Design – Magazin für Druck und Design http://www.pixopolis.de/magazin Tipps und Anleitungen für gelungene Druckprodukte Wed, 30 Aug 2017 20:13:47 +0000 de-DE hourly 1 Von der Bleistiftskizze zur Vektorgrafik mit Adobe Illustrator http://www.pixopolis.de/magazin/design/von-der-bleistiftskizze-zur-vektorgrafik-mit-adobe-illustrator/ Fri, 07 Jul 2017 14:08:50 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=599 Papier oder Grafikprogramm – diese Frage stellt sich für viele Designer und Grafiker gar nicht, denn die Antwort lautet oft: Beides. Skizzen, Kritzeleien und erste Designs finden nämlich auch bei den Profis noch mit Bleistift und Papier den Weg aus dem Kopf in die Realität. Bearbeitet werden die Skizzen allerdings häufig am Computer. Dafür werden […]

Der Beitrag Von der Bleistiftskizze zur Vektorgrafik mit Adobe Illustrator erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Papier oder Grafikprogramm – diese Frage stellt sich für viele Designer und Grafiker gar nicht, denn die Antwort lautet oft: Beides. Skizzen, Kritzeleien und erste Designs finden nämlich auch bei den Profis noch mit Bleistift und Papier den Weg aus dem Kopf in die Realität. Bearbeitet werden die Skizzen allerdings häufig am Computer. Dafür werden die Entwürfe vektorisiert.

Rund 2000 Jahre gibt es das Material Papier bereits und genauso lange dient der Werkstoff nicht nur als Schriftträger, sondern auch als Träger von Bildnissen, Grafiken oder Illustrationen. Schon seit frühester Kindheit gehört Papier für uns zum Alltag – als Taschentuch, Kinderbuch oder als Malpapier. Kein Wunder also, dass der Stoff einen so hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft einnimmt. Selbst die Digitalisierung hat den analogen Schriftträger nicht verbannt, sondern koexistiert friedlich mit dem Papier. Die Abhängigkeit zwischen Papier und digitalen Grafikformaten wie JPEG ist am besten zu beobachten beim Designprozess. Hier entsteht die ursprüngliche Skizze noch oft mit Bleistift auf einem Blatt Papier und wird anschließend am Computer vektorisiert und dort weiterverarbeitet. Diesen Vektorisierungsprozess brechen wir im Folgenden auf fünf Schritte herunter und zeigen, wie einfach die Digitalisierung von Skizzen auf Papier ist.

Vorteile der Vektorgrafik

Vektorisieren bedeutet, dass die Grafik nicht pixelbasiert ist, sondern auf geometrisch definierten Grundelementen oder auch Primitiven. Diese sind nicht starr zusammengesetzt, vielmehr basieren sie auf einer Art Bildbeschreibung. Dadurch lässt sich die Grafik später bei der Bearbeitung beliebig skalieren, ohne dass die Auflösung darunter leidet oder es zu Verzerrungen kommt.

Schritt 1

Zuerst benötigen wir natürlich eine Skizze auf einem Blatt Papier. Die Größe des Papiers sollte so gewählt werden, dass der heimische Scanner dafür auch ausreicht – das wäre in den meisten Fällen höchstes DinA4. Selbstverständlich kann auch ein kleineres Format gewählt werden, denn auf dem Computer lässt sich die Grafik ohnehin beliebig vergrößern. Wichtig ist aber auch, dass das Format nicht so klein ist, dass Feinheiten des Entwurfs nicht gut erkennbar sind. Zur besseren Sichtbarkeit – auch für den Scanner – werden die Bleistiftstriche der Skizze vor dem Scanvorgang mit einem Fineliner oder einem ähnlichen Stift nachgezogen. Generell empfiehlt sich eine schwarz-weiße Skizze, da Farben ohnehin mit den Bearbeitungsprogrammen eingefügt werden können.

Schritt 2

Als nächstes muss das Bild digitalisiert werden, also entweder gescannt oder fotografiert. Da ein Foto mit der entsprechenden Qualität nicht immer einfach umzusetzen ist, greifen wir zum Scanner, der das Bild immerhin gleichmäßig belichtet und exakt abbildet. Wichtig ist, dass die Auflösung beim Scannen mindestens bei 300 dpi liegen sollte. Das Dateiformat ist nicht entscheidend, hier reicht auch schon das standardmäßige JPEG.

Schritt 3

Der Scanner speichert das Bild stets als pixelbasierte Grafik. Mit dem Programm Adobe Illustrator, das zum Standardrepertoire eines Grafikers gehört, wird diese aber in eine Vektorgrafik umgewandelt. Selbstverständlich ist dieser Vorgang auch mit anderen Programmen wie beispielsweise Inkscape möglich, doch da die Adobe Creative Suite in der Kreativbranche als Referenz gilt, orientieren wir uns an der Software von Illustrator. Dazu öffnen wir zunächst die gescannte Grafik in dem Programm und anschließend das Fenster „Bildnachzeichner“. Hier können wichtige Einstellungen für die Vektorisierung vorgenommen werden wie zum Beispiel die Wahl des Farbmodus. Zur Vereinfachung des Vorgangs wählen wir den Modus „Schwarzweiß“. Mit der Option „Vorschau“ können sämtliche Änderungen in einem extra Fenster nachvollzogen werden, um das gewünschte Ergebnis immer im Blick zu haben. Unter dem Reiter „Vorgabe“ versteckt sich das Nachzeichnerwerkzeug. Wählen wir hier eine Vorgabe, zeigt die Vorschau direkt das spätere Ergebnis an. Im erweiterten Bereich können schließlich noch die Ecken nachgezeichnet oder das Farbrauschen minimiert werden. Je nachdem, wie das Wunschergebnis aussehen soll, kann mit den Optionen entsprechend herum experimentiert werden. Um den Vektorisierungsvorgang durchzuführen klicken wir auf den Button „Umwandeln “, der sich mittig über der Arbeitsfläche befindet.

Schritt 4

Da die Grafik nun wie von uns eingestellt in Schwarz-weiß erscheint, kann diese nun beliebig koloriert werden. Dafür rufen wir das „Interaktiv-malen-Werkzeug“ (Tastenkürzel K) auf und wählen unter „Fenster“ > „Farbbibliotheken“ die gewünschte Farbe aus. Geschlossene Bereiche können nun gefärbt werden.

Schritt 5

Die Vektorgrafik eignet sich nun zur weiteren Bearbeitung in anderen Programmen, wenn dies gewünscht ist. Die Programme und Dateiformate von Adobe sind untereinander kompatibel, so dass die Datei beispielsweise mit Photoshop weiterbearbeitet werden kann. Die Größe ist dabei frei anpassbar ohne verlustreiche Verzerrungen fürchten zu müssen. Selbstverständlich können die Dateien auch als JPEG oder GIF exportiert werden, um sie etwa anderen Personen mit Standardsoftware zu zeigen. Dann sind die Grafiken allerdings nicht mehr frei skalierbar.

Mit diesen einfachen Schritten ist die integrative Designarbeit mit analogen Skizzen und digitaler Bearbeitung ein Kinderspiel. Mit den weiteren Funktionen von Adobe Illustrator und Photoshop sind die kreativen Grenzen nach oben hin offen, aber für den Anfang sollten diese Schritte ausreichen, um die ersten Grafikentwürfe zu digitalisieren.

Der Beitrag Von der Bleistiftskizze zur Vektorgrafik mit Adobe Illustrator erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Adobe Photoshop vs. GIMP – welche Bildbearbeitungssoftware lohnt sich mehr? http://www.pixopolis.de/magazin/design/adobe-photoshop-vs-gimp-welche-bildbearbeitungssoftware-lohnt-sich-mehr/ Wed, 15 Mar 2017 15:42:24 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=595 Programme zur einfachen Bildbearbeitung gibt es wie Sand am Meer. Auf den meisten PCs und Notebooks sind bereits Standardprogramme vorinstalliert, die die grundlegendsten Funktionen zur Bearbeitung beinhalten. Allerdings sind diese für höhere Ansprüche nicht mehr geeignet. Wer ein ambitionierteres Programm benötigt, ist bei der Entscheidungsfindung mit einer schier endlosen Auswahl konfrontiert – schwierig also, einen […]

Der Beitrag Adobe Photoshop vs. GIMP – welche Bildbearbeitungssoftware lohnt sich mehr? erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Programme zur einfachen Bildbearbeitung gibt es wie Sand am Meer. Auf den meisten PCs und Notebooks sind bereits Standardprogramme vorinstalliert, die die grundlegendsten Funktionen zur Bearbeitung beinhalten. Allerdings sind diese für höhere Ansprüche nicht mehr geeignet. Wer ein ambitionierteres Programm benötigt, ist bei der Entscheidungsfindung mit einer schier endlosen Auswahl konfrontiert – schwierig also, einen Favoriten zu finden. Von zwei bestimmten Programmen hört und liest man aber dennoch immer wieder – Adobe Photoshop und GIMP. Zwei Programme mit unterschiedlichen Voraussetzungen aber auf den ersten Blick ähnlichen Leistungen. Der größte Unterschied ist der Preis: Während GIMP als Open Source-Software kostenlos ist, kostete Photoshop stets über hundert Euro und ist mittlerweile nur noch als Abonnement mit einer monatlichen Rate bei Adobe erhältlich. Welches Programm eignet sich aber für welche Ansprüche? Und was sind die Alternativen?

