Magazin für Druck und Design http://www.pixopolis.de/magazin Tipps und Anleitungen für gelungene Druckprodukte Wed, 30 Aug 2017 20:13:47 +0000 de-DE hourly 1 Foto-Daumenkino selber basteln http://www.pixopolis.de/magazin/diy/foto-daumenkino-selber-basteln/ Wed, 30 Aug 2017 14:17:22 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=592 Das sogenannte „Daumenkino“ mag Vielen der jüngeren Generationen schon kein Begriff mehr sein – spiegelt es doch das analoge Zeitalter wider wie kaum ein anderer Gegenstand. Heutzutage sind in der Online-Welt GIF-Dateien auf dem Vormarsch. Mehrere Einzelbilder, die zu einer Animation zusammengefügt werden, sind aber selbstverständlich keine Erfindung des Internets, sondern begeisterten die Menschheit schon […]

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Das sogenannte „Daumenkino“ mag Vielen der jüngeren Generationen schon kein Begriff mehr sein – spiegelt es doch das analoge Zeitalter wider wie kaum ein anderer Gegenstand. Heutzutage sind in der Online-Welt GIF-Dateien auf dem Vormarsch. Mehrere Einzelbilder, die zu einer Animation zusammengefügt werden, sind aber selbstverständlich keine Erfindung des Internets, sondern begeisterten die Menschheit schon über Jahrhunderte. Da wird es doch Zeit, das charmante Fingerspielzeug wieder in Mode zu bringen. Und das am besten selbst gebastelt.

Die Vorzüge

Das Daumenkino zeichnet insbesondere seine Vielseitigkeit aus. Ob selbst gemalt oder gezeichnet oder aber mit Fotos geschmückt – die Bildsequenzen passen zu jedem Anlass. Besonders als Geschenk an Freunde, Familie oder den Partner eignet sich das Daumenkino, denn einerseits kann die Botschaft ganz individuell und persönlich sein, andererseits ist ein greifbares und selbst gebasteltes Präsent doch um einiges schöner als eine abstrakte virtuelle Animation. Dazu kommt, dass die Bastelei auch noch kinderleicht ist.

Die Vorbereitung

Um am Ende den gewünschten Video-Effekt zu erzielen, eignen sich am besten Einzelbilder einer Serienaufnahme oder eine zu Einzelbildern zerlegte Filmsequenz. Für die Zerlegung eines Videos in Einzelbilder gibt es im Internet entsprechende Software. Einfacher ist aber ohnehin die Serienaufnahme, die mit so ziemlich jeder Fotokamera möglich ist. Natürlich können auch einzelne Fotos für das Daumenkino herhalten, allerdings ist dies ungleich anstrengender als bei der Serienbildaufnahme, da die Bewegungen im Bild immer zum nächsten passen müssen, um einen „echten“ Video-Effekt zu erzielen.
Wichtig ist, dass bereits im Vorfeld Klarheit darüber herrscht, welcher Film letztendlich im Daumenkino zu sehen sein soll. Da die meisten Serienaufnahme-Funktionen begrenzt sind, sollte die Botschaft kurz und knapp gehalten werden. Ein romantischer Kuss mit dem oder der Liebsten, der frischgeborene Nachwuchs in den Armen der Mutter oder die Kinder beim Sport – große Emotionen für tolle Motive gibt es zu Genüge. Werden diese emotionalen Momente auch noch per Serienbildaufnahme festgehalten, steht der Bastelarbeit für das Daumenkino auch nichts mehr im Wege.

Die Materialliste

Zuerst einmal muss entschieden werden, in welcher Form das Daumenkino gebastelt werden soll. Sollen die Fotos übereinander gelegt und an einer Seite verklebt werden oder sollen die Fotos in ein passendes Buch oder Notizheft geklebt werden? Die erste Variante ist etwas einfacher, während die zweite Variante ein wenig mehr her macht.

Variante 1:

  • 20-50 auf Fotopapier ausgedruckte Bilder im gewünschten Format
  • Schneidemaschine oder Schere
  • Tacker
  • Tesafilm
  • Farbiges Klebeband

Variante 2:

  • 20-50 auf Fotopapier ausgedruckte Bilder
  • Schneidemaschine oder Schere
  • Notizheft im gewünschten Format
  • Klebstift oder Fotoklebepads

Die Bastelarbeit

Für die erste Daumenkino-Variante wird zuerst das gewünschte Format für die Fotoreihe bestimmt. Das Daumenkino funktioniert am besten mit relativ kleinen Abmessungen, zum Beispiel 8 x 6 cm. Fotos werden auf der Druckvorlage natürlich möglichst platzsparend platziert und anschließend auf Fotopapier gedruckt. Die Schneidemaschine oder notfalls eine Schere erledigen die Feinarbeit. Danach werden die Fotos in die richtige Reihenfolge gebracht und von vorne betrachtet auf der linken Seite zusammengetackert. Um wirklich sicherzugehen, dass die Fotos aneinander heften, kann an der gleichen Stelle noch einmal mit Tesafilm nachgeholfen werden. Dafür wird ein Tesafilmstreifen einmal um den linken Rand der Fotos geklebt. Mit farbigem Klebeband werden schließlich das Tesafilm und die Klammern vom Tacker versteckt, so dass das Daumenkino optisch einen einwandfreien Eindruck macht.

Für die zweite Variante hingegen werden die ausgedruckten und ausgeschnittenen Fotos in ein dünnes Notizheft geklebt. Da Fotos bei Flüssigkleber schnell anfangen, Wellen zu schlagen, greifen wir lieber zu einem Klebestift oder zu Fotoklebepads. Falls das Notizheft viel mehr Seiten hat als Fotos für das Daumenkino vorhanden sind, sollten überflüssige Seiten bereits vorher entfernt werden. In der richtigen Reihenfolge werden auf die übriggebliebenen Seiten nun die Fotos geklebt. Anschließend können das Deckblatt und die Rückseite des Notizhefts noch verziert werden.

Beide Varianten des Daumenkinos sind schnell und leicht gebastelt. Am Ende steht ein sehr persönliches und liebevolles Geschenk, das tolle Momente wiedergibt. Zum Geburtstag, zum Valentinstag oder einfach für zwischendurch – das selbst gebastelte Foto-Daumenkino ist das ideale Geschenk zu jedem Anlass.

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Plastikdruck – Recycling für Zuhause http://www.pixopolis.de/magazin/diy/plastikdruck-recycling-fuer-zuhause/ Mon, 28 Aug 2017 14:13:31 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=651 Sie fliegen zu Hauf in unseren Schränken herum, nehmen unnötig viel Platz weg, werden sowieso so gut wie nie benutzt und sind zudem auch nicht gerade sehr umweltfreundlich: Die Rede ist von den altbekannten Plastiktüten. Aber warum nicht einfach mal selbst recyceln und mit einer ganz einfachen Drucktechnik neue Accessoires kreieren? Immerhin bringen Modeketten immer […]

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Sie fliegen zu Hauf in unseren Schränken herum, nehmen unnötig viel Platz weg, werden sowieso so gut wie nie benutzt und sind zudem auch nicht gerade sehr umweltfreundlich: Die Rede ist von den altbekannten Plastiktüten. Aber warum nicht einfach mal selbst recyceln und mit einer ganz einfachen Drucktechnik neue Accessoires kreieren? Immerhin bringen Modeketten immer wieder neue und oft auch ansprechende Designs auf ihre Tüten.

