5 Tipps für den umweltbewussten Druck

5 Tipps für den umweltbewussten Druck

Die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind in einem Zeitalter der Ressourcenknappheit aktuell wie kaum jemals zuvor. Mit der Ausbeutung der Natur schaufelt der Mensch sich sein eigenes Grab, warnen Umweltexperten. Unzählige Lösungsansätze versprechen nicht gerade eine schnelle Besserung. Umso wichtiger ist es, dass das Umweltbewusstsein schon im eigenen Haushalt beginnt und über die Mülltrennung hinausgeht – beispielsweise beim eigenen Drucker.
Viele Druckereien werben mittlerweile mit einem umweltbewussten Druck. Das Produktionsverfahren ist umgestellt auf eine klimaneutrale Bilanz, der Strom ist ökologisch erzeugt und das Papier stammt aus nachhaltiger Waldwirtschaft. Der Weg hin zum nachhaltigen Druckverfahren ist die richtige Marschroute, die auch von den Kunden honoriert werden sollte. Verlassen Sie sich auf offizielle Siegel, zum Beispiel von der Organisation Forest Stewardship Council (FSC), die die nachhaltige Forstwirtschaft zertifiziert. Diese offiziellen Zertifikate bestätigen die ökologischen Anstrengungen der Unternehmen für den Klimaschutz.
Umweltbewusster Druck zuhause oder am Arbeitsplatz
Nun haben Druckereien aber beileibe kein Monopol auf die Druckproduktion. Der Drucker am Arbeitsplatz oder im eigenen Heim ist bei hoher Auslastung ebenfalls ein Stromfresser und ein Klimaschädling. Wir stellen Ihnen also fünf wertvolle Tipps für einen umweltbewussteren Druck vor, mit denen Sie in eine umweltfreundlichere Zukunft steuern.

Papier sparen

Es klingt so einfach, doch trotzdem läuft der Drucker am Arbeitsplatz oft heiß vor Druckaufträgen, die nur minimale Änderungen zu den Vorgängern enthalten. Ein Rechtschreibfehler auf dem Dokument, eine Unterschrift vergessen, in Schwarz-weiß gedruckt statt in Farbe – kleine Fehler führen oft zu verschwendetem Papier, das direkt in den Mülleimer wandert. Holz ist ein wertvoller und vielerorts knapper Rohstoff, deshalb sollte mit Papier auch bewusst umgegangen werden. Gedruckt werden sollte erst dann, wenn das Dokument abgenommen ist und keine Änderung mehr benötigt. Bei mehrseitigen Druckaufträgen ist es außerdem ratsam, beide Seiten des Papiers zu bedrucken. So wird zudem nicht nur Papier, sondern auch Geld gespart.
Grundlegend ist auch die Frage, ob das Dokument wirklich gedruckt werden muss, oder ob nicht schon ein PDF-Dokument für den Kollegen ausreicht. Die Kommentarfunktion des Acrobat Reader von Adobe ist so ausgereift, dass auch digital korrekturgelesen werden kann, Kommentare hinzugefügt werden können oder Stellen markiert werden können, so dass ein gedrucktes Exemplar oft nicht mehr notwendig ist.
Dass überhaupt kein Papier mehr verschwendet wird, ist selbstverständlich utopisch. Anstatt die unbrauchbaren Dokumente allerdings direkt in den Papierkorb wandern zu lassen oder zu schreddern, kann das Papier beispielsweise durch einen Farbstrich als unbrauchbar markiert werden und fortan als „Schmierpapier“ benutzt werden. Auf die Rückseite passen immer noch unwichtige Druckaufträge oder sie hält als schneller Notizzettel her.

Ein umweltfreundlicher Drucker

Die Wahl des Druckers ist ein ganz entscheidender Schritt auf dem Weg zur positiven Klimabilanz. Für den Einsatz im Büro eignet sich eher ein Tintenstrahldrucker als ein Laserdrucker. Bis zu 84 Prozent lässt sich der Energieverbrauch laut Handelsblatt reduzieren, wenn statt auf den Laserdrucker auf ein modernes Gerät mit Tintenstrahl gesetzt wird. In einigen Fällen sind auch Multifunktionsgeräte zu empfehlen, die gleich mehrere Geräte wie Drucker, Kopierer, Scanner und Faxgerät vereinen. So wird das Gerätearsenal geschmälert und der Stromverbrauch logischerweise merklich reduziert.