Vorinstallierte Bildbearbeitungssoftware

Windows, Mac und Linux verfügen allesamt über vorinstallierte Programme zur Vorschau von Fotos und Bildern. Je nach Version ist in einigen der Programme auch eine Funktion zur Bildbearbeitung integriert. Diese ist zwar auf die grundlegendsten Aufgaben beschränkt, reicht für ebenso grundlegende Aufträge jedoch oft schon aus. Ein Foto zu drehen, zu spiegeln oder zurechtzuschneiden ist mit den Programmen kein Problem. Auch die Helligkeit, der Kontrast oder die Sättigung des gewählten Bildes können kinderleicht verändert und angepasst werden, allerdings hören bei vielen Standardprogrammen die Funktionen hier auch schon auf. Wer höhere Ansprüche hat und noch mehr aus seinen Bildern rausholen möchte, vielleicht sogar im RAW-Format Fotos schießt, kommt mit den vorinstallierten Programmen nicht weit. Der Griff zu einem höherwertigen Programm ist nicht zu vermeiden.

GIMP vs. Photoshop – Die Unterschiede

GIMP (GNU Image Manipulation Program) ist wohl das bekannteste kostenlose Bildbearbeitungsprogramm auf dem Markt und nicht nur deswegen sehr beliebt. Die Software gibt es für Windows, Mac und Linux und ist Photoshop von Adobe damit in einem Punkt voraus. Denn Photoshop wird auf dem Linux-Betriebssystem nicht unterstützt, was Linux-Nutzern die Wahl im Prinzip schon abnimmt.
Erst einmal installiert, haben beide Programme einen ähnlichen Aufbau. Werkzeugleisten mit den Tools zur Bearbeitung sowie ein Fenster für die gewählte Datei bilden den optischen Kern beider Programme. Bei einem Vergleich der Werkzeuge hat Photoshop leicht die Nase vorn, obwohl die Palette beider Programme sehr überzeugend ist im Vergleich mit sonstiger Bildbearbeitungssoftware. Photoshop hat zum Beispiel den Vorteil, den CMYK-Standard zu unterstützen, der vor allem bei Fotografiedrucken zum Einsatz kommt, während GIMP sich vollkommen auf RGB verlässt. Ein weiterer Punkt geht an Photoshop für die problemlose Unterstützung von Grafiktabletts, die bei GIMP nicht immer reibungslos verläuft.
Der Vergleich der Performance spricht allerdings erst einmal für das kostenlose GIMP. Die niedrigen Systemanforderungen ermöglichen ein einwandfreies Arbeiten mit der Software auch an älteren PCs. Photoshop hingegen nimmt viel Speicherplatz und viel Arbeitsspeicher in Anspruch und überfordert besonders mit letzterem viele ältere Rechner. Bei der Verwendung auf einem PC mit ausreichend Arbeitsspeicher setzt sich Photoshop dann aber doch mit einer flüssigeren und schnelleren Performance – besonders bei großen Dateien – durch.
Einen wichtigen Vorzug bietet Photoshop dann doch noch: Die Unterstützung von RAW-Formaten bleibt dem Adobe-Programm vorbehalten. GIMP kann die unkomprimierten Formate nicht ohne zusätzliche Add-Ons öffnen, was für ambitionierte Fotografen ein auschlaggebendes Argument für Photoshop wäre.
Obwohl beide Programme auf den ersten Blick ähnlich aufgebaut sind, stecken gerade in den kleinsten Feinheiten die größten Unterschiede. Die Bedienung ist – obwohl grundsätzlich ähnlich – in Nuancen doch grundverschieden, so dass die Bedienerfreundlichkeit sehr subjektiv ist. Der Vorteil von Photoshop dabei ist, dass dieses Programm durch Adobe selbst (zum Beispiel durch die Webinare von Adobe) aber auch durch massenhaft „selfmade“ Tutorials übermäßig dokumentiert ist, während Anleitungen und Tutorials zu GIMP sich größtenteils auf Hinweise der Nutzer selbst beschränken. Damit liegt GIMP aber aufgrund seiner Beliebtheit immer noch vor den meisten anderen Programmen zur Bildbearbeitung.

Fazit

Abschließend muss festgestellt werden, dass die Bildbearbeitungssoftware Adobe Photoshop der kostenlosen Variante GIMP in den meisten Belangen voraus ist. Eine bessere Performance und Kompatibilität mit externen Geräten sprechen für sich, haben aber auch ihren Preis. Zum einen in Form von einer hohen Auslastung des Arbeitsspeichers, dann aber natürlich auch finanziell. Das kostenlose GIMP wird für Privatpersonen und Firmen, die nicht sehr oft und nicht professionell mit dem Programm arbeiten müssen, daher wahrscheinlich immer die erste Wahl sein. Die Funktionen von GIMP reichen für die meisten Aufgaben völlig aus. Erst, wenn professionelle Ansprüche kommen, ist Photoshop wirklich alternativlos. Allerdings hat Photoshop noch einen weiteren eindeutigen Vorteil. Und zwar sind die Programme der Adobe Creative Suite – dazu zählen unter anderem noch Adobe Premiere, InDesign oder Illustrator – untereinander kompatibel und bauen teilweise aufeinander auf. Wer ohnehin viel mit unterschiedlichen Bildbearbeitungs-, Schnitt- oder Designprogrammen arbeitet, ist mit der Creative Suite doch sehr gut beraten.

Alternativen

Adobe Photoshop und GIMP decken das Spektrum an Software zur Bildbearbeitung schon sehr gut ab. GIMP hat als kostenloses Programm erstaunlich viele Funktionen und eine gute Performance, Photoshop hingegen ist noch immer das Nonplusultra der Szene, kostet aber auch dementsprechend. Andere Hersteller versuchen sich immer wieder mit ihren Produkten dazwischen anzusiedeln – mal mehr und mal weniger erfolgreich. Immerhin gibt es mit Corel Paintshop, ACDSee oder spezieller Software von Magix oder Franzis gute bis sehr gute Alternativen. Letztendlich hängt das ideale Programm auch immer von den eigenen Ansprüchen ab, oft tut es eben doch das Standardprogramm auf dem PC und keine teure Software für die Korrektur der Urlaubsfotos.

Der Beitrag Adobe Photoshop vs. GIMP – welche Bildbearbeitungssoftware lohnt sich mehr? erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Das Corporate Design – Der erste Eindruck ist entscheidend http://www.pixopolis.de/magazin/design/das-corporate-design-der-erste-eindruck-ist-entscheidend/ Sun, 05 Mar 2017 16:51:23 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=668 Logo, Schriftart, Farben und Bilder – alles schnell ausgewählt. Doch wer mit dem Erscheinungsbild seiner Marke wirklich Wirkung erzeugen möchte, braucht hinter der Gestaltung eine Idee, die auf mehr fußt als auf persönlichen Vorlieben. Eine Analyse des Marktes, das Wissen über die psychologische Wirkung von Farben und Formen sowie ein Gespür für Trends und Hypes […]

Der Beitrag Das Corporate Design – Der erste Eindruck ist entscheidend erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Logo, Schriftart, Farben und Bilder – alles schnell ausgewählt. Doch wer mit dem Erscheinungsbild seiner Marke wirklich Wirkung erzeugen möchte, braucht hinter der Gestaltung eine Idee, die auf mehr fußt als auf persönlichen Vorlieben. Eine Analyse des Marktes, das Wissen über die psychologische Wirkung von Farben und Formen sowie ein Gespür für Trends und Hypes sind notwendig. Diese Schritte helfen bei der Entwicklung eines erfolgreichen Corporate Designs.
Wer bin ich? Wer sind meine Kunden? Wie sollen meine Kunden mich sehen? Die essentiellen Fragen bei der Existenzgründung sowie bei bereits gestandenen Unternehmen machen die Corporate Identity der Marke aus. Das übergreifende Erscheinungsbild, das übergeordnete Image, die Fremd- und Eigenwahrnehmung der Marke – sie alle haben den Zweck, das Unternehmen wirksam auf dem Markt zu positionieren. Ein Teilbereich der Corporate Identity ist das Corporate Design. Dieses legt die einheitliche Gestaltung aller Kommunikationsmittel und Produkte des Unternehmens fest. Es ist also wichtig, dass das Design auch den gewünschten Effekt auf die potenziellen Konsumenten hat.
In der Praxis kommt es schon dann zur Geltung, wenn ein Kunde auf das Unternehmen trifft. Das Unternehmen verpackt die zu vermittelnde Botschaft in das Corporate Design und möchte sie dem Kunden näherbringen. Der Kunde nimmt das Unternehmen wahr. Eine zweidimensionale Kommunikation ist also nicht nicht möglich. Wichtig ist dementsprechend, dass die Botschaft auch beim Kunden ankommt und die gewünschte Wirkung entfaltet. Woher weiß ich aber, welche Farben und Formen auf meine Kunden besonders wirken?

Die drei Stützpfeiler

Die wichtigsten Elemente der Corporate Identity sind der Name, das Logo sowie der Claim. Alles zusammen sollte ein stimmiges Bild des Unternehmens abgeben, aber auch einzeln so viel Aufmerksamkeit erregen, dass der Konsument die Marke im Gedächtnis behält. Farben, Schriften, Inhalt und Markenausrichtung sollten Hand in Hand geben und sich gegenseitig ergänzen. Zudem sollte schon bei einem Blick auf das jeweilige Element klarmachen, womit sich der Kunde hier befasst. Verständlichkeit und Einfachheit sind zwei zentrale Punkte bei der Gestaltung des Corporate Designs. Das bedeutet aber nicht, dass das Logo mit Cliparts oder fertigen Vorlagen gebastelt werden sollte. Professionalität ist in allen Branchen wichtig, denn so wie Sie als Marke ernstgenommen werden wollen, haben auch die Kunden das Recht darauf.