Materialien

Das wichtigste Utensil bei diesem Druck-DIY ist natürlich die Plastiktüte selbst. So gut wie jeder Laden im Einzelhandel hat für Kunden Plastiktüten parat, um die eingekauften Gegenstände zu verpacken. Dabei ist die Tüte für die Unternehmen zudem ein willkommener Werbeträger, auf den häufig das Logo, oft aber auch ein markanter Schriftzug oder eine nette Grafik des Corporate Designs, prangt.
In diesem Tutorial wird mit simplen Tricks dieses Logo oder die Grafik der Plastiktüte auf einen anderen Stoff übertragen. Ob Kissenbezüge, Jutebeutel oder jegliche Einrichtungsaccessoires – im Internet oder in Einrichtungsläden ist neben Materialien auch garantiert die ein oder andere Inspiration zu finden. Der zu bedruckende Stoff sollte im besten Falle aus Baumwolle bestehen, synthetische Stoffe sind unter Hitzeeinfluss nämlich eher weniger geeignet. Weiterhin werden eine Schere, Backpapier, Bügeleisen sowie Bügelbrett für die Prozedur benötigt.

Wichtig: Da nicht jedes Plastik auf dem ausgewählten Material haften bleibt, sollte die Kombination der Auswahl auf jeden Fall vor dem tatsächlichen Druck auf einem Stoffrest getestet werden. Da jedes Material anders ist, stellt sich auch immer erst nach dem Druck heraus, wie sich die Stoffe verhalten. Dabei können dann auch Hitze und Dauer individuell angepasst werden.

Drucktechnik

Nachdem die Stoffe ausgesucht wurden, sollte als erstes überlegt werden, welches Muster oder Logo auf den zu bedruckenden Stoff übertragen werden soll. Aus den Schriftzügen der jeweiligen Marken können so zum Beispiel eigene Wörter oder Sätze gebildet werden. Individuelle Formen und Motive sind natürlich auch möglich. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass die Fläche des Druckes nicht zu groß ist, damit der Stoff sich nicht verzieht. Sind die Muster ausgewählt, kann mit dem Druck losgelegt werden. Hierzu sollten die Plastikausschnitte auf die jeweilige Position des zu bedruckenden Stoffes gelegt werden. Es ist hilfreich, das komplette Muster zurecht zu legen, denn nach dem Druck lässt es sich nicht mehr verändern. Hat man sich dann für ein Design entschieden, können die Formen einzeln auf die Tasche, das Kissen oder jedes andere Objekt gebracht werden. Dafür müssen die ausgeschnittenen Plastikmotive mit einem Backpapierzuschnitt bedeckt werden und anschließend mit dem Bügeleisen auf Stufe zwei für 30 bis 60 Sekunden komplett bedeckt werden, um dann etwas Druck auszuüben. Dies ist anfangs besonders wichtig, damit das Motiv nicht verrutscht und gleichmäßig auf den Stoff aufgetragen werden kann. Nach etwa zehn Sekunden kann dann mit dem Bügeleisen in langsamen Bewegungen über den Stoff gefahren werden. Dabei darf die Temperatur nicht zu hoch eingestellt sein und das Bügeleisen nicht unbeaufsichtigt auf dem Papier liegen, da sich das Plastik sonst verzieht und Brandgefahr bestehen kann.
Nach gegebener Zeit kann das Backpapier leicht abgezogen werden, um zu schauen, ob der Zuschnitt bereits haftet. Ist dies nicht der Fall, sollte noch für einige Sekunden weitergebügelt werden, bis der gewünschte Effekt auch sichtbar wird.

Weitere Hinweise

Diese Drucktechnik ist gut geeignet für Accessoires, die keiner permanenten Beanspruchung unterliegen. Es ist wichtig darauf zu achten, dass die Stoffe nicht zu sehr gedehnt werden. Deswegen ist eine Bedruckung auf Kleidungsstücken eher nicht zu empfehlen. Auf Kissenbezüge oder Jutebeutel ist die Technik jedoch auf jeden Fall anwendbar. Weiterhin wichtig zu beachten ist, dass die bedruckten Stoffe mit der Hand gewaschen werden müssen. Einen Waschmaschinengang hält der Druck leider nicht aus, da die Temperaturen und die Beanspruchung des Stoffes das Druckmuster auflösen lassen.

Wer sich an diese Hinweise hält, kann mit solch einfachen Mitteln also nicht nur neue Dekorationsgegenstände zaubern, sondern auch überflüssige und nervige Plastiktüten recyceln. Und das alles für nur wenig Geld. Wem dabei die Ideen ausgehen, der kann sich außerdem von der Vielzahl an Motiven auf den jeweiligen Plastiktüten beim nächsten Einkaufsbummel immer wieder inspirieren lassen.

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Transparentes Papier bedrucken http://www.pixopolis.de/magazin/druck/transparentes-papier-bedrucken/ Mon, 24 Jul 2017 14:15:55 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=597 Mal etwas ganz anderes machen: Mit dem linken statt mit dem rechten Fuß aufstehen, den Bus statt das Auto zur Arbeit nehmen oder transparentes Papier statt mattes Weiß bedrucken. Für wichtige Dokumente ist das Transparentpapier vielleicht nicht zu empfehlen, aber besonders für Geschenke oder als Deko-Element ist es immer eine gute Idee. Transparentes Papier ist […]

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Mal etwas ganz anderes machen: Mit dem linken statt mit dem rechten Fuß aufstehen, den Bus statt das Auto zur Arbeit nehmen oder transparentes Papier statt mattes Weiß bedrucken. Für wichtige Dokumente ist das Transparentpapier vielleicht nicht zu empfehlen, aber besonders für Geschenke oder als Deko-Element ist es immer eine gute Idee.

Transparentes Papier ist vielseitig einsetzbar, ein wahrer Tausendsassa also. Dennoch sieht man es nicht sehr oft im Alltagsgebrauch. Das sollte Ansporn genug sein, um tolle Gestaltungsideen mit transparentem Papier zu verwirklichen. Besonders in der Weihnachtszeit wird in den Wohn- und Kinderzimmern gebastelt, was das Zeug hält. Bei vielen Basteleien wirkt Transparentpapier neuartig und interessant. Als Fenster-Folie, Geschenkpapier oder für sonstige kreative Ideen – Ausprobieren lohnt sich!

Wo gibt es Transparentpapier zu kaufen?

In allen herkömmlichen Bastel- oder Schreibwarenhandlungen oder in diversen Online-Shops gibt es das transparente Papier zu kaufen. Dabei gibt es natürlich nicht nur weißes Transparentpapier, sondern eine Variation vieler Farben. 100 Blatt Transparentpapier in mehreren Farben gibt es im Internet beispielsweise schon für rund zehn Euro.

Was muss ich beim Druck beachten?