Materialverbrauch einsparen

Viele neue Geräte verfügen eigens über Energiesparfunktionen, wie zum Beispiel ein intelligenter Energiesparmodus zum automatischen An- und Abschalten des Druckers. Auch der Bedarf an Betriebsmitteln ist substantiell geringer als bei Laserdruckern, so dass am Ende des Jahres auch deutlich weniger Verpackungsmüll und Abfall produziert werden kann. Dabei helfen auch Druckkassetten mit hoher Kapazität, durch die der Austausch der Kassetten bei leeren Patronen weniger häufig auftritt. Druckertinte sparen gelingt auch mit einfachen Mitteln, wie etwa der Reduzierung der Auflösung in den Druckereinstellungen. Einige Dokumente brauchen gewiss nicht die höchste Druckauflösung und eignen sich somit hervorragend zum Einsparen von Tinte. Die Einsparung an Materialverbrauch verbessert automatisch die Energiebilanz des Druckers.

Recyclingpapier benutzen

Nur die wenigsten Druckaufträge benötigen weißes Druckerpapier, das selbstverständlich stark gefärbt ist. Recyclingpapier taugt mit seiner gräulichen Erscheinung zwar nicht unbedingt für offizielle Dokumente, allerdings ist dieses Papier weitaus nachhaltiger und daher unbedingt für interne Druckaufträge zu empfehlen. In allen relevanten Vergleichen schneidet das Recyclingpapier besser ab, wenn es um Umweltverträglichkeit und die Energiebilanz geht.

Richtig entsorgen

Druckerhersteller sind dazu verpflichtet, benutzte Materialien wie leere Druckerpatronen und -kassetten selbst zu entsorgen und sich mit dem Leergut um das Recycling zu kümmern. Viele Patronen und Tonerkassetten bestehen heutzutage größtenteils aus recycelten Kunststoffen und sollten daher nicht einfach in den Hausmüll geworfen werden. Auf den Etiketten neuer Patronen und Tonerkassetten gibt es oft die Hinweise der Hersteller zu der Rücksendung der leeren Produkte.
Auch bei Abfallentsorgungsgesellschaften kann das Druckmaterial fachgerecht entsorgt werden und ist in haushaltsüblichen Mengen auch kostenlos. Einige private Entsorgungsunternehmen bezahlen für bestimmte Patronen sogar Geld, da diese besonders begehrt sind.
Auch der Drucker sollte auf keinen Fall in den Hausmüll wandern, wenn er ausgedient hat. Falls er sogar noch funktioniert und nur von einem modernen Gerät ersetzt werden soll, ist es ratsam, das ausgediente Modell zu einer Computerreparatur oder einer anderen Elektrowerkstatt zu bringen, die das Gerät zumindest gegen einen kleinen Betrag abkaufen. Ist das alte Gerät wirklich kaputt, kann dort überprüft werden, ob sich eine Reparatur lohnt und kann dann ebenfalls in Bezahlung gegeben werden. Bei Geräten, die wirklich ihren Zenit überschritten haben, dienen Werkstoffhöfe als letzte Ruhestätte. Auch kommunale Abfallentsorgungsgesellschaften nehmen die Geräte entgegen.
Fazit
Mit diesen einfachen Tipps steht dem guten Gewissen beim nächsten Druck zuhause oder am Arbeitsplatz nichts mehr im Wege. Vom bewussten Papierverbrauch bis hin zur richtigen Entsorgung der Geräte – schon kleine Gesten tragen zu einem besseren Umweltverständnis bei, auch bei den Kollegen oder Freunden. Dass auch die Hersteller von Druckgeräten immer umweltfreundlichere Produkte entwickeln, ist ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung hin zu einer besseren Energiebilanz im eigenen Heim oder im Büro.