Marktanalyse

Bei Existenzgründern ist eine umfangreiche Marktanalyse in allen Bereichen notwendig, um sich seiner Position bewusst zu werden. Wer sind meine Konkurrenten, wer sind meine potenziellen Kunden? Eine Konkurrenz- und eine Zielgruppenanalyse helfen bei der Beurteilung dieser Frage. Aber auch bei bereits operierenden Unternehmen helfen solche Analysen stets bei der korrekten Einordnung der eigenen Marktposition. Ein Imagewandel, ein Rebranding oder eine gestalterische Neuausrichtung basieren immerzu auf der Erkenntnis, dass das neue Gesicht der Firma erfolgreicher als das alte ist.
Allein die Branche oder der geschäftliche Bereich der Marke oder Unternehmens geben schon viel Aufschluss darüber, wie sich das Erscheinungsbild zusammensetzen könnte. In konservativeren Branchen wie der Finanzsektor, bei Versicherungen oder medizinischen Einrichtungen liegt der Fokus natürlich auf anderen gestalterischen Mitteln als beispielsweise in der Mode oder bei Lebensmittelmarken. Die Werte, für die das Unternehmen steht, sollten sich auch im Erscheinungsbild widerspiegeln. Seriosität entsteht selbstverständlich durch andere grafische Elemente als beispielsweise Kreativität.
Welche Werte besonders erfolgsversprechend auf dem Markt sind, verrät oft ein Blick auf bereits erfolgreiche Konkurrenten. Deren Corporate Identity und insbesondere das Corporate Design können als Inspiration für die eigene gestalterische Positionierung dienen.

Das Alleinstellungsmerkmal betonen

Einfach nur die Auftritte der Konkurrenz zu kopieren, ist natürlich wenig erfolgsversprechend. Vielmehr sollte das eigene Corporate Design die Einzigartigkeit und die Vorteile der Marke unterstreichen. Die äußere Erscheinung sollte das Unternehmen von der Konkurrenz abheben. Finden Sie und betonen Sie die Uniqueness Ihrer Marke und schaffen Sie sich dadurch ein visualisiertes Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt.

Auffallen und in Erinnerung bleiben

Seriosität hin und her: Wer aus der Masse sichtbar herausstechen möchte, muss auch gestalterisch gewisse Risiken eingehen. Niemandem nützt beispielsweise ein schönes Logo, das aber im Dschungel der Konkurrenz so unauffällig ist, dass es direkt untergeht und gar nicht erst die Chance bekommt, im Gedächtnis zu bleiben. Originelle Komponenten wie zum Beispiel Formen und Farben im Logo sind also in vielen Fällen eine gute Möglichkeit, um auch längerfristig in den Köpfen der potenziellen Kunden hängen zu bleiben.

Konsistenz in allen Belangen

Das Corporate Design beschreibt letztendlich, welche gestalterischen Elemente das gesamte Erscheinungsbild der Marke ausmachen. Dabei ist es wichtig, dass die festgelegten Elemente auch konsistent zu verwenden, um immer einen gleichbleibend optimalen Eindruck zu hinterlassen. Auch bei Schwester- oder Tochtermarken empfiehlt sich ein erkennbar ähnliches Design, um die Stimmung und Botschaft ganzheitlich einzuhalten und eine angenehme Koexistenz möglich ist.
Mit diesen grundlegenden Schritten sollte der Überblick über das Corporate Design bereits leichter fallen. Wie viel vom optimalen Erscheinungsbild der Marke abhängt, ist in den meisten Fällen kaum messbar. Doch erfolgreiche Unternehmen – egal aus welcher Branche – eint immer eine Sache: Sie alle haben eine perfekt auf die Marke abgestimmte Corporate Identity. Sich beim eigenen Design auf billige Zeichentools und einfallslose Wortspiele zu verlassen, ist also nicht unbedingt ratsam. Die Stunden, die bei den Entwürfen des Logos oder den Kritzeleien auf dem Papier draufgehen, sind es schließlich allemal wert. Zur Not helfen auch auch professionelle Designer und Texter, die mit der jahrelangen Erfahrung immer die richtige Farbe und den richtigen Ton treffen. Wenn der Kunde sich vom Corporate Design angesprochen fühlt und das Interesse geweckt ist, sollten auch die Mühen und die Kosten sinnvoll investiert sein.

Der Beitrag Das Corporate Design – Der erste Eindruck ist entscheidend erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Die eigene Visitenkarte gestalten http://www.pixopolis.de/magazin/design/die-eigene-visitenkarte-gestalten/ Fri, 24 Feb 2017 16:46:55 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=672 Visitenkarten sind ein Muss für jedes Unternehmen und jeden Selbstständigen. Dabei dienen die kleinen Karten verschiedenen Zwecken, sind also aus dem Geschäftsalltag kaum noch wegzudenken. Als Repräsentation der Firma oder der beruflichen Person sollte die Visitenkarte immer einen einwandfreien Eindruck hinterlassen und einen Wiedererkennungswert besitzen. Diese oberste Regel kann allerdings je nach Branche mit kreativen […]

Der Beitrag Die eigene Visitenkarte gestalten erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Visitenkarten sind ein Muss für jedes Unternehmen und jeden Selbstständigen. Dabei dienen die kleinen Karten verschiedenen Zwecken, sind also aus dem Geschäftsalltag kaum noch wegzudenken. Als Repräsentation der Firma oder der beruflichen Person sollte die Visitenkarte immer einen einwandfreien Eindruck hinterlassen und einen Wiedererkennungswert besitzen. Diese oberste Regel kann allerdings je nach Branche mit kreativen Lösungen zur Steigerung der Aufmerksamkeit flankiert werden. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt, außer natürlich, dass am Ende alles auf ein kleines Stück Papier passen sollte.
Im Geschäftsleben begegnet sie einem überall. In den Meetings, auf der Geschäftsreise, selbst beim Arzt, beim Friseur, im Restaurant oder bei anderen Dienstleistern: Jeder versucht den potentiellen Geschäftskunden und -partnern ständig die eigenen Visitenkarten unterzujubeln. Manch einer hat zwischenzeitlich in der Schreibtischschublade einen ganzen Haufen der kleinen Karten angesammelt. Umso wichtiger ist es, sich mit der eigenen Karte gegebenenfalls von der Menge abzuheben. Wer beruflich weniger auf Kreativität denn auf Seriosität setzt, hat ebenfalls viele Möglichkeiten, einen bleibenden Eindruck bei dem Empfänger zu hinterlassen. Und das alles nur auf einem kleinen Stück Papier.
Selbstverständlich liegt auf dem Design, also der gesamten Gestaltung der Karte, das Hauptaugenmerk. Mehr als die Form und die Farbe interessiert sich der Empfänger der Karte für den Inhalt. Ist dieser prägnant, logisch und optisch angenehm in Szene gesetzt, verweilt das Auge nachweislich länger auf der Karte als bei angestrengten und verschnörkelten Designs. Einfachheit gewinnt, sollte das Motto lauten, denn für die meisten Branchen ist die Visitenkarte keine Präsentationsmappe der kreativen Energie, sondern ein Informationsträger. Die wichtigsten Informationen sollten also auch im Vordergrund des Designs stehen. In Gestaltungsprogrammen wie Adobe Illustrator oder auch Adobe Photoshop können Vorder- und Rückseite der Visitenkarte detailliert entworfen werden.

Das Format

Das standardmäßige Visitenkartenformat ist 85 x 55 mm und bei so gut wie jeder Druckerei oder in den meisten Online-Shops bestellbar. Einerseits macht es durchaus Sinn, dieses Format einzuhalten – allein aus Kostengründen, aber auch durch die Konformität. Anderseits möchten manche Unternehmen genau diese Konformität vermeiden und mit dem ersten Eindruck direkt auffallen. Eine Karte im quadratischen Format hinterlässt zum Beispiel einen bleibenden Eindruck, wenn dieses Format auch einigen Menschen eher nicht gefallen sollte. Letztlich sollte das Format – wie auch folgende Fragen bezüglich Design und Inhalt – eng mit dem Corporate Design des jeweiligen Unternehmens zusammen einhergehen.

Die Typografie

Ebenso sollte die Typografie – also Schriftart, Schriftgrößte usw. – dem Corporate Design entsprechen, wenn die Typografie auf der Visitenkarte auch etwas davon losgelöst sein kann. Generell sollte die Typografie zum Selbstverständnis des Unternehmens passen. „Harte“ und „eckige“ Schriftarten vermitteln die Seriosität, die Banken oder Kanzleien gerne für sich beanspruchen „Weichere“ und „verspieltere“ Schriften wirken in erster Linie sympathischer und zeugen von Kreativität und optischem Anspruch sowie von einer etwas lockereren Atmosphäre. Die Schriftgröße hängt vor allem von dem Inhalt und den Informationen ab. Wichtige Infos wie der Name der Person, des Unternehmens usw. dürfen gerne hervorgehoben werden, während die Adresse sowie Daten aus dem Impressum kleiner dargestellt werden können. Für eine erhöhte Aufmerksamkeit empfiehlt sich unter Umständen auch ein Stilbruch in der Typografie. Die Kombination aus „harten“ und „weichen“ Schriften ist zwar optisch anspruchsvoll, hat aber auch einen aufmerksamkeitssteigernden Effekt.

Das Logo

Das Logo des Unternehmens sollte zu Branding-Zwecken erkennbar auf der Karte platziert werden, im Idealfall fügt sich das Logo einwandfrei in das Design ein. Durch das Logo hat die Visitenkarte einen höheren Wiedererkennungswert und kann direkt richtig zugeordnet werden. Dennoch steht das Logo nicht an erster Stelle, sondern sollte die Aufmerksamkeit auf den Namen der jeweiligen Geschäftsperson bzw. der Firma lenken.

Das Material und die Farbe

Die Farbe der Karte sowie das Material lassen großen Spielraum zu, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht so wirkt. In finanzstarken Branchen rühmen sich Geschäftsleute mit ihren schicken Visitenkarten, die sich auf den ersten Blick höchstens in Nuancen unterscheiden. Die Haptik des Materials sowie die Intensität des Farbtons sind allerdings mehr als nur eine Nebensache, sondern ein Faktor, der unterbewusst dennoch beeinflussen kann. Ein edles Material fühlt sich in den Händen nicht nur gut an, sondern sieht natürlich auch wertiger aus als übliches Papier bzw. Pappe. Die Farbe hängt hingegen wiederum vom Corporate Design des Unternehmens ab. So sollte die Karte die elementaren Farben in das Design integrieren, zum Beispiel in Form von Trennlinien zwischen den Absätzen oder ähnliches. Wer die Karte in einem anderen Farbton als schwarz und weiß gestalten möchte, sollte bedenken, dass die Visitenkarte dadurch eine sehr fordernde und exzentrische Wirkung hat. Durch eine ausgewogene Farbkonstellation auch neutralen Farben und aufmerksamkeitserregenden Farbelementen entfaltet sich die Wirkung der Karte zumeist am besten.