Ganz wichtig beim Bedrucken von transparentem Papier ist der Kontrast. Da der Hintergrund durchscheint, muss sich der Druck durch einen erhöhten Kontrast absetzen können. Das Foto oder die Grafik kann durch eine einfache Erhöhung des Kontrastwertes in den Standard-Fotobearbeitungsprogrammen entsprechend bearbeitet werden.
Weiterhin sollte beachtet werden, dass bei beiderseitigem Bedrucken des Papiers so gestaltet wird, dass sich beide Seiten nicht ungewollt überschneiden, da beide Seiten ja jeweils durchscheinen. Vorher also im Kopf einmal durchgehen, wie beide Seiten sich zueinander verhalten. Speziell bei farbigem Papier sollte das Zusammenspiel der Papierfarbe und der Druckfarbe bedacht werden.
Dunkle Flächen sollten idealerweise vermieden werden, da sie einerseits das Material zu sehr beanspruchen könnten und andererseits die Transparenz aufheben. In Bearbeitungsprogrammen wie Adobe Lightroom kann der Kontrast für partielle Flächen geändert werden. Zudem trocknen die dunklen Flächen langsamer aus und neigen dazu, Kontaktrektionen – also lästige Ölabscheidungen – zu bilden.
Beim Druck selbst spielt die Druckfarbe eine große Rolle. Empfohlen wird besonders beim Offset-Druck die Verwendung von rein oxidativ trocknender Druckfarbe, auch Folienfarbe genannt. Diese muss nicht ins Material einziehen um zu trocknen sondern härtet an der Luft. Da transparentes Papier weniger Flüssigkeit aufnehmen kann, ist die Wahl von Folienfarbe definitiv ratsam.
Transparentes Papier ist im Gegensatz zum normalen Druckerpapier sehr Klima-empfindlich. Hohe Temperaturen oder eine hohe Luftfeuchtigkeit lassen das Papier unter Umständen Wellen schlagen oder sie verzögern den Trocknungsprozess.
Nach dem Drucken sollten Sie die Folien unbedingt nur an den Rändern anfassen, da die Tinte auf der Papieroberfläche möglicherweise noch nicht getrocknet ist. Außerdem können schnell Fettabdrücke der Finger auf dem Papier zurückbleiben.

Aller Vorsicht zum Trotz ist das bedruckte Transparentpapier ein spannendes Dekorationselement – auf alle Fälle mehr als nur ein Ersatz für mattes Papier. Wer gerne bastelt, kann die Basteleien einfach mit Transparentpapier durchführen. Das Folienpapier ist nicht viel teurer, dafür aber umso vielseitiger. Zwar erfordert der Umgang des Papiers beim Druck mehr Aufmerksamkeit als beim herkömmlichen Papier, doch das Ergebnis lohnt sich. Also immer schön den Durchblick bewahren!

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Einen Fotokalender selber machen http://www.pixopolis.de/magazin/diy/einen-fotokalender-selber-machen/ Thu, 20 Jul 2017 14:16:44 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=546 Ein Fotokalender ist immer wieder ein schönes Geschenk an den Partner, an enge Freunde oder an Familienmitglieder. Wenn man sich für einen Monatskalender ohne Wochentagsangaben entscheidet, kann sich der Beschenkte gleich mehrere Jahre an dem Kalender erfreuen. Einen Fotokalender können selbst die Unkreativen problemlos gestalten. Bastelkalender gibt es in jedem gut sortierten Schreibwarengeschäft. Zusätzlich braucht […]

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Ein Fotokalender ist immer wieder ein schönes Geschenk an den Partner, an enge Freunde oder an Familienmitglieder. Wenn man sich für einen Monatskalender ohne Wochentagsangaben entscheidet, kann sich der Beschenkte gleich mehrere Jahre an dem Kalender erfreuen.

Einen Fotokalender können selbst die Unkreativen problemlos gestalten. Bastelkalender gibt es in jedem gut sortierten Schreibwarengeschäft. Zusätzlich braucht es nur noch 12 persönliche Fotos, die auf den freien Flächen auf der Seite jeden Monats mit einem Klebestift oder einem speziellen Fotokleber angebracht werden. So einfach ist ein individuelles Geschenk geschaffen.Natürlich können die Seiten auch weiter bemalt, beschriftet und beklebt werden. Der eigenen Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Besonders eignen sich schöne Sprüche und Zitate, aber auch Verzierungen, die zur jeweiligen Jahreszeit passen. Zusätzliche Inspirationen kann man unter anderem in zahlreichen Youtube-Videos bekommen.
Noch einfacher ist es, sich seinen Fotokalender online zu erstellen. Teilweise müssen dafür nur noch die gewünschten Fotos hochgeladen und den passenden Monaten zugeordnet werden. Anschließend kann der Auftrag abgeschlossen werden und der fertig gedruckte und gebundene Kalender kommt bequem mit der Post nach Hause.

Die oben genannten Ideen sind vor allem geeignet, wenn man in kurzer Zeit noch etwas persönliches verschenken möchte oder einem die Bastelarbeiten wegen zweier linker Hände so ganz und gar nicht liegen. Für all diejenigen, denen der bestellte Kalender nicht individuell genug ist, gibt es auch die Möglichkeit den Kalender komplett selbst zu basteln.

  • Die Materialliste:
  • Tonpapier für 13 gleich große Rechtecke (Tipp: Auf hellen Farben sind Termine besser sichtbar)
  • 13 Fotos
  • Bleistift
  • Klebestift oder Fotokleber
  • Lineal
  • Schere
  • Optional: zweite Farbe Tonpapier, Bunte Stifte, Sticker, Spiralbindegerät

Ausschneiden der Kalenderblätter

Für die gleich großen Rechtecke sollte man die Außenlinien mit Bleistift und Lineal vorzeichnen und dann sorgfältig ausschneiden. Es empfiehlt sich bei den Maßen darauf zu achten, dass die Rechtecke etwas mehr als doppelt so groß wie die Fotos sind. Damit wird verhindert, dass die Fotos über die Kanten der Kalenderseiten überstehen.

Einrichten der Monate

Die fertig ausgeschnittenen Kalenderblätter werden nun zunächst mit den Monatsnamen beschriftet. Je nach Geschmack können die Kalendertage danach bei jedem Monat anders angeordnet werden. Aber Achtung! Wichtig ist es, dass das Foto noch zwischen die Tage passt. Die Kalendertage können mit den Filzstiften entweder direkt auf den Tonkarton oder je nach Belieben auch auf einen zusätzlichen Streifen Tonpapier gezeichnet werden. Dieser wird dann auf den ursprünglichen Karton geklebt. Damit der Kalender gut lesbar ist, sollte man hierbei wieder mit einem Lineal arbeiten.
Als Hauptmotiv wird dann für jeden Monat ein Foto auf die Seiten geklebt. Es empfiehlt sich dabei darauf zu achten, dass die Fotos zur jeweiligen Jahreszeit passen. Zum Juli passt zum Beispiel ein Foto aus dem Sommerurlaub oder vom Badesee besonders gt, im Januar ein Foto vom Schlittenfahren und im Dezember ein Foto vom geschmückten Weihnachtsbaum oder auf dem Weihnachtsmarkt.
Nachdem die Fotos aufgeklebt worden sind, können die Seiten abschließend dekoriert werden. Dafür eignen sich beispielsweise selbst gemalte Schnörkel, Sticker und kleine persönliche Erinnerungsstücke. Auch eine tolle Idee ist es, jeden Monat mit einem schönen Spruch zu versehen.

Den Kalender binden

Abschließend wird der Kalender gebunden. Dafür müssen die Kalenderblätter in der richtigen Reihenfolge gestapelt werden. In einem Spiralbindegerät kann der Kalender dann gebunden werden. Da nicht jeder Haushalt mit einem Bindegerät ausgestattet ist, können die Blätter alternativ auch in einem Copyshop gebunden werden lassen. Fertig ist der schöne, ganz persönliche Kalender zum Verschenken oder für zu Hause.

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Dein Instagram Feed für zu Hause – Fotowand http://www.pixopolis.de/magazin/diy/dein-instagram-feed-fuer-zu-hause-fotowand-diy/ Fri, 14 Jul 2017 14:22:21 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=580 Wer seine Wohnung mit Bildern schmücken möchte, tut dies für gewöhnlich mit Fotos im Hoch- oder Querformat. Sie werden in einen hübschen Bilderrahmen gesteckt und an die Wand gehängt. Um dieser alltäglichen, verstaubten Idee etwas Schwung zu verleihen, kann dies auch auf eine andere, moderne und vor allem gradlinigere Art und Weise umgesetzt werden. Der […]

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Wer seine Wohnung mit Bildern schmücken möchte, tut dies für gewöhnlich mit Fotos im Hoch- oder Querformat. Sie werden in einen hübschen Bilderrahmen gesteckt und an die Wand gehängt. Um dieser alltäglichen, verstaubten Idee etwas Schwung zu verleihen, kann dies auch auf eine andere, moderne und vor allem gradlinigere Art und Weise umgesetzt werden. Der Schlüssel hierzu sind quadratische Bilder à la Instagram.

