Der Unterschied zwischen Pixel- und Vektorgrafiken

Der Unterschied zwischen Pixel- und Vektorgrafiken

Die Digitalisierung hat auch vor Druckereien nicht halt gemacht. Nicht nur der Digitaldruck steht für die neuen Entwicklungen in der Branche, auch die Wünsche und Ansprüche der Kunden oder der Vertrieb der Druckereien hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Die Folge ist, dass nicht mehr hauptsächlich nur Unternehmen mit Aufträgen an Druckereien herantreten, sondern auch immer mehr Privatpersonen. Vielen Laien sind aber bei der Erstellung von druckreifen Dateien die grundlegenden Begrifflichkeiten nicht bekannt. Wichtig ist zum Beispiel der Unterschied zwischen pixelbasierten und vektorbasierten Grafiken…

Privatpersonen oder Selbstständige können aus Kosten- oder Zeitgründen selbstverständlich nicht immer zu Grafikern oder anderen Experten greifen, wenn ein Flyer, ein Logo oder ein anderes Design erstellt werden muss. Also bringt sich der ambitionierte angehende Gestalter die Arbeit selbst bei. Das ist zwar eine wunderbare Beschäftigung, die am Ende in der Regel auch die verdienten Früchte trägt – gerade aber ohne externe Hilfestellung wird die Autodidaktik doch irgendwann schwer fallen. Das beginnt bereits beim Designprozess und endet bei der Erstellung eines druckreifen Dokuments. Bereits vor Beginn der Designarbeit sollte schon einmal Klarheit über grundsätzliche Begriffe des Prozesses herrschen. Dazu gehören eben auch die Pixel- und Vektorgrafiken.

Pixelgrafik

Die Pixelgrafik wird auch Raster- oder Bitmap-Grafik genannt und beschreibt eine Grafik, die aus einzelnen Bildpunkten eines Farbwertes besteht, die sich zweidimensional in Höhe und Breite erstreckt. Die Ausmaße beschreiben wiederum die sogenannte Auflösung der Grafik. Fotos oder Grafiken mit komplexen Farbverläufen sind daher im Normalfall pixelbasiert. Allerdings haben Pixelgrafiken einen entscheidenden Nachteil, den jeder kennt. Wenn diese Fotos oder Grafiken vergrößert oder skaliert werden, leidet die Bildqualität entscheidend, da durch das Raster ein sogenannter Treppeneffekt entsteht, durch den die Grafiken dann deutlich unscharf wirken. Bei vielen pixelbasierten Dateiformaten wird zudem eine starke Kompression eingesetzt, die ebenfalls zu Qualitätseinbußen führt.

Vektorgrafik

Die Vektorgrafik besteht nicht aus einzelnen Bildpunkten, sondern aus geometrisch definierten Grundelementen. Die jeweiligen Vektoren sind zum Beispiel aus Linien, Kurven, Kreisen oder anderen Formen zusammengesetzt, die gemeinsam komplexe Grafiken ergeben können. Diese Grundelemente werden auch Primitive genannt und erstrecken sich ebenfalls über den zweidimensionalen Raum der Bildauflösung. Da die Vektorgrafiken nicht aus festgelegten Bildpunkten bestehen, sondern aus einer Art Bildbeschreibung, die die Objekte exakt definiert, können diese Objekte auch bei einer Vergrößerung des Bildes scharf dargestellt werden. Die stufenlose Skalierbarkeit ist der entscheidende Vorteil bei vektorbasierten Grafiken. Zudem benötigen Vektorgrafiken deutlich weniger Speicherplatz als Pixelgrafiken.

Anwendungsbereiche der Grafiken

Während – wie bereits erwähnt – komplexe Farbverläufe optimal mit pixelbasierten Grafiken dargestellt werden können, eignen sich Vektorgrafiken eher für geometrische Formen oder Schriften. Bei vielen Designprozessen wird also mit Vektorgrafiken gearbeitet, da diese deutlich flexibler und wandelbarer sind als oft fest definierte Pixelgrafiken. Für die Arbeit mit Vektorgrafiken ist spezielle Software vonnöten, bekannte Vertreter sind zum Beispiel Adobe Illustrator oder Corel Draw. Mit diesen Programmen können die geometrischen Formen oder der Text der Grafiken jederzeit verändert werden, wohingegen pixelbasierte Dateien nicht mehr modifizierbar sind. So ist es nicht verwunderlich, dass professionelle Designer oder Grafiker häufig mit Vektorgrafiken arbeiten.

Privatpersonen arbeiten hingegen häufiger mit pixelbasierten Grafiken. Durch die Digitalisierung finden aber auch immer mehr Laien Gefallen an den flexiblen Dateiformaten. In einigen Fällen sind in einen Designprozess sogar beide Dateitypen involviert, wenn etwa die Skizzen per Hand gefertigt, als Pixelgrafiken eingescannt und anschließend in Vektorgrafiken umgewandelt werden.

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