Der Inhalt

Zwar ist der geschriebene Inhalt letztendlich das wichtigste Element auf der Karte, für den Designprozess ist dieser allerdings erst von Bedeutung, wenn alle anderen Entscheidungen über Farben, Material oder Typografie bereits gefallen sind. Der Inhalt ist zudem schnell abgehandelt, denn die wichtigsten Informationen zur Person und dem Unternehmen sowie Kontaktdaten sind keine große Herausforderung, sollten aber auf jeden Fall auf der Karte zu finden sein. Wer besonders viel Wert auf einen modernen Touch legt, kann die Visitenkarte zum Beispiel mit einem QR-Code zur eigenen Website versehen. Kreative Elemente könnten zudem etwa relevante Zitate sein, die die Rückseite oder den freien Platz auf der Vorderseite zieren, nette Anekdoten oder sonstige schriftliche Einfälle. Visuelle Elemente wie Bilder oder ausführliche Grafiken sollten eher spärlich vorhanden sein, da diese die Aufmerksamkeit schnell von den wichtigen Informationen weglenken und zudem auch schnell überladend wirken.
Diese Hinweise treffen selbstverständlich nicht auf alle Visitenkarten zu. Individuelle Vorlieben, Ideen oder Verwendungszwecke sorgen letztendlich für ein breites Spektrum an Visitenkarten, die sich im Umlauf befinden. Genau das macht natürlich auch den Reiz des Gestaltungsprozesses aus. Wenn alle Karten identisch aussehen würden, ginge der Spaß an der Sache selbstverständlich auch schnell verloren. Und ob seriös oder ausgefallen – die Gestaltung der Visitenkarte macht in beiden Fällen Spaß.

Der Beitrag Die eigene Visitenkarte gestalten erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Piktogramme http://www.pixopolis.de/magazin/design/piktogramme/ Wed, 22 Feb 2017 16:42:43 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=642 Einfacher geht es kaum: Piktogramme sind Icons, bzw. Symbole, die mit nur wenigen Strichen ihre Bedeutung ausdrücken können. Die Piktogramme haben damit den Vorteil, über Kulturen und Sprachen hinaus für Verständlichkeit zu sorgen. Als Orientierungshilfe oder als Methode der Verständigung – die kleinen Symbole sind über den Erdball verstreut und erfreuen sich in allen Lebensbereichen […]

Der Beitrag Piktogramme erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Einfacher geht es kaum: Piktogramme sind Icons, bzw. Symbole, die mit nur wenigen Strichen ihre Bedeutung ausdrücken können. Die Piktogramme haben damit den Vorteil, über Kulturen und Sprachen hinaus für Verständlichkeit zu sorgen. Als Orientierungshilfe oder als Methode der Verständigung – die kleinen Symbole sind über den Erdball verstreut und erfreuen sich in allen Lebensbereichen größter Beliebtheit. Wo kommen die Piktogramme aber her und wie kann ich diese Icons selbst für meine Zwecke verwenden?

Ein geschriebenes Bild

Das Wort Piktogramm setzt sich einerseits aus dem griechischen „pictum“ für „Bild“ und dem lateinischen „gráphein“ für „schreiben“. Ein geschriebenes Bild kommt dem Aussehen der Piktogramme dementsprechend wenig überraschend sehr nah. Umgeben sind wir von diesen Symbolen immer und überall. Beim Betreten einer öffentlichen Toilette, auf der Suche nach Parkplätzen, in rauchfreien Zonen und natürlich beim Surfen im Internet. Die Einfachheit und die allgemeine Verständlichkeit der Symbole haben sich durchgesetzt und mittlerweile sind die Piktogramme aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Jahrtausende alte Schriftzeichen

Den Ursprung haben die Piktogramme in verschiedenen Schriften, die sich später zu Logogrammen wie bei vielen asiatischen Schriften weiterentwickelt haben. Einige Schriftzeichen sind deutlich an das Aussehen deren Bedeutung angelehnt und waren damit Inspiration für Grafiker im 20. Jahrhundert zum Entwurf diverser Symbole, die bis heute gültig sind. Die Symbole der verschiedenen Sportarten der Olympischen Spiele beispielsweise gelten als Meilenstein in der Geschichte der Piktogramme. Auch als internationale Verkehrszeichen haben die Piktogramme eine große Bedeutung. Den öffentlichen Raum haben die Symbole schnell erobert, da nicht mehr mehrsprachig und mit vielen Wörtern beispielsweise ein Verbot mitgeteilt werden musste. Vielmehr reicht ein Piktogramm einer durchgestrichenen Zigarette, um jedem Menschen – unabhängig der Herkunft, Sprache und Kultur – das Rauchverbot zu zeigen.
Mit der Erfindung des Computers waren der Entwurf und die Verteilung der Symbole auf einen Schlag einfacher und effektiver als zu analogen Zeiten. Schnell entstanden Emoticons wie der berühmte Smiley.

Private und öffentliche Nutzung

Viele der allgemein und international gültigen Piktogramme sind gemeinfrei. Diese Bilder dürfen dann kostenlos verwendet werden, wenn der Urheber genannt wird. Im Normalfall unterliegen nämlich alle Bilder dem Urheberrecht, es sei denn, der Urheber ist seit mehr als 70 Jahren tot, oder dieser hat eben keine Rechte am eigenen Bild angemeldet. Wenn Sie im privaten Rahmen Piktogramme nutzen möchten, die nicht oder nicht sicher gemeinfrei sind, laufen Sie zwar keine Gefahr wegen der Verletzung des Urheberrechts Probleme zu bekommen. Allerdings ist jede kommerzielle Nutzung von Bildmaterial, das nicht gemeinfrei ist, untersagt und damit theoretisch auch strafrechtlich zu verfolgen.
Es gibt zum Beispiel bei Wikipedia eine große Bilddatenbank mit vielen Piktogrammen und Symbolen, die gemeinfrei zu verwenden sind. Auch weitere Datenbanken wie Freepik oder Pixabay bieten eine große Auswahl an kostenlosen Piktogrammen und Grafiken. Weniger Aufwand macht es allerdings, einmal durch die Datenbanken von Microsoft Word oder Microsoft PowerPoint zu stöbern, die ebenfalls über einen großen Pool an Grafikmaterial verfügen.
Bilddatenbanken wie Shutterstock, Pond5, Getty Images oder Fotolia hingegen sind zwar kostenpflichtig, sind aber entsprechend gut aufgestellt und bieten auch an Piktogrammen und Grafiken alles, was das Grafikerherz begehrt. In allen Fällen muss jedoch darauf geachtet werden, dass – insofern die Grafik kommerziell genutzt werden soll – die Bildrechte abgeklärt sind.

Piktogramme selbst entwerfen

Durch die einfache Struktur der Symbole ist es sogar mit einfachsten Zeichenprogrammen möglich, ein Piktogramm selbst zu erstellen. Ob mit PowerPoint oder anderen Microsoft Office Programmen oder mit Adobe Illustrator, mit den grundlegenden Zeichentools sind einfache Symbole im Handumdrehen erstellt.
Wenn die Arbeit etwas präziser und detaillierter sein soll, braucht es aber schon die Hilfe vom Adobe Illustrator, der auf Vektorgrafiken spezialisiert ist. Hier können die Elemente dank der intelligenten Hilfslinien optimal angeordnet werden sowie verlustfrei vergrößert werden. Besonders dann, wenn die Piktogramme später im größeren Maßstab gedruckt werden sollen, sind Vektorgrafiken unausweichlich. Die vektorbasierten Grafiken basieren nämlich nicht auf einem Pixelraster, sondern auf grafischen Primitiven, also Definitionen der Grafik. So können diese Grafiken beliebig vergrößert werden, ohne dass die Grafiken verpixeln oder einen Verlust an Schärfe erleiden.
Durch den einfachen Aufbau der Piktogramme sind profunde Kenntnisse von Adobe Illustrator (oder anderen Programmen) nicht vonnöten, wenn lediglich grundlegende Grafiken erstellt werden sollen. Vielmehr reichen die Tools der Werkzeugleiste für die meisten Ansprüche vollkommen aus. Wer nicht die Zeit oder die Muße hat, um sich mit neuen, teilweise kostenpflichtigen Programmen auseinanderzusetzen, kann in diesem Fall auch zu Microsoft PowerPoint oder anderen Produkten der Office Suite greifen, die dem Zwecke der Erstellung eines Piktogramms ebenfalls gerecht werden können. Hier kann das gewünschte Piktogramm aus bereits vorgegebenen Symbolen wie Linien, Kästen oder Kreisen zusammengefügt werden. Auch können die Vorlagen der Office-Produkte selbst weiter verfeinert und umgestaltet werden.
Selbstgestaltete Piktogramme und Symbole haben zwar den Nachteil, dass dafür Zeit investiert werden muss, allerdings sind Sie dann auch selbst der Urheber des Werks und müssen sich nicht mit einer Recherche zu den Urheberrechten beschäftigen.