Berühmt geworden ist die App u. a. durch ihr typisches quadratisches Foto- und Video Format (welches mittlerweile aber auch 16:9 ermöglicht). Die quadratische Form bleibt jedoch Grundeinstellung und ist im Feed jedes einzelnen Nutzers als Vorschaubild zu erkennen. Warum also nicht einfach die Flut an geschossenen Fotos – egal ob bei Instagram hochgeladen oder nicht – an die Wand bringen, anstatt sie auf dem Smartphone in Vergessenheit geraten zu lassen. Hierfür werden hinter die Fotos Moosgummizuschnitte geklebt, die wiederum an die Wand gebracht und letztendlich umrahmt werden. Das Moosgummi bringt Haptik in die Fotowand, da die Bilder nicht einfach in ein Plexiglas eingerahmt werden, sondern direkt an der Wand befestigt sind.
Die Materialliste:

  • 49 Fotos (13×13 cm)
  • Schwarzes Moosgummi
  • 100 x 100 cm Bilderrahmen (ohne Glasscheibe)
  • Nägel
  • Maßband
  • Kreppband
  • Cuttermesser
  • Fotokleber/Fototape
  • Evtl. Bastelpappe

Es werden jeweils 7 Bilder pro Zeile und Reihe mit 0,75 cm Abstand geklebt, zum Rahmen gibt es keinen Abstand (Das Ganze kann natürlich in beliebiger Größe umgesetzt werden)
7 x 13 cm = 91 cm
12 x 0,75 cm = 9 cm
= 100 cm

Und so geht’s:

Im ersten Schritt wird die Wand, an der das Bild später hängen soll, abgemessen und mit Kreppband abgeklebt. Das innere Format sollte zu jeder Seite 100 cm breit sein. Das vorherige Abkleben hat den Vorteil, dass die Position an der Wand beliebig oft geändert werden und wenn es beim ersten Mal nicht gleich gelingt, es nochmals begradigt werden kann. Wer die Fotos nicht direkt an seine Wand befestigen möchte, kann auch weiße Bastelpappe als Untergrund nehmen, diese mit dem Kreppband an die Wand und darauf dann die Fotos kleben.
Im zweiten Schritt benötigen wir 49 Moosgummizuschnitte, die mit einem Cuttermesser auf 13×13 cm in das Fotoformat gebracht werden. Moosgummi gibt es etwa in Baumärkten, in Bastelläden oder selbstverständlich in allen Formen und Varianten im Internet zu kaufen. Die Bilder werden dann mit Fotokleber auf den Moosgummizuschnitten befestigt. Ist dieser Arbeitsschritt getan, können die Fotos Stück für Stück mit Fototape an die Wand bzw. die Bastelpappe gebracht werden. Dies geschieht direkt an der Innenseite des Kreppbandes. Dabei ist etwas Geduld nötig, da es wichtig ist, genau 0,75 Zentimeter Abstand einzuhalten und die Bilder gerade aufzukleben, damit die Rechnung aufgeht und ein schönes Endergebnis garantiert werden kann. Sind alle Fotos an die Wand gebracht, kann im letzten Schritt der Bilderrahmen angebracht werden.

Varianten:
Das Gute an dieser Instagram-Wand für zu Hause ist, dass der Kreativität freien Lauf gelassen werden kann. Ob mit schwarz-weiß Bildern und einem knalligen Bilderrahmen, buntem Moosgummi oder doch schlicht gehalten und durch einen goldenen Bilderrahmen umrahmt. Hier sind absolut keine Grenzen gesetzt und die Fotos können zudem jederzeit ausgewechselt werden. Modern wird die Wand ohnehin wirken, der einheitliche Stil, der durch die quadratischen Fotos dargestellt und sonst durch verwirrende Hoch- oder Querformate gestört wird, liegt absolut im Trend.
Und wenn das noch nicht genug ist: Einfach ein Foto der Instagram-Wand schießen, bei selbiger App hochladen und jeden daran teilhaben lassen.

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Photoshop Basics: Doppelbelichtungen http://www.pixopolis.de/magazin/fotoschule/photoshop-basics-doppelbelichtungen/ Wed, 12 Jul 2017 14:08:31 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=644 Noch zu Zeiten der analogen Fotografie waren Doppel- oder Mehrfachbelichtungen gern gesehene Spielereien. Die Technik war relativ simpel und versprach kreative und mysteriös angehauchte Ergebnisse. Dazu wurde mit einer Kamera und einem analogen Film zwei- oder mehrmals fotografiert ohne den Film weiter zu transportieren. So bestand das eigentliche Foto letztendlich aus zwei verschiedenen Ebenen, die […]

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Noch zu Zeiten der analogen Fotografie waren Doppel- oder Mehrfachbelichtungen gern gesehene Spielereien. Die Technik war relativ simpel und versprach kreative und mysteriös angehauchte Ergebnisse. Dazu wurde mit einer Kamera und einem analogen Film zwei- oder mehrmals fotografiert ohne den Film weiter zu transportieren. So bestand das eigentliche Foto letztendlich aus zwei verschiedenen Ebenen, die jeweils zur Hälfte transparent sichtbar sind. Nach dem Siegeszug der digitalen Fotografie wurde es erst einmal ruhiger um die Doppelbelichtungen. Erst in den letzten Jahren sind die Doppelbelichtungen wieder mehr ins Rampenlicht gelangt – auch dank Photoshop. Denn dank des Bildbearbeitungsprogramms wurden die Schritte einerseits vereinfacht und das Ergebnis gleichzeitig perfektioniert.

Für die Doppelbelichtung in Photoshop gibt es aufgrund der Fülle an Optionen in diesem Programm auch viele Wege, die zum Ziel führen. Für dieses Tutorial wählen wir einen sehr einfachen und gut nachzuvollziehenden Weg zur Doppelbelichtung in nur fünf Schritten. Dafür sind außer erste Grundlagen keine weiterführenden Kenntnisse in dem Programm notwendig.

Fotografieren

Für eine Doppel- oder Mehrfachbelichtung braucht es natürlich auch zwei oder mehrere Fotos. Zwei Bilder eignen sich ideal, da zwei unterschiedliche Helligkeitsstufen übereinander am besten wirken. Ein beliebtes Motiv für die Doppelbelichtung ist zum Beispiel eine Portrait-Aufnahme eines Menschen in Kombination mit einer Landschaftsaufnahme oder einer urbanen Skyline. Beides zusammen ergibt ein spannendes und frisches Bild, das Lust auf mehr macht.
Die Portrait-Aufnahme sollte idealerweise vor einem einfarbigen oder sogar weißen Hintergrund geschossen werden. Dadurch ist es nachher leichter, das Motiv exakt freizustellen. Bei der Aufnahme der Landschaft oder der Skyline sollte zudem viel Wert auf kontrastreiche Strukturen gelegt werden, damit diese besser im finalen Bild zu sehen sind. Die einzelnen Motive, die Formate oder die Farbgebung kann selbstverständlich nach Belieben angepasst werden und eignet sich ohnehin ideal zum Ausprobieren.

