die Objektive solche beliebten Sammelgegenstände sind.

Analoge Objektive an digitalen Kameras

Wer mit alten Objektiven an modernen digitalen Kameras fotografieren möchte, muss auf den einen oder anderen Luxus verzichten. Der größte davon heißt Autofokus und ist einer der größten Errungenschaften des digitalen Zeitalters der Fotografie. Darauf zu verzichten ist nicht Jedermanns Sache, ein Anderer braucht den Autofokus hingegen gar nicht, da er ohnehin nur manuell fotografiert. Auch andere Vorzüge der digitalen Verbindung zwischen Kamera und Objektiv gibt es bei den analogen Vertretern ihrer Gattung nicht: die automatische Blendeneinstellung ist so ein Beispiel. Wer diese Vorzüge nicht unbedingt braucht für seine Zwecke, muss nur noch irgendwie das Objektiv an der Kamera befestigen können.
Die digitalen Kameras haben allesamt Anschlüsse, die auf ihre digitalen Objektive zugeschnitten sind. Ältere Objektive oder Objektive von anderen Anbietern nicht einfach so – die Lösung heißt Adapter. Mit Adaptern können verschiedene Systeme miteinander verbunden werden, aber Achtung: Je dicker der Adapter, desto stärker verändert sich auch die Brennweite des Objektivs. Die Adapter gibt es sowohl im Fachgeschäft als auch im Internet überall zu kaufen.
Ist das Objektiv mit der Kamera verbunden, steht der analog-digitalen Fotografie nichts mehr im Wege. Ein paar Hinweise seien trotzdem noch mit auf den Weg gegeben. Durch eine fehlende elektronische Verbindung zwischen Kamera und Objektiv wird dieses auch nicht erkannt. Automatische Modi und Funktionen entfallen bei der Verwendung von analogen Objektiven. Bei vielen Kameras muss sogar erst die Funktion „Auslösen ohne Objektiv“ eingeschaltet werden, um ohne eine elektronische Verbindung überhaupt Fotos machen zu können.
Ohne funktionierenden Autofokus und ohne automatische Blendeneinstellung empfehlen sich der manuelle Modus und eine sehr kurze Verschlusszeit, um verwackelte Aufnahmen zu vermeiden. Wer Schwierigkeiten hat bei der hohen Lichtstärke, den Fokus manuell richtig zu setzen, ist mit einer höheren Blende am Anfang erst einmal gut beraten, bis die Handhabung mit dem manuellen Fokus besser gelingt. Wer auf den automatischen Fokus nicht verzichten mag, ist hingegen auch mit analogen Objektiven schlecht beraten. Zum Experimentieren sind die Gläser aber allemal geeignet und vielleicht entdeckt der eine oder andere Fotograf ja seine Leidenschaft für die charakterstarken und markanten Linsen.

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