Der Beitrag Piktogramme erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
6 Tipps für ein erfolgreiches Plakatdesign http://www.pixopolis.de/magazin/design/6-tipps-fuer-erfolgreiches-plakatdesign/ Sat, 11 Feb 2017 16:36:58 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=590 Plakate sind im Bereich Print wohl das Werbemittel schlechthin. Vom einfachen DinA4 Poster an Häuserwänden, über Litfaßsäulen bis hin zu City Lights. Plakate bieten eine großartige Fläche, um Botschaften zu vermitteln und Aufmerksamkeit zu erregen. Hierbei gibt es einige Tipps, die bei einem erfolgreichen Plakatdesign unbedingt bedacht werden sollten: 1. Inhalt Ein wichtiger Aspekt bei […]

Der Beitrag 6 Tipps für ein erfolgreiches Plakatdesign erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Plakate sind im Bereich Print wohl das Werbemittel schlechthin. Vom einfachen DinA4 Poster an Häuserwänden, über Litfaßsäulen bis hin zu City Lights. Plakate bieten eine großartige Fläche, um Botschaften zu vermitteln und Aufmerksamkeit zu erregen. Hierbei gibt es einige Tipps, die bei einem erfolgreichen Plakatdesign unbedingt bedacht werden sollten:

1. Inhalt

Ein wichtiger Aspekt bei der Gestaltung eines Plakates ist die Wahl des konkreten Inhalts. Die Texte sollten kurz gehalten werden, da diese oftmals im Vorbeigehen überflogen werden und hierbei die wichtigsten Daten erkenntlich sein sollten. Dies können Veranstaltungsdaten wie Orts- und Zeitangaben, (Internet)-Adressen und immer ein knackiger Slogan sein, der von allem noch am ehesten im Gedächtnis bleibt – zumindest im Idealfall.

2. Farbauswahl

Intention und Inhalt eines Plakates sollten mit einer passenden Gestaltung unterstützt werden. Viele Menschen sind sich der psychologischen Wirkung von Farben und Motiven gar nicht bewusst. Soll beispielsweise eine fröhliche, motivierende Situation dargestellt werden, ist es üblich eher Grün- oder Blautöne, als Schwarz- oder Brauntöne zu verwenden. Genauso sollte auf die mögliche Symbolik von Farbkombinationen geachtet werden (Ein Beispiel wären hier die Farben Rot und Grün als Kombination, die viele Menschen mit Weihnachten assoziieren). Zudem sollte beachtet werden, dass Schriften und Bilder auf einem möglichst konträren Hintergrund liegen, damit die Informationen auch erkennbar sind.

3. Motivauswahl

Weiterhin haben Motive und Formen einen Einfluss auf die Wahrnehmung. Klassisches Beispiel wäre hier die Symbolik einer Taube, die üblicherweise mit Frieden in Verbindung gebracht wird. Aber auch durch Formen kann die Wahrnehmung beeinflusst werden. Runde, symmetrische Objekte wirken zumeist freundlicher als eckige oder asymmetrische Formen. Das Plakat sollte bestenfalls eine konsequente Einhaltung von Formen innehaben. Oftmals hat die Nutzung vieler verschiedener Objekte und Formen eine verwirrende Wirkung und daraus resultiert ein schlechter Überblick über das Wesentliche.

4. Typografie

Ein weiterer Punkt ist die Auswahl der Schriftart. Bei Plakaten ist es üblich, eine serifenlose Typo zu verwenden, da diese auffälliger ist. Die Mischung zwei kontrastreicher Schriften bewirkt weiterhin eine gute Übersicht. Es können außerdem verschiedene Schriftarten einer Familie genutzt werden, da diese durch den gleichen Schriftschnitt einheitlich wirken. Mehr als zwei unterschiedliche Schriften sollten jedoch vermieden werden, da dies für den Betrachter verwirrend ist. Weiterhin ist es wichtig zu überlegen, welche Schrift für was verwendet werden soll: Eine Standardschrift wie Helvetica ist beispielsweise geeigneter für kurze Fließtexte als eine ausgefallene Typo. Diese wird dann eher für Headlines und als Eye-Catcher genutzt. Wichtige Schlagwörter und Daten können außerdem durch kursive oder fette Schrift hervorgehoben werden.

5. Rat einholen

Auch wenn es erst einmal blöd klingt: Ist das Plakat so gut wie fertiggestellt, sollte es wenn möglich noch von einer weiteren Person unter die Lupe genommen werden. Oftmals kommt es nämlich dazu, dass durch das lange Arbeiten an dem Projekt die Objektivität nicht mehr gegeben ist und einige Kleinigkeiten vergessen oder übersehen werden. Hierbei sollte unbedingt jemand gefragt werden, der sich nicht scheut, die Arbeit zu kritisieren und sich bestenfalls sogar ein wenig mit Gestaltung auskennt. Rechtschreibfehler und Unleserlichkeiten sind auf einem Plakat unglücklich und sehr ärgerlich.

6. Technische Gegebenheiten und Überarbeitung

Für ein zufriedenstellendes Ergebnis können vor allem Format, Schnittmarken, Farbgebung und Bildauflösung gar nicht oft genug überprüft werden. Häufig wird übersehen, dass das für den Druck übliche Farbmodell CMYK nicht angewandt wird, da teilweise das Webformat RGB in den Voreinstellungen angegeben ist. Schnittmarken sind außerdem zu beachten, da es sein kann, dass im Druck einige Millimeter des Plakats abgeschnitten werden, was Anfangs erst einmal nicht nach viel klingt, letztendlich jedoch unschön aussehen kann. Um einen perfekten Gesamteindruck zu bekommen, sollten weiterhin Motive, Formen und Texte in logischen Abständen voneinander stehen, da das Publikum in einem Bruchteil von Sekunden entscheidet, ob es sich das Plakat genauer anschaut oder nicht. Zudem ist es wichtig, die Auflösung der Fotos nochmals zu kontrollieren. Üblicherweise wird im Druck mindestens 300 dpi verlangt.

Wurden all diese Schritte beachtet, kann eigentlich nichts mehr schief laufen. In der größten Not kann auch immer ein Telefonat mit der Druckerei für Klarheit sorgen. Dort sind immerhin die Profis am Werk, die oft mit einfachen Antworten schwierige Fragen auflösen können. Das einzige, worüber man sich jetzt doch selbst Gedanken machen muss, ist, an welchen Wänden das Endergebnis nun am Besten zur Geltung kommt.

Der Beitrag 6 Tipps für ein erfolgreiches Plakatdesign erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Unterschied zwischen RGB & CMYK http://www.pixopolis.de/magazin/design/der-unterschied-zwischen-rgb-und-cmyk/ Tue, 29 Mar 2016 10:53:24 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=534 Gehört oder gelesen hat fast jeder Anwender von Computern, Kameras und Druckern die Begriffe „RGB“ und „CMYK“, doch die meisten wissen nicht oder nur oberflächlich, was sich hinter den kryptischen Kürzeln verbirgt.Doch für einwandfreie und vor allen Dingen verlustfreie Druckergebnisse spielen die beiden Bezeichnungen eine wichtige Rolle. Besonders bei der Erstellung von druckreifen PDF-Dateien muss […]

Der Beitrag Unterschied zwischen RGB & CMYK erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Gehört oder gelesen hat fast jeder Anwender von Computern, Kameras und Druckern die Begriffe „RGB“ und „CMYK“, doch die meisten wissen nicht oder nur oberflächlich, was sich hinter den kryptischen Kürzeln verbirgt.Doch für einwandfreie und vor allen Dingen verlustfreie Druckergebnisse spielen die beiden Bezeichnungen eine wichtige Rolle.

Besonders bei der Erstellung von druckreifen PDF-Dateien muss auf die richtigen Einstellungen bei der Wahl des Farbraums geachtet werden. Denn RGB und CMYK sind nichts anderes als zwei unterschiedliche Farbmodelle.

RGB

Das RGB-Farbmodell bezieht seinen Namen von den Farben Rot – Grün – Blau, also den physikalischen Grundfarben. Das RGB-Modell ist dabei ein additives Farbmodell, bei welchem der Farbton an Helligkeit gewinnt, je mehr Farben ineinander gemischt werden. Alle drei Grundfarben zusammen im höchsten Wert ergeben die Farbe Weiß. RGB wird standardmäßig an Bildschirmen und Monitoren angewandt. Dabei handelt es sich im eigentlichen Sinne nicht um „echte Farben“ sondern um sogenannte „Lichtfarben“, also eine Farbwahrnehmung.

CMYK

Der Name des CMYK-Modells stammt von den Begriffen Cyan – Magenta – Yellow – Key. „Key“ kommt dabei von der Key Plate (Schlüsselplatte) im Druckverfahren, also die schwarz druckende Platte, an deren Grundlinie die drei farbigen Platten ausgerichtet werden. CMYK ist im Gegensatz zum additiven RGB-Farbraum ein substraktives Modell, bei dem der Farbton mit zunehmender Anzahl von Farben dunkler wird. Die drei Farben Cyan, Magenta und Geld ergeben zusammen ein dunkles Grau. Die Farbe Schwarz wird nur durch die Schlüsselplatte erreicht.
CMYK findet Anwendung im Druck. Im Offsetverfahren wird zumeist via CTP (Computer to Plate) für die vier Grundfarben des CMYK-Modells eine Druckplatte belichtet. Wenn die zu bedruckenden Bögen durch die Druckwerke laufen, werden nacheinander die entsprechenden Farben aufgebracht. Durch diesen „Übereinanderdruck“ der vier Farben entsteht das spätere Gesamtbild.

In der Praxis

Probleme mit beiden Farbmodellen gibt es oft deshalb, weil viele Kameras und eben so gut wie alle Computermonitore mit dem RGB-Modell arbeiten, während Drucker auf dem CMYK-Modell basieren. Der RGB-Farbraum enthält nämlich mehr Farben als der CMYK-Farbraum. Werden die Dateien, die gedruckt werden sollen, erst von RGB in CMYK umgewandelt, kann es daher unter Umständen zu unschönen Farbverschiebungen führen. Diese sind im kleinen Maße am eigenen Drucker ärgerlich. Doch dann, wenn große Druckaufträge durch diese kleine Vernachlässigung eine falsche Farbwiedergabe haben, wird es ungemütlich. Daher sollte jedes für den Druck bestimmte Dokument unbedingt im CMYK-Farbraum angelegt werden.