Freistellen

Am PC oder Laptop geht es dann an die Feinarbeit. Das Portrait muss möglichst exakt freigestellt werden mittels einer Bildbearbeitungssoftware. Empfehlenswert ist ohne Frage der Branchenprimus Photoshop, aber auch Freeware wie Gimp oder vorinstallierte Bearbeitungsprogramme liefern in einigen Fällen die nötigen Werkzeuge. Das erste Werkzeug zum groben Freistellen kann das „Zauberstab-Werkzeug“ sein, das bereits automatisch den Hintergrund vom Motiv zu trennen versucht. Die Feinarbeit sollte allerdings lieber mit dem Zeichenstift-Werkzeug verrichtet werden, das auch die Haare vom Hintergrund trennen kann. Mit dem bereits aktivierten „Radius-verbessern-Werkzeug“ können dann die Haare genau freigestellt werden.

Masken erstellen

Das zweite Foto kann nun ebenfalls in Photoshop gezogen und auf die entsprechende Größe angepasst. Damit es aber nur auf dem freigestellten Gesicht sichtbar ist, muss von eben dieser Ebene eine Schnittmaske erstellt werden. Dafür muss die Ebene mit dem Portrait zuerst dupliziert werden. Dann werden die Ebenen mit der Alt-Taste (Windows) oder der Wahltaste (Mac) mit einem Mausklick zwischen die Trennlinie verbunden. Nun sollte bereits die gewünschte Kontur mit dem zweiten Foto im Hintergrund zu sehen sein.

Transparenz herstellen

Beide Fotos liegen übereinander und logischerweise ist nur die obere Ebene vollständig innerhalb der Schnittmaske sichtbar. Beide Ebenen müssen nun mittels der Deckkraft im Ebenenmodus so angepasst werden, dass der gewünschte Kontrast besteht. Je nach grundlegender Helligkeit der Motive müssen die Zahlen jedes Mal individuell abgestimmt werden, so dass kein allgemeingültiger Rat gegebene werden kann.

Feinjustieren

Hilfreich ist es, beide Fotos in unterschiedlichen Helligkeitsstufen übereinander zu legen. Die Helligkeit des Gesichts sollte also eher etwas heruntergefahren werden, während die Landschaftsaufnahme ruhig etwas aufgehellt werden kann. So ist garantiert, dass beide Fotos gleich gut zur Geltung kommen und nicht eines visuell überwiegt. Der Verzicht auf Farbe hilft bei den ersten Bildern ungemein, da der Kontrast so deutlicher ist. Als nächste Farbwahl sind Sepia-Töne zu empfehlen, bevor es für die Profis an stärker gesättigte Varianten geht.

Doppelbelichtungen eignen sich ideal für Einsteiger aber in etwas anspruchsvollerer Form genauso für ambitionierte Fotografen. Die Möglichkeit, zwei oder mehrere Fotos miteinander zu verbinden und so ein mysteriöses und spannendes Gesamtwerk zu schaffen, sorgt immer wieder für begeisterte Blicke. Nachdem die grundlegenden Mechanismen verstanden und erfolgreich umgesetzt wurden, kann nach Belieben experimentiert werden – ob mit der Anzahl der Bildebenen, der Farbgebung oder den abgebildeten Motiven. Doppelbelichtungen bergen noch viel Raum zum Erkunden und sind darüber hinaus eine optimale Gelegenheit, die eigenen Photoshop-Fähigkeiten zu verbessern.

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3D-Druck – Revolution in drei Dimensionen http://www.pixopolis.de/magazin/druck/3d-druck-revolution-in-drei-dimensionen/ Mon, 10 Jul 2017 14:03:13 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=665 Die Erfindung des Buchdrucks gilt als Meilenstein in der Drucktechnik und löste eine Revolution in der Vervielfältigung von Massendruckprodukten aus. Fast 600 Jahre später sprechen Experten von einer neuen Revolution der Drucktechnik: 3D-Drucker ermöglichen mittlerweile auch Privatpersonen, dreidimensionale Objekte zu fertigen und eröffnen völlig neue Möglichkeiten bei der Produktion und Reproduktion von Druckprodukten – im […]

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Die Erfindung des Buchdrucks gilt als Meilenstein in der Drucktechnik und löste eine Revolution in der Vervielfältigung von Massendruckprodukten aus. Fast 600 Jahre später sprechen Experten von einer neuen Revolution der Drucktechnik: 3D-Drucker ermöglichen mittlerweile auch Privatpersonen, dreidimensionale Objekte zu fertigen und eröffnen völlig neue Möglichkeiten bei der Produktion und Reproduktion von Druckprodukten – im Guten wie auch im Schlechten…
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts entwickelte sich eine bisher wenig bekannte Drucktechnik in der Industrie schnell zu einem schieren Hype: Der 3D-Druck – bereits im Jahr 1986 von dem US-Amerikaner Chuck Hull patentiert – versprach die individuelle oder massenweise Produktion von Objekten durch das Schmelzen und Formen von verschiedenen Materialien nach einem vorher definierten Muster. Schnell nahmen Fantasien und Traumvorstellungen ihren Lauf, aber auch Ängste machten sich breit: Immerhin könnten die Drucker in der Theorie nicht nur nützliche Gegenstände für den Alltag oder für die Industrie herstellen, sondern auch Waffen oder andere gefährliche Güter.
Mittlerweile sind 3D-Drucker vom Markt nicht mehr wegzudenken. Große Unternehmen diverser Branchen arbeiten bei der Fertigung von Prototypen und bei der Massenproduktion mit 3D-Druckern und Privatpersonen können bereits für wenige hundert Euro Geräte im Fachhandel erwerben. Industriegeräte kosten hingegen schon einmal schnell fünfstellige oder sogar sechsstellige Summen. Wir nehmen uns dem Trend des 3D-Drucks an und klären die wichtigsten Fragen um die Technologie.

Wie funktioniert der 3D-Druck?

Zu den wichtigsten Drucktechniken des 3D-Drucks gehören vor allem das Fused Deposition Modeling (FDM) für Kunststoffe und teilweise Kunstharze sowie die Stereolithografie, aber auch das selektive Laserschmelzen und das Elektronenstrahlschmelzen für Metalle, das selektive Lasersintern für Polymere, Keramik und Metalle und das Digital Light Processing für flüssige Kunstharze und das Polyjet-Modeling sowie.
Alle diese Drucktechniken eint eine gleichbleibende Funktionsweise: Das Material – oft eine optimierte Werkstoffmischung – wird in den meisten Fällen als Rolle in das Gerät eingesetzt. Die Rolle, auch Filament genannt, wird vor dem Druck verflüssigt und durch Drüsen gepresst. Die bewegliche Drüse wird exakt nach Vorgabe der digitalen dreidimensionalen Figur gesteuert und legt die Schichten des flüssigen Filaments so übereinander, dass die Figur geformt wird. Nach der Aushärtung des Objekts ist der Druckvorgang schon abgeschlossen. Der geringe Aufwand bei gleichzeitig geringen Materialkosten und wenig Verschleiß macht die Drucktechnik attraktiv für jede Art von Anwender.

Was sind die wichtigsten Anwendungsbereiche?

Dem 3D-Druck sind hinsichtlich der Anwendungsbereiche prinzipiell keine Grenzen gesetzt. Vom Flugzeughersteller über die Medizintechnik bis hin zum Häuserbau setzen große Unternehmen reihenweise auf die Technologie. Für die Produktion von Einzelteilen für seine Maschinen greift Boeing beispielsweise auf den 3D-Druck zurück. In der Medizin und der Bionik spielen 3D-Drucker ebenfalls eine immer größere Rolle: Künstliche Gelenke für den menschlichen Körper sind etwa ein hervorragendes Beispiel für den Nutzen der Innovation durch die Drucktechnologie. Welche praktischen Ausmaße die Druckprodukte annehmen können, zeigt hingegen ein Beispiel aus China. Im chinesischen Bezirk Tognzhou steht nun seit diesem Jahr ein komplett vom 3D-Drucker gefertigtes Wohnhaus, das außerdem Erdbeben der Stärke 8.0 auf der Richterskala standhalten können soll. Die Bauzeit für das Projekt betrug gerade einmal 45 Tage. Die Kosten und der Aufwand für die Produktion mit 3D-Druckern sind in den meisten Fällen erheblich geringer als bei der gewöhnlichen Fertigungsweise. Das Haus aus dem 3D-Drucker zeigt, dass die Drucktechnik revolutionäre Ausmaße annehmen könnte. Vor allem in Dritte-Welt-Ländern ist die Entwicklung daher interessant, weil die Einsparungen bei Kosten und Aufwand für die Infrastruktur und die Industrie ein unglaubliches Potential offenbaren.
Nicht alle scheinen aber die Vorzüge so zu schätzen. Vor allem die großen Drucktechnologiefirmen wie Hewlett-Packard, Epson oder Canon vernachlässigen diesen Trend und setzen weiterhin größtenteils auf die Standarddruckgeräte. Immerhin hat HP Mitte des Jahres seinen ersten 3D-Drucker vorgestellt. Auch viele größere Unternehmen, die als Anwender von den Vorteilen der Technologie profitieren könnten, nutzen 3D-Drucker nur in geringem Maße wie zum Beispiel bei der Produktion von einzelnen Prototypen. Der Trend der vergangenen Jahre zeigt allerdings, dass auch für die nächsten Jahre mit einem steigenden Umsatz im Bereich des 3D-Drucks gerechnet werden kann und durch verbesserte Geräte, Software und Materialien auch die Fertigung immer besser wird.

Was sind die Gefahren beim 3D-Druck?

Die missbräuchliche Verwendung der Technologie wurde bereits in den vergangenen Jahren viel diskutiert. Die Medien fanden ein gefundenes Fressen in einer Bauanleitung für eine funktionsfähige Pistole im Internet. In der Tat sind Waffen aus 3D-Druckern keine Unmöglichkeit und vor allem deshalb gefährlich, weil gefährliche Plastikgegenstände bei Sicherheitskontrollen nur schwierig zu identifizieren sind. Bisher blieb eine Missbrauchswelle zwar aus, doch sowohl die Sicherheitsbehörden als auch die Hersteller selbst sind gewarnt. Der dänische Anbieter Create it REAL hat zum Beispiel angekündigt, eine Art Filtersoftware auf den Geräten zu installieren, die das Drucken von Waffenbauteilen verhindern soll.
Wie drucke ich selbst in 3D?
Für vergleichsweise wenig Geld sind 3D-Drucker auf dem Consumer Markt erhältlich. Im Fachhandel liegen die Preise bereits deutlich unter tausend Euro und taugen für die ersten Schritte. Wer professionelle Qualität erwartet oder größere Projekte plant, muss entweder mehr investieren oder Geräte leihen. Eine andere Möglichkeit ist es, die Projekte von Druckanbietern durchführen zu lassen, die sich auf den 3D-Druck spezialisiert haben. Tendenziell werden die Beschaffungskosten der Geräte sowie die Materialkosten in den nächsten Jahren weiter fallen, wodurch der 3D-Druck immer mehr Menschen zugänglich wird. Welche Möglichkeiten und Anwendungsbereiche, welche innovativen Techniken und Produkthighlights sich künftig auftun werden, macht diese Drucktechnik so spannend.

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Von der Bleistiftskizze zur Vektorgrafik mit Adobe Illustrator http://www.pixopolis.de/magazin/design/von-der-bleistiftskizze-zur-vektorgrafik-mit-adobe-illustrator/ Fri, 07 Jul 2017 14:08:50 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=599 Papier oder Grafikprogramm – diese Frage stellt sich für viele Designer und Grafiker gar nicht, denn die Antwort lautet oft: Beides. Skizzen, Kritzeleien und erste Designs finden nämlich auch bei den Profis noch mit Bleistift und Papier den Weg aus dem Kopf in die Realität. Bearbeitet werden die Skizzen allerdings häufig am Computer. Dafür werden […]

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Papier oder Grafikprogramm – diese Frage stellt sich für viele Designer und Grafiker gar nicht, denn die Antwort lautet oft: Beides. Skizzen, Kritzeleien und erste Designs finden nämlich auch bei den Profis noch mit Bleistift und Papier den Weg aus dem Kopf in die Realität. Bearbeitet werden die Skizzen allerdings häufig am Computer. Dafür werden die Entwürfe vektorisiert.

Rund 2000 Jahre gibt es das Material Papier bereits und genauso lange dient der Werkstoff nicht nur als Schriftträger, sondern auch als Träger von Bildnissen, Grafiken oder Illustrationen. Schon seit frühester Kindheit gehört Papier für uns zum Alltag – als Taschentuch, Kinderbuch oder als Malpapier. Kein Wunder also, dass der Stoff einen so hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft einnimmt. Selbst die Digitalisierung hat den analogen Schriftträger nicht verbannt, sondern koexistiert friedlich mit dem Papier. Die Abhängigkeit zwischen Papier und digitalen Grafikformaten wie JPEG ist am besten zu beobachten beim Designprozess. Hier entsteht die ursprüngliche Skizze noch oft mit Bleistift auf einem Blatt Papier und wird anschließend am Computer vektorisiert und dort weiterverarbeitet. Diesen Vektorisierungsprozess brechen wir im Folgenden auf fünf Schritte herunter und zeigen, wie einfach die Digitalisierung von Skizzen auf Papier ist.

Vorteile der Vektorgrafik

Vektorisieren bedeutet, dass die Grafik nicht pixelbasiert ist, sondern auf geometrisch definierten Grundelementen oder auch Primitiven. Diese sind nicht starr zusammengesetzt, vielmehr basieren sie auf einer Art Bildbeschreibung. Dadurch lässt sich die Grafik später bei der Bearbeitung beliebig skalieren, ohne dass die Auflösung darunter leidet oder es zu Verzerrungen kommt.

Schritt 1

Zuerst benötigen wir natürlich eine Skizze auf einem Blatt Papier. Die Größe des Papiers sollte so gewählt werden, dass der heimische Scanner dafür auch ausreicht – das wäre in den meisten Fällen höchstes DinA4. Selbstverständlich kann auch ein kleineres Format gewählt werden, denn auf dem Computer lässt sich die Grafik ohnehin beliebig vergrößern. Wichtig ist aber auch, dass das Format nicht so klein ist, dass Feinheiten des Entwurfs nicht gut erkennbar sind. Zur besseren Sichtbarkeit – auch für den Scanner – werden die Bleistiftstriche der Skizze vor dem Scanvorgang mit einem Fineliner oder einem ähnlichen Stift nachgezogen. Generell empfiehlt sich eine schwarz-weiße Skizze, da Farben ohnehin mit den Bearbeitungsprogrammen eingefügt werden können.

Schritt 2

Als nächstes muss das Bild digitalisiert werden, also entweder gescannt oder fotografiert. Da ein Foto mit der entsprechenden Qualität nicht immer einfach umzusetzen ist, greifen wir zum Scanner, der das Bild immerhin gleichmäßig belichtet und exakt abbildet. Wichtig ist, dass die Auflösung beim Scannen mindestens bei 300 dpi liegen sollte. Das Dateiformat ist nicht entscheidend, hier reicht auch schon das standardmäßige JPEG.