Die beiden gängigsten Software-Programme für gestalterische Zwecke – Adobe Photoshop und InDesign – lassen direkt am Anfang die Wahl des Farbraums zu. Gehen Sie im Programm Photoshop unter dem Menüpunkt „Bild“ auf „Modus“ und schauen Sie, welcher Farbmodus aktuell mit einem Häkchen markiert ist. Dort können Sie ihn mit dem Setzen des Häkchens nach Belieben einstellen.
Bei Indesign lässt sich der Farbraum in den Exporteinstellungen unter „Ausgabe“ und „Farbkonvertierung“ einstellen. Bei der Erstellung eines druckreifen PDFs zeigt InDesign mit der Option „Preflight“ mithilfe eines Protokolls an, ob alle Schritte korrekt ausgeführt wurden.

Sonderfarben

Manche Druckaufträge verlangen Farben außerhalb des Farbspektrums des CMYK-Farbraums. Besonders bei Logos oder allgemein dem Corporate Design von Unternehmen werden oft Farben genutzt, die zu den Sonderfarben zählen. Die Umwandlung solcher Farben in Farben des CMYK-Modells ist zwar möglich, aber von den Unternehmen nicht gern gesehen, da dann der Wiedererkennungswert verloren geht, wenn sich auch die Farbe je nach Druckerei unterscheidet.
Um also Sonderfarben trotzdem drucken zu können, empfiehlt sich die Verwendung eines HKS– oder Pantone-Farbtones, welche vordefinierte Farben enthalten. Diese Farbtöne sind im jeweiligen Farbkatalog mit Nummern bezeichnet und können entsprechend kommuniziert werden.
Durch die Verwendung solcher Tones ist es also möglich, auch außerhalb des Vierfarbdrucks bestmögliche Ergebnisse zu erzielen und eine exakte Farbwiedergabe zu erreichen.

Der Beitrag Unterschied zwischen RGB & CMYK erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Grundlagen des Logodesigns http://www.pixopolis.de/magazin/design/grundlagen-des-logodesigns/ Mon, 23 Nov 2015 11:10:55 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=504 Eines der wichtigsten Merkmale in der Werbung oder in der Außendarstellung von Unternehmen oder Marken ist ein passendes Logo – also ein visuelles Erkennungsmerkmal (auch Corporate Design genannt).Dies sollte idealerweise einfach und prägnant sein und gleichzeitig die Inhalte der Marke wiedergeben oder repräsentieren. Zwar ist das Logodesign eine Wissenschaft für sich und wird dementsprechend oft […]

Der Beitrag Grundlagen des Logodesigns erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Eines der wichtigsten Merkmale in der Werbung oder in der Außendarstellung von Unternehmen oder Marken ist ein passendes Logo – also ein visuelles Erkennungsmerkmal (auch Corporate Design genannt).Dies sollte idealerweise einfach und prägnant sein und gleichzeitig die Inhalte der Marke wiedergeben oder repräsentieren. Zwar ist das Logodesign eine Wissenschaft für sich und wird dementsprechend oft von professionellen und ausgebildeten Designern übernommen, doch mit den wichtigsten Grundlagen kann auch das eigene Logo entworfen werden.

Ob am Zeichenbrett oder mit Software wie Adobe Photoshop – schlussendlich muss das Logo jedoch auf den PC übertragen werden, um von dort aus weitere Aktionen wie den Druck ausführen zu können. Wer seiner Kreativität aber am besten mit Bleistift und freien Lauf lassen kann, der sollte sich vorerst auch darauf konzentrieren.

Vor dem Entwurf muss sich aber bewusst gemacht werden, was das Logo denn überhaupt beinhalten soll, und das nicht nur visuell, sondern auch metaphorisch. Üblicherweise besteht ein Logo aus dem Schriftzug (zumeist der Name des Unternehmens) und einem Signet, also dem Symbol. Häufig sind zudem noch Slogans unter dem eigentlichen Logo zu sehen, das in solchen Fällen aber immer auch für sich alleine stehen können sollte. Um also die Aufmerksamkeit – und darum geht es in der Werbung nun einmal in erster Linie – von potenziellen Kunden oder Geschäftspartnern zu erreichen, müssen bestimmte Regeln beachtet werden. Gleichzeitig muss das Logo zu der Marke passen, was die Richtung der Skizzen bereits vorgeben sollte.

Grundlegende Designregeln

Zu den Designregeln gehören beispielsweise Kontrast und Gleichmäßigkeit, Typographie und nicht zuletzt die Farbauswahl.
Kontraste sind insofern essentiell für das Logodesign, als dass die gezielte Verwendung von konträren Design-Elementen für Spannung beim Betrachter sorgt. Unterschiedliche Schriftarten oder unterschiedliche Farben erzeugen Unruhe und gewinnen somit automatisch die gewünschte Aufmerksamkeit. Durch die Verwendung von unterschiedlichen Proportionen bekommen Teilelemente des Logos mehr Aufmerksamkeit und werden mehr in den Vordergrund gerückt als andere. Dahingegen schaffen gleichmäßige Proportionen Gleichmäßigkeit und Ruhe und sind damit beispielweise ein guter Ausgleich zu starken Farb- oder Typo-Kontrasten.
Bei einem Logo mit Symbol und Schriftzug kann die Typographie nicht selbstständig betrachtet werden, sondern muss immer in optischer Balance zu dem Stil des Signets stehen. Ein verschnörkeltes Signet mit vielen Kurven passt besser zu einer kursiven Schrift und einer ähnlichen Schriftart. Ein kantiges Design passt hingegen eher zu einer höheren Schriftstärke oder sogar zu Großbuchstaben. Das Zusammenspiel zwischen Stil des Signets und Typographie ist immens wichtig.
Die Farbgebung des Logos ist ebenfalls sehr entscheidend für die Wirkung auf den Betrachter. Jede Farbe hat eine unterschiedliche Wirkung auf den Menschen und ist symbolisch geladen. Mit der richtigen Farbwahl erzeugen Sie die gewünschten Assoziationen beim Betrachter. Einprägsame Farbkombinationen haben außerdem einen hohen Wiedererkennungswert.

Besondere Regeln

Bei dem Entwurf des Logos sollte jedoch nicht nur die gestalterische Ebene betrachtet werden, sondern auch einige weitere Regeln für ein erfolgreiches Logo.
Das schönste Logo nützt schließlich herzlich wenig, wenn der direkte Konkurrent bereits mit einem ähnlichen Logo wirbt. Sondieren Sie also vorher den Markt und die Logos der direkten Konkurrenz und versuchen Sie sich mit Ihrem Logo abzuheben. Originalität ist ein weiteres effektives Wiedererkennungsmerkmal.
Zeitlosigkeit ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern schützt auch vor einem „Identitätsverlust“. Ist das Corporate Design erst einmal in den Köpfen der Kunden und Partner verankert, ist es nicht ratsam, das Logo oft und optisch auffällig zu verändern. Bei dem Design des Logos sollte daher nicht zu sehr Rücksicht auf aktuelle Designtrends genommen werden. Vielmehr spielen beim Logodesign klassische Elemente eine wichtige Rolle, die ihren Reiz niemals verlieren.
Ganz wichtig ist schließlich auch die Lesbarkeit des Gesamtwerkes. Nicht nur der Schriftzug, sondern auch möglicherweise Letter in dem Signet müssen nicht nur mit einem minimalen Abstand, sondern auch aus großer Entfernung erkennbar sein. Zudem sollte – falls die Marke auch international eine Rolle spielt oder spielen soll – auf die Internationalität Rücksicht genommen werden. Slogans oder Symbole, die national oder kulturell einen Wiedererkennungswert haben, über eine gewisse Entfernung hinaus aber nicht, sind nicht ratsam.
Variationsmöglichkeiten und die vielseitige Verwendbarkeit sind weitere wichtige Aspekte des Designs. Die Elemente des Logos sollten bestenfalls auch einzeln für sich stehen können. Dadurch können einzelne Elemente auch für besondere Aktionen variiert werden, ohne dass das Logo den Wiedererkennungswert verliert. Unbedingt beachtet werden sollte dabei, dass das Logo auch ohne Farbe funktionieren muss, da immer wieder Druckprodukte für bestimmte Aktionen nur in schwarz-weiß erscheinen. Generell gilt auch für den Druck, dass die Elemente – besonders die Schriftzeichen und die Linien des Signets – nicht zu dünn sein dürfen, da diese bei bestimmten Drucksachen verloren gehen würden. Darüber hinaus sollten ebenfalls aus Vorsicht vor dem Drucker im Idealfall Standardfarben benutzt werden, die auch in jeder noch so kleinen Farbpalette identisch zu finden sind. Bei besonderen Farben, die aber leider nicht jeder Rechner oder Drucker kennt, entstehen oft lästige Farbverschiebungen.

Für Personen, die mit Design und Gestaltung noch unerfahren sind, mögen diese Regeln erst einmal abschreckend wirken, dennoch sollten die grundlegenden Regeln bei dem Logodesign nicht vernachlässigt werden. Kreative Köpfe aus der Branche können sich natürlich über die Regeln hinweg setzen und trotzdem gestalterische Meisterwerke entwerfen, doch für den Anfang ist ein Leitfaden immer ratsam. Ebenfalls zu empfehlen ist es, dass Sie sich auch mit dem Logodesign beschäftigen, möglicherweise die eine oder andere Skizze anfertigen, auch wenn die Arbeit doch von einem professionellen Designer erledigt werden soll. Die Kommunikation mit dem Designer, die Geschwindigkeit und auch das Endprodukt verbessern sich erheblich, wenn der Auftraggeber bereits eine Vorstellung von dem Prozess hat. Schließlich machen ungezwungene Entwürfe, die auch gerne nur Kritzeleien bleiben dürfen, immer noch am meisten Spaß.

Der Beitrag Grundlagen des Logodesigns erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Lizenzfreie Bilder im Internet http://www.pixopolis.de/magazin/design/lizenzfreie-bilder-im-internet/ Thu, 08 Oct 2015 14:08:12 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=463 Der Anblick des frisch gedruckten und eigens zusammengestellten Fotobuchs ist kaum zu übertreffen. Stolz wird das Buch anderen anwesenden Personen präsentiert, immerhin ist es schließlich ein Produkt der eigenen Kreativität.  Die eigenen Fotos so ansprechend in Szene gesetzt zu sehen, erfüllt sowohl Hobby-Knipser als auch Profi-Fotografen mit Freude. Wer allerdings ein Druckprodukt entwirft, bei dem […]

Der Beitrag Lizenzfreie Bilder im Internet erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Der Anblick des frisch gedruckten und eigens zusammengestellten Fotobuchs ist kaum zu übertreffen. Stolz wird das Buch anderen anwesenden Personen präsentiert, immerhin ist es schließlich ein Produkt der eigenen Kreativität.  Die eigenen Fotos so ansprechend in Szene gesetzt zu sehen, erfüllt sowohl Hobby-Knipser als auch Profi-Fotografen mit Freude.
Wer allerdings ein Druckprodukt entwirft, bei dem die eigenen Fotos nicht in Frage kommen, oder wer sich der Fotografie gar nicht so nahe wähnt, aber dennoch ein ästhetisches Buch oder einen Kalender designen möchte, der muss sich wohl oder übel an Fremdbildern bedienen.
Der Vorteil bei der Suche nach Fremdmaterial ist ganz klar die Vielfalt und meistens auch die Qualität. Bei Millionen von Fotografen entstehen von so ziemlich jedem erdenklichen Motiv Fotos in bester Auflösung. Das Problem dabei ist nur gleichzeitig, dass solche Fotos erst einmal in den Untiefen des Internets gefunden werden müssen und vor allem, dass die meisten Bilder nicht lizenzfrei, also nicht zur frei zur Verfügung stehen.
Im Folgenden werden Websites vorgestellt, die lizenzfreie oder gemeinfreie Bilder gewerbsmäßig vertreiben.

Lizenzfrei oder gemeinfrei?

Zuerst werden allerdings zwei wichtige Begrifflichkeiten erläutert, die auf der Suche nach Bildmaterial immer wieder auftauchen und für die Verwendung entscheidend sind. Jedes Foto gehört automatisch dem Urheber, welcher über die Art der Lizensierung für die Verwendung des Werkes entscheiden kann. Zwar zählt dazu nicht generell jeder Schnappschuss, doch bei allen Fotos in den Medien und auch im Internet ist erst einmal davon auszugehen, dass sie nicht lizenzfrei sind, sondern dem Urheber gehören.
Ausgenommen davon sind allerdings lizenzfreie (Royalty-free) Werke, die dem englischen Namen nach meistens kostenlos verfügbar sind und vielfältig verwendet werden können. Die Verwendung von solchen lizenzfreien Bildern unterliegt aber den Nutzungsbedingungen, die beim Erwerb angegeben werden.
Ebenfalls nicht vom Urheberrecht betroffen sind gemeinfreie Inhalte, bei denen entweder die Rechte abgelaufen sind oder der Urheber auf seinen Anspruch verzichtet hat.

Ein persönliches oder ein privates Fotoprojekt braucht selbstverständlich keine Fremdfotos. Viele Projekte erfordern aber doch Fotos oder Grafiken, die selbst nicht oder nur schwer erstellt werden können. Besonders bei kommerziellen Projekten ist die Suche nach geeignetem Material schwierig.
Quasi überall lauern bei der Veröffentlichung von Fotos Fallen. Insofern es sich nicht um die eigenen Werke handelt, müssen nicht nur die Rechte geklärt werden, auch dürfen beispielsweise keine urheberrechtlich geschützten Motive im Bild zu erkennen sein. Der Eiffelturm darf bei Nacht zum Beispiel nicht fotografiert werden, da sich ein Unternehmen die Beleuchtung des Bauwerks hat schützen lassen. Auch Firmenlogos und -Schriftzüge sind urheberrechtlich geschützt und haben schon so manches Foto vermasselt.
Wer also unbedingt ein Foto oder eine Grafik von bestimmten Motiven nutzen möchte, kann sich im Internet bei vielen verschiedenen Anbietern lizenzfreier Bilder und Grafiken bedienen. Ob spannende Tieraufnahmen in freier Wildbahn, spektakuläre Fotos auf dem All oder historische Fotos – all das kann der gewöhnliche Freizeit-Fotograf nicht leisten. Bildarchive können bei diesem Anliegen die schnellste und günstigste Lösung sein. Davon gibt es im Netz zahllose, je nach Qualität, Preis und Übersichtlichkeit gibt es dennoch einige Empfehlungen.

Kostenlose Bilddatenbanken

Wikimedia Commons
Wikimedia ist eine internationale und freie Datenbank von Bildern, die mit verschiedenen Projekten wie unter anderem Wikipedia verknüpft ist und daher stetig wächst. Sie gehört zu den größten Bildsammlungen im Netz und zählt rund fünf Millionen angemeldete Nutzer. Die Inhalte von Wikimedia können allerdings auch ohne Registrierung genutzt werden. Die Werke stehen entweder unter einer Public Domain (gemeinfrei) oder unter freier Lizenz, die die Weiterverwendung bestimmt.
Die Qualität der Inhalte ist sehr durchmischt, dennoch lohnt sich eine Suche in der Sammlung allein aufgrund der Masse der Inhalte.

Flickr
Auch das Fotonetzwerk Flickr kann als Datenbank für kostenlose lizenzfreie Inhalte genutzt werden. Bei der Suchfunktion kann das Portal gezielt nach solchen Inhalten durchstöbert werden, denn bei dem Hochladen eines Fotos muss der Nutzer die Lizensierung immer angeben. Wie auch bei Wikimedia Commons schwankt die Qualität deutlich, da aber auch viele talentierte und professionelle Fotografen bei dem Netzwerk angemeldet sind und ihre Werke oft lizenzfrei zur Verfügung stellen, können auch sehr gute Fotos genutzt werden.

Google Bildersuche
Eine recht naheliegende und gern genutzte Möglichkeit bei der Suche nach freien Bildern ist die Google Suchfunktion für Bilder. Mit dieser Suchfunktion ist Google die wohl größte „Datenbank“, denn in den Suchfunktionen kann ausgewählt werden, unter welcher Lizenz das gewünschte Werk stehen soll. Wer höchste Ansprüche an die Suchergebnisse hat, ist allerdings nicht sehr gut mit Google beraten, da die Suche nach hochqualitativen und passenden Motiven angesichts der Fülle an Suchergebnissen sehr zeitaufwendig werden kann.

Zu empfehlen sind weiterhin noch:
Photl.com (viele kostenlose Stockphotos)
New Old Stock (gemeinfreie Retro-Fotos)
Openclipart (Cliparts und Grafiken)

Kostenpflichtige Bilddatenbanken

Getty Images
Getty Images ist mit über 80 Millionen Inhalten die größte und bekannteste Fotodatenbank und wird von den verschiedensten Unternehmen gerne genutzt. Von Stock- über Sport- bis hin zu historischen Fotos bietet die Datenbank für so ziemlich jedes Anliegen eine Lösung. Das hat auch seinen Preis: Zwar können Onlinebilder bereits für rund 15 Euro erworben werden, allerdings reicht die Preisspanne von da aus nur nach oben. Dafür bietet Getty Images mit vielen professionellen Fotografen auch höchste Qualität. Zu Getty Images gehört übrigens auch die Bildagentur iStock.

Fotalia
45 Millionen Inhalte zählt die Datenbank von Adobe. Damit gehört Fotolia ebenfalls zu den beliebtesten Agenturen. Die Preisspanne ist größer als bei vergleichbaren Agenturen, so dass der Kaufpreis für die Inhalte bereits bei wenigen Cents beginnt. Auch monatliche Abonnements sind bei Fotolia möglich.

Zu empfehlen sind weiterhin noch:
Pond5 (Nutzer können den Preis hochgeladener Inhalte selbst festlegen)
Depositphotos (günstige Alternative)
Deutsche Fotothek (mit Werken der bekanntesten deutschen Fotografen)

Shutterstock
Shutterstock funktioniert für Käufer auf den ersten Blick ähnlich wie andere Bildagenturen. Allerdings werden viele Inhalte von den Nutzern selbst hochgeladen und zum Kauf angeboten. Der Verkaufspreis wird von den Betreibern der Agentur festgelegt. Auch hier liegt der minimale Kaufpreis relativ weit unten im Vergleich zu ähnlichen Anbietern und auch hier werden Abonnements angeboten.

Ob nun doch nur private Fotos oder kostenlose oder kostenpflichtige Fotos von Bilddatenbanken für das Fotoprojekt genutzt werden sollen, hängt natürlich von der Intention ab. Lohnt sich der Aufwand einer umfangreichen Suche in den kostenlosen Sammlungen oder ist es der Preis der kostenpflichtigen Agenturen wert?
Bei individuellen Projekten lohnt sich ein hoher Preis in der Regel weniger, bei einer höheren Bestellmenge beziehungsweise Druckauflage kann die Investition in hochqualitative Fotos durchaus Sinn machen. Bei kommerziellen Projekten ist es unerlässlich, dass Klarheit über die Verwendung der Werke besteht. Bei den kostenpflichtigen Agenturen wird so etwas in den Nutzungsbedingungen immer angegeben, während kostenlosen Datenbanken im Zweifelsfall nicht immer hundertprozentig getraut werden sollte. Zudem verfügen die meisten kostenpflichtigen Bildagenturen über eine kostenlose Sektion, die zwar im Gegensatz zu dem kostenpflichtigen Teil überschaubar ist, für nicht zu extravagante Suchanfragen jedoch in der Regel ausreicht.
Wer sich mit den Lizenzen eher nicht gerne auseinandersetzt und nichts falsch machen möchte, der kann schließlich immer noch mit der Kamera losziehen und Fotos selbst schießen oder zumindest Grafiken am Computer basteln. Das Urheberrecht muss nicht großartig recherchiert werden und Kosten fallen auch nicht an.