Schritt 3

Der Scanner speichert das Bild stets als pixelbasierte Grafik. Mit dem Programm Adobe Illustrator, das zum Standardrepertoire eines Grafikers gehört, wird diese aber in eine Vektorgrafik umgewandelt. Selbstverständlich ist dieser Vorgang auch mit anderen Programmen wie beispielsweise Inkscape möglich, doch da die Adobe Creative Suite in der Kreativbranche als Referenz gilt, orientieren wir uns an der Software von Illustrator. Dazu öffnen wir zunächst die gescannte Grafik in dem Programm und anschließend das Fenster „Bildnachzeichner“. Hier können wichtige Einstellungen für die Vektorisierung vorgenommen werden wie zum Beispiel die Wahl des Farbmodus. Zur Vereinfachung des Vorgangs wählen wir den Modus „Schwarzweiß“. Mit der Option „Vorschau“ können sämtliche Änderungen in einem extra Fenster nachvollzogen werden, um das gewünschte Ergebnis immer im Blick zu haben. Unter dem Reiter „Vorgabe“ versteckt sich das Nachzeichnerwerkzeug. Wählen wir hier eine Vorgabe, zeigt die Vorschau direkt das spätere Ergebnis an. Im erweiterten Bereich können schließlich noch die Ecken nachgezeichnet oder das Farbrauschen minimiert werden. Je nachdem, wie das Wunschergebnis aussehen soll, kann mit den Optionen entsprechend herum experimentiert werden. Um den Vektorisierungsvorgang durchzuführen klicken wir auf den Button „Umwandeln “, der sich mittig über der Arbeitsfläche befindet.

Schritt 4

Da die Grafik nun wie von uns eingestellt in Schwarz-weiß erscheint, kann diese nun beliebig koloriert werden. Dafür rufen wir das „Interaktiv-malen-Werkzeug“ (Tastenkürzel K) auf und wählen unter „Fenster“ > „Farbbibliotheken“ die gewünschte Farbe aus. Geschlossene Bereiche können nun gefärbt werden.

Schritt 5

Die Vektorgrafik eignet sich nun zur weiteren Bearbeitung in anderen Programmen, wenn dies gewünscht ist. Die Programme und Dateiformate von Adobe sind untereinander kompatibel, so dass die Datei beispielsweise mit Photoshop weiterbearbeitet werden kann. Die Größe ist dabei frei anpassbar ohne verlustreiche Verzerrungen fürchten zu müssen. Selbstverständlich können die Dateien auch als JPEG oder GIF exportiert werden, um sie etwa anderen Personen mit Standardsoftware zu zeigen. Dann sind die Grafiken allerdings nicht mehr frei skalierbar.

Mit diesen einfachen Schritten ist die integrative Designarbeit mit analogen Skizzen und digitaler Bearbeitung ein Kinderspiel. Mit den weiteren Funktionen von Adobe Illustrator und Photoshop sind die kreativen Grenzen nach oben hin offen, aber für den Anfang sollten diese Schritte ausreichen, um die ersten Grafikentwürfe zu digitalisieren.

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Der Unterschied zwischen Pixel- und Vektorgrafiken http://www.pixopolis.de/magazin/fotoschule/der-unterschied-zwischen-pixel-und-vektorgrafiken/ Wed, 05 Jul 2017 14:40:10 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=587 Die Digitalisierung hat auch vor Druckereien nicht halt gemacht. Nicht nur der Digitaldruck steht für die neuen Entwicklungen in der Branche, auch die Wünsche und Ansprüche der Kunden oder der Vertrieb der Druckereien hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Die Folge ist, dass nicht mehr hauptsächlich nur Unternehmen mit Aufträgen an Druckereien herantreten, […]

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Die Digitalisierung hat auch vor Druckereien nicht halt gemacht. Nicht nur der Digitaldruck steht für die neuen Entwicklungen in der Branche, auch die Wünsche und Ansprüche der Kunden oder der Vertrieb der Druckereien hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Die Folge ist, dass nicht mehr hauptsächlich nur Unternehmen mit Aufträgen an Druckereien herantreten, sondern auch immer mehr Privatpersonen. Vielen Laien sind aber bei der Erstellung von druckreifen Dateien die grundlegenden Begrifflichkeiten nicht bekannt. Wichtig ist zum Beispiel der Unterschied zwischen pixelbasierten und vektorbasierten Grafiken…

Privatpersonen oder Selbstständige können aus Kosten- oder Zeitgründen selbstverständlich nicht immer zu Grafikern oder anderen Experten greifen, wenn ein Flyer, ein Logo oder ein anderes Design erstellt werden muss. Also bringt sich der ambitionierte angehende Gestalter die Arbeit selbst bei. Das ist zwar eine wunderbare Beschäftigung, die am Ende in der Regel auch die verdienten Früchte trägt – gerade aber ohne externe Hilfestellung wird die Autodidaktik doch irgendwann schwer fallen. Das beginnt bereits beim Designprozess und endet bei der Erstellung eines druckreifen Dokuments. Bereits vor Beginn der Designarbeit sollte schon einmal Klarheit über grundsätzliche Begriffe des Prozesses herrschen. Dazu gehören eben auch die Pixel- und Vektorgrafiken.

Pixelgrafik

Die Pixelgrafik wird auch Raster- oder Bitmap-Grafik genannt und beschreibt eine Grafik, die aus einzelnen Bildpunkten eines Farbwertes besteht, die sich zweidimensional in Höhe und Breite erstreckt. Die Ausmaße beschreiben wiederum die sogenannte Auflösung der Grafik. Fotos oder Grafiken mit komplexen Farbverläufen sind daher im Normalfall pixelbasiert. Allerdings haben Pixelgrafiken einen entscheidenden Nachteil, den jeder kennt. Wenn diese Fotos oder Grafiken vergrößert oder skaliert werden, leidet die Bildqualität entscheidend, da durch das Raster ein sogenannter Treppeneffekt entsteht, durch den die Grafiken dann deutlich unscharf wirken. Bei vielen pixelbasierten Dateiformaten wird zudem eine starke Kompression eingesetzt, die ebenfalls zu Qualitätseinbußen führt.

Vektorgrafik

Die Vektorgrafik besteht nicht aus einzelnen Bildpunkten, sondern aus geometrisch definierten Grundelementen. Die jeweiligen Vektoren sind zum Beispiel aus Linien, Kurven, Kreisen oder anderen Formen zusammengesetzt, die gemeinsam komplexe Grafiken ergeben können. Diese Grundelemente werden auch Primitive genannt und erstrecken sich ebenfalls über den zweidimensionalen Raum der Bildauflösung. Da die Vektorgrafiken nicht aus festgelegten Bildpunkten bestehen, sondern aus einer Art Bildbeschreibung, die die Objekte exakt definiert, können diese Objekte auch bei einer Vergrößerung des Bildes scharf dargestellt werden. Die stufenlose Skalierbarkeit ist der entscheidende Vorteil bei vektorbasierten Grafiken. Zudem benötigen Vektorgrafiken deutlich weniger Speicherplatz als Pixelgrafiken.

Anwendungsbereiche der Grafiken

Während – wie bereits erwähnt – komplexe Farbverläufe optimal mit pixelbasierten Grafiken dargestellt werden können, eignen sich Vektorgrafiken eher für geometrische Formen oder Schriften. Bei vielen Designprozessen wird also mit Vektorgrafiken gearbeitet, da diese deutlich flexibler und wandelbarer sind als oft fest definierte Pixelgrafiken. Für die Arbeit mit Vektorgrafiken ist spezielle Software vonnöten, bekannte Vertreter sind zum Beispiel Adobe Illustrator oder Corel Draw. Mit diesen Programmen können die geometrischen Formen oder der Text der Grafiken jederzeit verändert werden, wohingegen pixelbasierte Dateien nicht mehr modifizierbar sind. So ist es nicht verwunderlich, dass professionelle Designer oder Grafiker häufig mit Vektorgrafiken arbeiten.

Privatpersonen arbeiten hingegen häufiger mit pixelbasierten Grafiken. Durch die Digitalisierung finden aber auch immer mehr Laien Gefallen an den flexiblen Dateiformaten. In einigen Fällen sind in einen Designprozess sogar beide Dateitypen involviert, wenn etwa die Skizzen per Hand gefertigt, als Pixelgrafiken eingescannt und anschließend in Vektorgrafiken umgewandelt werden.

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Bildrauschen reduzieren http://www.pixopolis.de/magazin/fotoschule/bildrauschen-reduzieren/ Mon, 26 Jun 2017 14:33:12 +0000 http://www.pixopolis.de/magazin/?p=488 Wer kennt es nicht? Nach dem Sonnenuntergang im Garten oder mit der Familie im Restaurant, die Atmosphäre ist ausgelassen, die Mitmenschen lächeln und bieten beste Posen für tolle Fotos. Nur bei wenig Licht streikt so manche Kamera, die nicht mit einem internen Blitz ausgestattet ist. Auch wer auf Blitzlicht verzichten möchte, schlägt sich bei schwierigen […]

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Wer kennt es nicht? Nach dem Sonnenuntergang im Garten oder mit der Familie im Restaurant, die Atmosphäre ist ausgelassen, die Mitmenschen lächeln und bieten beste Posen für tolle Fotos. Nur bei wenig Licht streikt so manche Kamera, die nicht mit einem internen Blitz ausgestattet ist. Auch wer auf Blitzlicht verzichten möchte, schlägt sich bei schwierigen Lichtverhältnissen oft mit Bildrauschen rum. Die störenden Artefakte, eben das Rauschen der dunklen Bereiche, ist in der Tat ärgerlich, lässt sich aber mit ein paar Tricks und Kniffen je nach Fall sehr stark reduzieren.

Aber was ist eigentlich Bildrauschen?

Die störenden Artefakte, die besonders gerne auf dunklen Flächen des Bildes erscheinen, fallen dadurch auf, dass sie in ihrer Helligkeit erheblich von dem eigentlichen Bildinhalt abweichen. Diese Störungen sehen aus wie eine Körnung oder wie ein Rauschen des Bildes, daher der Name. Früher, zu analogen Zeiten, hatte der Film eine vorgegebene Lichtempfindlichkeit. Bei wenig Licht musste also ein besonders lichtempfindlicher Film eingelegt werden. Die Lichtempfindlichkeit wurde bis 1987 in ASA-Werten und danach in ISO-Werten gemessen. Die ISO-Werte, also die Lichtempfindlichkeit, haben sowohl bei analogen Filmen als auch bei digitalen Kameras direkt mit dem Bildrauschen zu tun. Generell gilt: Je höher die ISO-Zahl, desto höher fällt das Bildrauschen aus.
Die Ursache des Bildrauschens liegt bei digitalen Kameras in den Sensoren, genauer gesagt in den einzelnen Zellen des Sensors. Durch den Trend, immer mehr Megapixel auf einen gleichbleibend großen Sensor unterzubringen, bekommt jeder Sensorpunkt weniger Licht, weshalb die empfangenen Signale verstärkt werden müssen. Dadurch wiederum kommt es zu einer Erwärmung, also einer erhöhten Arbeitstemperatur, die für die störenden Artefakte verantwortlich ist.
Daher gilt auch beim Kauf einer Kamera auf die Größe des Sensors und die Anzahl der Megapixel zu achten. Die Qualität der Signalverarbeitung ist entscheidend bei der Störanfälligkeit.

Wie kann Bildrauschen vermieden werden?

Einerseits kann natürlich versucht werden, die Kamera so schonend wie möglich zu bedienen, um den Chip nicht unnötig aufzuheizen. Die Arbeit mit dem Display und dem elektronischen Sucher lässt die Arbeitstemperatur steigen, doch irgendwie muss die Kamera schließlich bedient werden.
Kommen wir also zu dem wichtigsten Tipp: Der ISO-Wert sollte möglichst klein gehalten werden, um so wenig Störfehler wie möglich zuzulassen. Das ist aber nun mal leichter gesagt als getan, denn wenn wir wieder auf die schwierigen Lichtverhältnisse zu sprechen kommen, ist eine erhöhte ISO-Zahl kaum zu vermeiden.
Die ISO-Werte beginnen zumeist bei 100 und steigen teilweise bis zu mehreren hunderttausend. Bis 3.200 ist die Störanfälligkeit bei den meisten modernen Kameras kaum auffällig, einige zeigen sogar bei Werten bis zu über 10.000 kaum Detailverlust. Doch um gar nicht erst auf solche hohen Werte angewiesen zu sein, gibt es alternative Tricks, um die Lichtmenge, die auf die Sensoren fällt, so hoch wie möglich zu halten.
Durch die Verwendung eines lichtstarken Objektivs mit offener Blende beispielsweise wird die einfallende Lichtmenge erhöht, so dass der ISO-Wert kleiner eingestellt werden kann als bei geschlossener Blende.
Weiterhin kann durch die Verschlusszeit die Lichtmenge beeinflusst werden. Je länger die Zeit eingestellt wird, desto länger strömt Licht durch die Öffnung der Blende auf den Sensor. Der Nachteil bei einer langen Verschlusszeit ist, dass irgendwann – für gewöhnlich bei einer Zeit unter 1/10 Sekunde – die Bewegungen der Hand zu Verwacklungen der Bilder führen. Aufnahmen aus der Hand werden somit schwierig und nervenaufreibend, denn dauerhaft stillhalten kann auch der beste Fotograf nicht. Die Verwendung eines Stativs ist deutlich zu empfehlen, denn so führen längere  Verschlusszeiten trotzdem zu gestochen scharfen Bildern. Allerdings nur dann, wenn sich das Motiv auch nicht stark bewegt. Bei Fotos von der Familie oder Freunden helfen auch lange Verschlusszeiten nicht, denn verwischte Gesichter sind auf jeden Fall noch schlimmer als rauschende Bildflächen.
Die letzte Möglichkeit, das rauschende Bild zu retten, sind Nachbearbeitungsprogramme. Der Großteil entsprechender Software auf dem Markt hat spezielle Tools, die genau das Rauschen reduzieren und das oft mit erstaunlich guten Ergebnissen. So lassen sich kleinere Störflächen normalerweise sehr präzise und zuverlässig entfernen, ohne dass sich die Arbeitsschritte auf die gelungenen Bildflächen übertragen. Dafür sind Fotos im RAW-Format deutlich besser geeignet als JPEG-Fotos, da die unkomprimierten Dateien über mehr Spielraum für die Bearbeitung verfügen. Wer kann, sollte seine Kamera also so einstellen, dass sie im RAW-Format aufnimmt. Selbstverständlich hat aber auch die beste Software ihre Grenzen, denn bei starkem Bildrauschen kann die Rauschreduzierung die normalen Bildbereiche irgendwann nicht mehr verschonen und entstellt dann auch schnell die lächelnden Gesichter.
Spätestens dann sollte man sich mit den Artefakten anfreunden. Wenn sich das Rauschen also partout nicht vermeiden lässt, kann immer noch die Absicht als Ausrede herhalten. Immerhin wird das Bildrauschen teilweise auch als stilistisches Mittel genutzt. Wenig Licht kann also auch zu Kreativität führen.

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