Der Beitrag Lizenzfreie Bilder im Internet erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Die psychologische Wirkung von Farben http://www.pixopolis.de/magazin/design/psychologische-wirkung-von-farben/ Tue, 18 Aug 2015 11:05:12 +0000 http://pixopolis.4lke.de/?p=204 Besonders beliebt sind Gedicht- oder Buchinterpretationen und –Analysen nicht unbedingt bei den Schülern. „Was möchte uns der Autor damit sagen?“ klingt für viele nach der typischen  Frage des Lehrers, der in jedem kleinsten Detail, in jedem noch so unscheinbaren Wort eine Aussage des Schreiberlings entdeckt. Während die Schüler in vielen Fällen keinerlei Beziehung zu diesem […]

Der Beitrag Die psychologische Wirkung von Farben erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>
Besonders beliebt sind Gedicht- oder Buchinterpretationen und –Analysen nicht unbedingt bei den Schülern. „Was möchte uns der Autor damit sagen?“ klingt für viele nach der typischen  Frage des Lehrers, der in jedem kleinsten Detail, in jedem noch so unscheinbaren Wort eine Aussage des Schreiberlings entdeckt. Während die Schüler in vielen Fällen keinerlei Beziehung zu diesem oder jenem Wort haben, spricht der Lehrer von einer psychologischen Wirkung auf den Leser.
Doch nicht nur bestimmte Worte haben eine bestimmte Wirkung auf den Leser. Besonders Farben sind ein beliebtes Stilmittel um die Szenen mit einer gezielten Stimmung zu unterlegen. Das gilt selbstverständlich nicht nur für Bücher und Gedichte, sondern ist universell gültig, wie Studien belegen.

Mit Farben Gefühle wecken

Besonders in der Fotografie ist das Spiel mit Farben von hoher Bedeutung. Einige Farben vermitteln einen einzigartigen Reiz, der die Aufnahmen von anderen abhebt. Ob nun bunte, satte Farben oder gar in schwarz-weiß – die Arbeit mit Farben in der Fotografie hat immer eine bestimmte Wirkung, ob man möchte oder nicht. Gleiches gilt nicht nur bei der Fotografie und der Nachbearbeitung der Fotos, sondern natürlich auch bei der Gestaltung – egal ob kommerziell oder privat. Um bei seinen Fotos oder den anschließenden Gestaltungsprodukten die beabsichtigte Wirkung zu erzielen, sollte man sich mit der Materie der psychologischen Farbwirkung besser vertraut machen.
Jede Farbe ruft eine bestimmte Reaktion beim Betrachter hervor. Dieser simple Grundsatz ist die Basis der Farbpsychologie. Die Reaktionen und die Gefühle der Betrachter angesichts einer Farbe mögen zwar nicht rational oder identisch zu den Reaktionen anderer Menschen sein, die Farben sind in der Realität nämlich immer auch an Formen, Umgebung und Situation gebunden. Auch ist die psychologische Wirkung von Erziehung und Tradition abhängig, weshalb Farben je nach Kulturkreis anders wahrgenommen werden können. Dennoch beschäftigen sich Menschen schon seit Jahrhunderten mit der Wirkung von Farben auf die Psyche des Menschen. Zahlreiche Studien befassen sich mit dem Thema und überschneiden sich zumindest in den grundsätzlichen Punkten.

Kalt und warm

Das Temperaturempfinden ist die Basis der Farbwahrnehmung des Menschen. Die Erfahrung der Jahreszeiten ist für eine unbewusste Einteilung der Farben in warm und kalt verantwortlich. Warme Farben wie Rot, Gelb oder auch grüne Töne finden sich im Sommer in der Natur wieder, rote und gelbe Farben zum Beispiel auch in der Flamme eines offenen Feuers und bedeuten für den Menschen somit Wärme. Blau und Türkis hingegen finden sich in der Natur im Wasser, im Eis oder im Schneeschatten wieder und werden daher mit Kälte assoziiert. Der Farbkreis ist daher prinzipiell auch in warme und kalte Farben eingeteilt, die sich dort gegenüber liegen.

Der Farbkreis

In der Farblehre geläufig sind vor allem die grundlegenden Farbkreise nach Goethe und nach Itten, die sechs bzw. zwölf Farben in zwei bzw. drei Ordnungen zuweist. Die Farben Rot, Gelb und Blau sind dabei die Primärfarben, Grün, Orange und Lila die Komplementärfarben, nach Itten gibt es noch weitere Zwischenstufen.
Der Farbkreis soll als grundlegende Darstellungsform von Farbbeziehungen dienen. Jede Farbe besitzt im Farbkreis auch eine Komplementärfarbe, also eine gegensätzliche Farbe. Nach Itten bildet sich in unserem Gehirn zu jeder gegebenen Farbe gleichzeitig die Komplementärfarbe. Dieses Wechselspiel der Farben geschieht unterbewusst und zwar immer subjektiv, dennoch kann bei der Gestaltung oder bei der Werbung im Allgemeinen gezielt mit Farben gearbeitet werden, um bestimmte Reaktionen bei den Betrachtern hervorzurufen.

Farben und ihre Wirkung

Verschiedene Farben haben verschiedene Wirkungen auf den Betrachter. Dabei werden die Farben sowohl mit positiven als auch mit negativen Eigenschaften assoziiert. Die wichtigsten Farben werden kurz vorgestellt:
Rot
Rot steht als warme Farbe für Liebe, Leidenschaft, Verführung oder Freude, aber auch für Aggressivität, Zorn, Hass. Rot ist die symbolische Farbe des Blutes und des Krieges, der Macht und des Mutes.
Gelb
Gelb ist Farbe der Sonne und daher eindeutig eine warme Farbe. Gelb wird assoziiert mit Freundlichkeit, Lebensfreude oder Optimismus. Neid und Eifersucht, Geiz, Egoismus und Unsicherheit sind hingegen negative Assoziationen der Farbe Gelb.
Blau
Blau ist zwar eine kalte Farbe, wie die anderen Farben ruft die Farbe Blau aber ebenfalls positive und negative Verknüpfungen hervor. Blau steht als Farbe des Himmels und des Meeres zum Beispiel für Harmonie, Treue, Ruhe, Zufriedenheit oder Phantasie, aber auch für Kälte, Ferne, Sehnsucht oder der Lüge.
Grün
Grün ist die Farbe der Natur und steht daher für Frische, Natürlichkeit, Jugend, Gesundheit, Lebendigkeit und Hoffnung. Als ausgleichende Kraft zwischen Rot und Blau ist Grün eher positiv als negativ besetzt. Negativ verknüpft wird die Farbe in ihrer reinen Form mit Unreife, grelles Grün kann aber auch giftig und dunkles Grün dämonisch wirken.
Orange
Orange ist als Mischung zwischen Rot und Gelb eine sehr warme Farbe und ist daher mit vielen Positiven Eigenschaften verknüpft. Orange steht für Lebhaftigkeit, Freude, Geselligkeit Ausgelassenheit und Spaß. Negativ hingegen ist die Künstlichkeit, Aufdringlichkeit oder die Angeberei.
Lila
Lila ist die Farbe des Mystischen und des Übersinnlichen. Früher galt Lila als edle und teure Farbe, da es nur schwer herzustellen war. Lila gilt deshalb auch als Farbe des Reichtums und der Macht und steht auch für Luxus, Extravaganz und Erhabenheit. Negativ besetzt ist Lila mit Eitelkeit, Untreue und Misstrauen, Schwermütigkeit und Unsicherheit.

Unbunte Farben

Schwarz
Schwarz gilt zwar nicht als Farbton, sondern als sogenannte unbunte Farbe, hat aber eine ebenso eine große Symbolik. So steht Schwarz für den Tod, das Böse und die Dunkelheit, für Trauer, Leere, Einsamkeit. Allerdings wirkt Schwarz in der heutigen westlichen Welt als modern, sachlich, kompetent und funktional.
Weiß
Weiß ist ebenfalls eine unbunte Farbe und bildet den Gegensatz zu Schwarz. Weiß steht als Farbe der Engel für Frömmigkeit Frieden, Unschuld, Reinheit und Sauberkeit. Während in den westlichen Kulturkreisen kaum Negatives mit der Farbe weiß verbunden wird, steht sie hingegen in China für den Tod und die Trauer.
Grau
Grau ist ebenfalls eine unbunte Farbe. Grau steht für Neutralität und Sachlichkeit, Unaufdringlichkeit und Nüchternheit, aber auch für Trostlosigkeit, Kraftlosigkeit, Eintönigkeit und Elend.

Fazit

Die unterschiedliche Wirkung von Farben ist enorm und nicht zu unterschätzen. In der Werbung und der Gestaltung ist die Farblehre und die Farbpsychologie ein wichtiger Grundstein in Theorie und Praxis. Auch in der Fotografie ist die Arbeit mit Farben essentieller Bestandteil.
Wer also zukünftig ganz gezielt bestimmte Gefühle und Reaktionen bei Betrachtern seiner Fotos oder seiner Gestaltungsprodukte auslösen möchte, sollte über die bewusste Einbeziehung von Farben nachdenken. Möglicherweise fragen sich die Betrachter später auch, was der Fotograf oder Gestalter mit dieser oder jenen Farbe sagen wollte.

Der Beitrag Die psychologische Wirkung von Farben erschien zuerst auf Magazin für Druck und Design.

]]>